loading
© Werner Huthmacher
Diashow »
  • DE-34127 Kassel
  • Realisiertes Projekt

Hörsaal Campus Center Universität Kassel


Projektbeschreibung:
Die Universität Kassel erweitert ihren Hauptcampus am Holländischen Platz in der Kasseler Innenstadt.
Das Campus Center bildet zusammen mit der Mensa einen Kern an zentralen Funktionen für den gesamten Campus. Gleichzeitig stellt es durch seine Lage die Verbindung zwischen dem bestehenden Campus im Süden und der Erweiterung Richtung Norden her.

Das Gebäude bietet sechs große Hörsäle mit insgesamt ca. 2.400 Plätzen; die Hörsaalgrößen staffeln sich von einem Saal für 650 bis zu zwei Sälen für... +
Die Universität Kassel erweitert ihren Hauptcampus am Holländischen Platz in der Kasseler Innenstadt.
Das Campus Center bildet zusammen mit der Mensa einen Kern an zentralen Funktionen für den gesamten Campus. Gleichzeitig stellt es durch seine Lage die Verbindung zwischen dem bestehenden Campus im Süden und der Erweiterung Richtung Norden her.

Das Gebäude bietet sechs große Hörsäle mit insgesamt ca. 2.400 Plätzen; die Hörsaalgrößen staffeln sich von einem Saal für 650 bis zu zwei Sälen für 250 Personen. Außerdem gibt es sechs Seminarräume für insgesamt 300 Personen. Die Campus Center-Funktionen gliedern sich in Beratungsflächen der Universität und des Studentenwerks.

Mit dem neuen Hörsaal Campus Center ergibt sich erstmals die Möglichkeit, einen großzügiger dimensionierten Innenraum im Zentrum des Campus anzubieten, der durch die Lage im Erschließungssystem des Campus und die angrenzenden Nutzungen im Gebäude ständig belebt wird, und der außerdem bei besonderen Gelegenheiten als ein den großen Hörsälen vorgelagerter Veranstaltungsraum genutzt werden kann. Zu den Bereichen des eigentlichen Campus Centers im 3. Obergeschoss wird schon beim Eintritt in das Gebäude eine Sichtverbindung hergestellt.

In den Nord- und Südfassaden zeigen sich die Hörsäle mit großen Glasflächen und ansteigenden Ebenen. Die Verglasungen lassen Tageslicht in die Hörsäle einfallen und erlauben es den Nutzern, den Blick während der Vorlesung nach draußen schweifen zu lassen. Sie setzen Innen und Außen mit den davorliegenden Platz- und Straßenräumen in Bezug und lassen die Nutzung des Gebäudes erkennbar werden.

Die Fassade als überformte Repräsentation des Gebäudeschnitts zeigt sich als rahmenartig gefasstes Relief plastisch zurücktretender Elemente von verschiedener Tiefe. Durch die Einwärtsneigung der Flächen wird dem kompakten Baukörper seine Schwere genommen: Obwohl die opaken Außenwände überwiegen, wirkt das Gebäude nicht geschlossen, da die Neigung der Flächen die mögliche Frontalität geschlossener Wandflächen bricht. Die opaken Abschnitte werden so optisch mit den verglasten Flächen zusammengezogen; es entsteht ein plastisches Kontinuum, in dem die Reflexionen des Glases und das Schimmern der Aluminiumflächen zusammenspielen.

Die großflächigen Verglasungen der Hörsäle ermöglichen es, die Innenräume der Hörsäle mit ihrem farbigen Gestühl und den farbigen Vorhängen wahrnehmen. Um die Glasflächen intakt zu halten, wurde von Rauchabzugsöffnungen in den Verglasungen abgesehen; stattdessen werden die Hörsäle mechanisch entraucht. Auch auf außenliegenden Sonnenschutz wurde verzichtet: Das Gebäude wird einerseits durch angrenzende Gebäude verschattet, andererseits kam Sonnenschutzglas zum Einsatz.

Die je nach Hörsaal unterschiedlich farbigen Verdunklungsvorhänge werden hinter dem Glas erkennbar. Die Erscheinung des Gebäudes lebt somit auch aus dem Kontrast der farblich neutralen Fassade mit den starkfarbigen Innenräumen. -



Anzeige