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Übersichtsplan des Quartiers Fruerlund Übersichtsplan des Quartiers Fruerlund, © kessler.krämer Landschaftsarchitekten
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  • DE-24943 Flensburg
  • Realisiertes Projekt

Quartierssanierung Flensburg-Fruerlund – Wohnen für Generationen


Projektbeschreibung:
Quartiersanierung Flensburg – Fruerlund Wohnen für Generationen

In den Jahren 2009 bis 2014 sanierte die Wohnungsbaugesellschaft Selbsthilfebauverein (SBV) gemeinsam mit der Stadt Flensburg das Quartier Fruerlund. Das in den frühen 1950er Jahren entstandene Quartier wurde städtebaulich-freiraumplanerisch neu geordnet. 16 Gebäudezeilen mit 280 kleinen Wohnungen wurden aufgrund baulicher Mängel abgerissen und durch 19 neue Geschoßwohnungsbauten mit rund 200 Wohnungen unterschiedlicher Größen... +
Quartiersanierung Flensburg – Fruerlund Wohnen für Generationen

In den Jahren 2009 bis 2014 sanierte die Wohnungsbaugesellschaft Selbsthilfebauverein (SBV) gemeinsam mit der Stadt Flensburg das Quartier Fruerlund. Das in den frühen 1950er Jahren entstandene Quartier wurde städtebaulich-freiraumplanerisch neu geordnet. 16 Gebäudezeilen mit 280 kleinen Wohnungen wurden aufgrund baulicher Mängel abgerissen und durch 19 neue Geschoßwohnungsbauten mit rund 200 Wohnungen unterschiedlicher Größen ersetzt.

Die Reaktivierung des Quartiers steht unter dem Motto ‚Wohnen für Generationen‘. Dabei spielt die Wohnumfeldgestaltung eine große Rolle. Im Herbst 2009 führte die Stadt Flensburg einen freiraumplanerischen Wettbewerb durch, um Vorschläge für die Gestaltung des Wohnumfeldes mit Quartierspark, gebäudenahen Freiflächen und öffentlichen Straßenräumen zu erhalten. Der mit dem ersten Preis prämierte Entwurf von kessler.krämer Landschaftsarchitekten bildete die Grundlage der Park- und Wohnumfeldgestaltung.

Die klare Zuordnung und Ausformung der privaten und öffentlichen Freiflächen im Quartier soll das Neben- und Miteinander der unterschiedlichen Bewohnergruppen fördern. Eine attraktive und vielfältige Gestaltung fordert zu Bewegung, Aufenthalt und Begegnung im Freien auf und erweitert die Wohnbereiche in den Außenraum.

Die Freiflächen bieten abgestufte Möglichkeiten von der Privatheit bis zur Öffentlichkeit, es gibt wohnungs-, nachbarschafts- und quartierszugeordnete Außenanlagen. Das soziale Bezugsfeld kann - von der privaten Terrasse über zeilenbezogene Gemeinschaftsflächen bis zum öffentlichen Quartierspark - stufenweise gefunden und bestimmt werden.

Der zentrale Freiraum ist der Quartierspark, der vom neu geordneten Willi-Sander-Platz im Westen als lang gestreckter Grünzug bis an die Ostlandstraße verläuft. Die wesentlichen Entwurfsgedanken für den Park sind:

• eine klare räumliche Fassung: entlang des Nordrandes eine geschwungene Kante,
entlang des Südrandes der Parkweg Fruerlundlücke mit heckengesäumtem
Baumbogen
• ein ‚langsamer’ Flanier- und Aufenthaltsweg im Norden und ein ‚schneller’
Durchgangsweg im Süden
• Aufenthaltsschwerpunkte an den beiden Auftakt-/Endbereichen des Parks: Am
Westrand der ruhige Sitzbereich am Willi-Sander-Platz, am Ostrand im breiteren
Parkabschnitt bietet der Spielplatz einen belebten Treffpunkt und Aktivitätsbereich
• Die kräftige ziegelrote Farbe der Möblierungselemente wie Pergolen, Bank-/Tisch-
Kombinationen u.a. soll die Identität des Parks stärken
• alle anliegenden Wohngebäude werden durch Fußwege an den Park angebunden

Das direkte Wohnumfeld sollte so gestaltet und ausgestattet werden, dass die alltäglichen Funktionen auf praktische und ansprechende Weise gewährleistet sind:

• allen Erdgeschoßwohnungen ist nach Süden oder Westen orientiert eine mindesten
5m breite private Terrassen- und Rasenzone vorgelagert.
• im Nahumfeld aller Gebäudezeilen gibt es Gemeinschaftsflächen (Kleinkinderspiel,
Aufenthalt, Treffpunkte) für die Anwohner
• Stellplatzanlagen werden generell möglichst kompakt angeordnet und durch
Pergolen von den Aufenthaltsbereichen abgeschirmt
• jedem Haus sind Flächen für Fahrradschuppen etc. zugeordnet, die
Mülleinhausungen stehen jeweils nahe der Stellplatzzufahrt
• Ein Netz von kleineren straßenabseitigen Fußwegen verbindet die Wohnhäuser
untereinander
• wie im Park ist die ziegelrote Farbe an Pergolen, Mülleinhausungen und
Möblierungselementen ein identitätsbildendes und verbindendes Gestaltelement -



INFO-BOX

veröffentlicht am 27.03.2015
Zuletzt aktualisiert 27.03.2015
Projekt-ID 5-58012
Seitenaufrufe 882



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