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Mündungspark Schwäbisch Gmünd Mündungspark Schwäbisch Gmünd, © Hanns Joosten
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  • DE-73525 Schwäbisch Gmünd
  • Realisiertes Projekt

Landesgartenschau Schwäbisch Gmünd 2014


Projektbeschreibung:
Mit dem 2014 abgeschlossenen tiefgreifenden Stadtumbau erhält die Stadt Schwäbisch Gmünd eine neue Identität. Große Bereiche der Innenstadt wurden verkehrlich und baulich neu geordnet, historische Stadtstrukturen frei gelegt und neue städtebauliche Bezüge geschaffen. Die namensgebende Mündung des Josefsbach in die Rems war über Jahrzehnte unter einem Verkehrsknotenpunkt verborgen. Erst die Verlegung der B29 in einen Tunnel, der Rückbau und die Verlegung weiterer Straßen sowie dem Abriss von... +
Mit dem 2014 abgeschlossenen tiefgreifenden Stadtumbau erhält die Stadt Schwäbisch Gmünd eine neue Identität. Große Bereiche der Innenstadt wurden verkehrlich und baulich neu geordnet, historische Stadtstrukturen frei gelegt und neue städtebauliche Bezüge geschaffen. Die namensgebende Mündung des Josefsbach in die Rems war über Jahrzehnte unter einem Verkehrsknotenpunkt verborgen. Erst die Verlegung der B29 in einen Tunnel, der Rückbau und die Verlegung weiterer Straßen sowie dem Abriss von Gebäuden haben die Wandlung von einer autogerechten hinzu einer lebenswerten Stadt eingeleitet. Wo vorher der Durchgangsverkehr mit täglich 35.000 Fahrzeugen floss, sind nun wieder die Ufer von Rems und Josefsbach zu erleben. Großzügige und vielfältige, innenstadtnahe Freiräume entstanden, darunter der Mündungspark als grünes Herz der Stadt. Das städtebauliche Gesamtkonzept und die Detailgestaltung des Büros A24 Landschaft haben den Grün-Blauen Korridor der Stadt rückgewonnen und ihre soziale und ökologische Nachhaltigkeit gestärkt. Ein Effekt, den auch die Bevölkerung wahrnimmt. In einer Umfrage gaben rund zwei Drittel an, die Umgestaltung habe ihre Meinung über Schwäbisch Gmünd mitunter deutlich verbessert. -



INFO-BOX

veröffentlicht am 17.11.2015
Zuletzt aktualisiert 08.02.2016
Projekt-ID 5-60321
Seitenaufrufe 496

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  • Städtebaupreis

  • Auszeichnung

    • Mündungspark Schwäbisch Gmünd

      Realisiertes Projekt

      Landesgartenschau Schwäbisch Gmünd 2014


      active
    • Beruteilung durch das Preisgericht

      Ausgerechnet die „Gamundia“, die namensgebende Mündung des Josefsbachs in die Rems, war seit den 1970er Jahren überbaut mit der verkehrsbelasteten Bundesstraße 29, die nicht nur Lärm und Abgase in die Innenstadt brachte, sondern auch eine funktionelle Anbindung des Areals zwischen Bahnhof und dem westlichen Zugang zur bedeutenden staufischen Altstadt verhinderte. Auf die mangelnde städtebauliche Integration folgten fehlende Investitionen in Baulichkeiten und öffentliche Räume. Die Verlegung... +

      Ausgerechnet die „Gamundia“, die namensgebende Mündung des Josefsbachs in die Rems, war seit den 1970er Jahren überbaut mit der verkehrsbelasteten Bundesstraße 29, die nicht nur Lärm und Abgase in die Innenstadt brachte, sondern auch eine funktionelle Anbindung des Areals zwischen Bahnhof und dem westlichen Zugang zur bedeutenden staufischen Altstadt verhinderte. Auf die mangelnde städtebauliche Integration folgten fehlende Investitionen in Baulichkeiten und öffentliche Räume. Die Verlegung der Bundesstrasse bot der Stadt Ende 2013 - nach über 20jähriger Planung und siebenjähriger Bauzeit für die Umfahrung und den Bau des Gmünder Einhorn- Tunnel - endlich die Chance zu einer grundlegenden Aufwertung des stark vernachlässigten Bahnhofsbereiches, zur Erweiterung und Neuinterpretation des historischen Stadtgartens sowie zur Anhebung und Erlebbarmachung des Josefsbaches. Den Rahmen dafür bot die Landesgartenschau 2014, deren Wettbewerb 2007 das Büro der Landschaftsarchitekten A24 Landschaft in Berlin für sich entschieden hatte. Heute präsentiert sich der Bahnhofsvorplatz mit einem zurückhaltend strengen Belag aus hellen Betonplatten in variierenden Streifen, sparsam gegliedert durch fünf lange Holzbänke. In Zusammenarbeit mit der Hochschule für Gestaltung, die seit 2014 einen Neubau vis-a-vis des Bahnhofs bezogen hat, wurde eine neue Bahnhofsunterführung realisiert, die mit weißen Paneelen und in Wölbungen integrierten LED-Installationen kühl elegant zu den ehemaligen Güterbahnhofsbereichen nördlich der Gleise leitet. Hier finden sich heute im „Gleispark“ verschiedene Sportangebote für Inlineskater, Skateboarder und BMX-Fahrer, ein Slacklineparcour und anderes mehr. Die ehemaligen,lange brachliegenden Lager- und Verwaltungsgebäude des Güterbahnhofs werden heute für Veranstaltungen genutzt. Hinter der renovierten und in die Neubebauung entlang des Bahnhofsplatzes integrierten Alten Post liegt heute der neugestaltete Remspark mit der Villa Hirzel als baulichem Mittelpunkt, einer gründerzeitlichen Fabrikantenvilla, die, ergänzt um einen ovalen Anbau, mit einem Veranstaltungspavillon und einer Gastronomie direkt an der Rems aufwarten kann. Der Remspark erweitert den historischen Stadtpark erheblich. Bei dessen Neugestaltung wurde - ohne zu historisieren - der Charakter der Entstehungszeit im Rokoko neu interpretiert, unter Belassung von Baumgruppen, die aus einer späteren Überformung zu einem englischen Landschaftspark stammen. Der Josefsbach, Teil der historischen Stadtbefestigung entlang der Stadtmauer, war in einem steilen, teilweise acht Meter tiefen Bachbett hinter dichtem Gehölz nahezu unsichtbar. Eine Verflachung des Querschnitts und eine Anhebung der Sohle bot die Voraussetzung für eine Neugestaltung der Ufer, die heute barrierefrei zugänglich sind. Von den vielen Erholungsbereichen und Bewegungsangeboten, die im Zusammenhang mit der Landesgartenschau neu entstanden sind, ist die „Netzvilla“ besonders erwähnenswert, die sich in ihrer Kubatur in die umgebende gründerzeitliche Villenbebauung einfügt. Der in seiner architektonischen Bewertung heftig umstrittene Neubau des „Forum Gold und Silber“, der als Solitär den Mündungsbereich und die Verbindung zwischen historischer Altstadt und dem westlichen Stadteingang markiert, war nicht Gegenstand der Wettbewerbsbeurteilung, wohl aber die bauliche Gestaltung der steinernen Sitzstufen am neuen „Altersgenossenplätzle“, der mit einem Strandzitat das Element „Wasser“ nahe der Altstadt erlebbar macht. Der unmittelbar anschließende Altstadtbereich der Leder ergasse, eine Stadterweiterung für die namensgebenden Gerber aus dem 15. Jahrhundert, wurde städtebaulich ebenfalls aufgewertet. Im Ergebnis wurde die Chance, die aus der Verlegung der Bundesstraße entstand, für eine umfassende Neustrukturierung genutzt, verbunden mit aufwändigen planungs-, bau- und bodenrechtlichen Fragestellungen und Prozessen. Eine offensive Informationspolitik und eine intensive Beteiligung der Bürgerschaft führten zu einer hohen Identifikation mit diesem für die Stadt Schwäbisch Gmünd zukunftweisenden und nachhaltigen Vorhaben. -

  • Auszeichnung

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  • Sonderpreis „Soziale Impulse durch Städtebau“

  • Sonderpreis Auszeichnung

  • Sonderpreis Belobigung

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