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  • DE-24351 Damp
  • Realisiertes Projekt

Entdeckerbad Damp


Projektbeschreibung:
Das ehemalige Freibad der Gemeinde Damp wurde Ende der 1980er Jahre zu einem subtropischen Freizeitbad umgebaut, dem Aqua Tropicana. Dieses Schwimmbad war auf Grund der langjährigen Nutzung umfassend
sanierungsbedürftig.

Bestandsaufnahmen und Sanierungsuntersuchungen ergaben, dass eine Sanierung der Bauwerksstruktur unter Berücksichtigung heutiger energetischer Anforderungen unwirtschaftlich ist. Auch die Herausforderung einen modernen und attraktiven Badebetrieb in einer vom Tourismus... +
Das ehemalige Freibad der Gemeinde Damp wurde Ende der 1980er Jahre zu einem subtropischen Freizeitbad umgebaut, dem Aqua Tropicana. Dieses Schwimmbad war auf Grund der langjährigen Nutzung umfassend
sanierungsbedürftig.

Bestandsaufnahmen und Sanierungsuntersuchungen ergaben, dass eine Sanierung der Bauwerksstruktur unter Berücksichtigung heutiger energetischer Anforderungen unwirtschaftlich ist. Auch die Herausforderung einen modernen und attraktiven Badebetrieb in einer vom Tourismus geprägten Umgebung zu errichten, ließ sich im Altbestand nicht umsetzen. Mit Hilfe von Gutachten zur Situation der Freizeitbäder in Schleswig-Holstein, einer Machbarkeitsstudie zur Erweiterung des Ferienparks Damp und einem Strategiekonzept zum Themenbad Damp entstand das jetzige Konzept eines Entdeckerbads.

Neben einem modernen Schwimmbadneubau und der Umsetzung höchster technischer Standards, sollte das neue Freizeitbad die Themen „Ostsee“, „Wikinger“ und „Nordische Kultur“ in allen Bereichen nicht nur gestalterisch umsetzen, sondern auch die Möglichkeit bieten, diese anhand von Experimenten erlebbar zu machen. Spielerisch kann der Gast während des Badevergnügens in drei verschieden Eventcuben anhand von verschiedenen kleinen Experimenten, Ausstellungsstücken und einem Kino viel Wissenswertes über die nordische Kultur, die Ostsee und das Leben der Wikinger erfahren.
Eine 96m lange Familienrutsche, ein Außenbecken mit direktem Blick auf die Ostsee und ein Saunadorf im Stil der Wikingerhäuser runden das moderne Freizeitvergnügen ab.
Zudem sollte eine möglichst breite Besuchergruppe angesprochen werden. Neben der Familienfreundlichkeit des Badebereichs, wurde mit dem Saunabereich und seinen drei unterschiedlichen Saunahäusern ein Bereich der Ruhe und Entspannung geschaffen.


Das neue Entdeckerbad steht an derselben Stelle wie das alte Aqua Tropicana. Auf Grund der direkten Lage an der Ostsee mussten Gebäude, Rutsche und die Saunahäuser auf mehr als 200 Pfähle gegründet werden.
Das zweistöckige Gebäude wird komplett über die ebenerdig liegende Eingangsebene erschlossen. Hier befinden sich u. a. die notwendigen Personal- und Nebenräume für Verwaltung, Gastronomie und die Badetechnik sowie die Erschließung der Personal- und Küchenbereiche in der Badeebene.
Der Gastronomiebereich, mit seinen Gast- und Nebenräumen, ist so organisiert, dass mit möglichst kurzen Wegen die Bar im Foyer, der Free Flow Bereich im Bad und die Sauna-
bar, von einer zentral gelegenen Küche aus bedient werden können.

Der Besucher betritt das Gebäude ebenerdig über die offene, zweigeschossige Eingangshalle, die ausreichend Rückstaufläche bei Besucherandrang in Spitzenzeiten bietet und gleichzeitig Informations- und Aufenthaltsort für interessierte Gäste ist.
Über eine freistehende Treppenanlage in Form eines Wikingerschiffs erreicht der Gast die Badeebene. Auf der offenen Empore erhält man einen ersten Blick auf das Badeareal, kann an der Bar verweilen und betritt über eine zentrale Kassenanlage das Bad mit seinen verschiedenen Bereichen. Die behindertengerechte Erschließung der beiden Ebenen erfolgt über einen Aufzug.

Die Umkleide ist als frei organisierter Abschnitt ohne die klassische Trennung von Stiefel- und Barfußbereichen konzipiert und für 410 Badegäste gleichzeitig ausgelegt. Davon sind 10 Plätze behindertengerecht ausgestattet. Ein Rollstuhlwechselplatz und unterfahrbare Garderobenschränke wurden in der Umkleide integriert.

Separate Behindertenumkleiden und Sanitäranlagen ermöglichen dieser Personengruppe einen gleichberechtigten und unabhängigen Badbesuch.
Auch die Umkleide setzt das Grundthema gestalterisch um.
Der eigentliche Badebereich ist als Hallenkonstruktion mit einer großzügigen, zur Ostsee offenen Verglasung konstruiert; nach Süden jedoch überwiegend geschlossen. Die weittragende Dachkonstruktion besteht aus einem gerichteten Stahltragwerk auf Stahlbetonstützen.
Eine textile Unterdecke wird durch moderne Lasertechnik angestrahlt und der dadurch entstehende Effekt des Nordlichts nimmt das vorherrschende Thema auf spektakuläre Weise auf. Das große Schwimmerbecken ist an die Form der Ostsee angelehnt und kunstvoll gestaltete Felsenlandschaften erinnern an nordische Scherenfelsen.
Eine Spielzone für Kleinkinder und ein Selbstbedienungsrestaurant sind ebenso vorhanden wie ausreichend Liege- und Ruheflächen für die Badegäste.
Über eine Schleuse direkt aus dem Badeareal erreicht man das Außenbecken mit Sprudelliegen und Wasserspeier. Um Energieverluste zu minimieren, wird das Becken nachts mit einer Beckenabdeckung abgedeckt.
Die separat über einen Rutschenturm erreichbare Familienrutsche kann mittels Rutschringen mit bis zu drei Personen gleichzeitig befahren werden. Wechselnde Querschnitte und verschiedene Lichteffekte, abgestimmt auf das vorherrschende Thema, lassen das Rutschen zu einem einmaligen Erlebnis werden. Der Rutschenauslauf befindet sich in der Eingangsebene. Eine als Felsspalte gestaltete Öffnung in der Decke ermöglicht den Badegästen in der darüber liegenden Schwimmhalle, einen ungewöhnlichen Ausblick auf die Rutschenden.

Die drei Gebäude der Außensauna wurden, angeregt durch das in der Nähe befindliche Museumsdorf Haitabu, einem Wikingerdorf nachempfunden. Der Zugang zum innenliegenden Saunabereich erfolgt über eine zusätzliche Drehkreuzanlage direkt aus dem Badebereich. Im Hauptgebäude befinden sich eine Ruhezone mit Wikingerlager, die Saunagastronomie, der Abkühlbereich und die Toiletten. Die Gesamtgestaltung und Einrichtung ist dem Wikingerthema angepasst. Die drei unterschiedlichen Außensaunen bestehen aus Holz mit Reetdächern mit entsprechender Innenraumgestaltung.
Eingebettet in einen Kräutergarten mit Kräutern und Pflanzen aus der Wikingerzeit sind Außenduschen und Liegeflächen mit Blick auf die Ostsee angeordnet.
Die haustechnischen Anlagen befinden sich in der Eingangsebene des Gebäudes. Die Beheizung des Schwimmbades erfolgt über eine Übergabestation mit Anschluss an die bestehende Fernwärmeversorgung. Die Räume werden weitestgehend über die Lüftungsanlagen versorgt. Lediglich in den trockenen Bereichen wie Personal, Lager, Eingangshalle etc. sind Röhrenradiatoren angeordnet. Das Gebäude wird von vier Lüftungsanlagen, nach Temperaturen und Nutzung aufgeteilt, mit Frischluft versorgt. Hochwertige Wärmerückgewinnungsanlagen sorgen für einen minimalen Energieverbrauch. Als Filtersystem sind Niederdruckfilter gemäß DIN 19643 eingebaut. Über eine Schlammwasseraufbereitungsanlage wird das Filterrückspülwasser soweit aufbereitet, dass 75 % des Wassers zurück in die Beckenkreisläufe geleitet werden kann. Ca. 10 % werden als Grauwasser über ein separates Leitungssystem für Toiletten und Urinalspülung verwendet.
Mit dem neuen Entdeckerbad Damp steht der Ferienregion eine überaus attraktive, moderne und zukunftsfähige Badeanlage zur Verfügung. -


  • Projektbeteiligte

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  • Projektdaten

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    Baubeginn 2012
    Fertigstellung 2014
    Gebäudetyp Schwimmbäder, Erlebnisbäder (Neubau)
    Projektadresse DE-24351 Damp
  • Gewährleistung

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INFO-BOX

veröffentlicht am 03.11.2015
Zuletzt aktualisiert 06.09.2016
Projekt-ID 5-60106
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