| Bewerbungsschluss |
23.07.2012, 12:00
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| Verfahren | Verhandlungsverfahren |
| Berufsgruppen |
Bauingenieure, TGA-Fachplaner, Tragwerksplaner, Verkehrsplaner |
| Gebäudetyp | Verkehr |
| Art der Leistung | Objektplanung Verkehrsanlagen / Objektplanung Ingenieurbauwerke / Tragwerksplanung / Technische Ausrüstung |
| Sprache | Deutsch |
| Auslober/Bauherr | Flughafen Hamburg GmbH, Hamburg (DE) |
| Aufgabe |
a) Projektbeschreibung.
Der Flughafen Hamburg plant im Zeitraum der nächsten 5 Jahre die Grundinstandsetzung des Hauptvorfeldes (Vorfeld 1). Die beengten Verhältnisse führen gemeinsam mit der Tatsache, dass das Projekt unter laufendem Passagier-, Anlagen- und Flugbetrieb realisiert werden muss, zu starken Abhängigkeiten zwischen dem Bau- und dem Flughafenbetrieb. Der laufende Anlagen- und Flugbetrieb darf nur wenig beeinträchtig werden. Durch die dadurch entstehende Komplexität können die Prozesse nicht mehr singulär, sondern immer nur als Ganzes betrachtet werden. Dies führt zu überdurchschnittlich hohen organisatorischen Anforderungen über den gesamten Zeitverlauf der anstehenden Planungs- und Bautätigkeiten. Des Weiteren ist der Flughafen auf ein ehemals Moorgebiet gegründet, d.h. es sind oberflächennahen Grundwasserständen zu erwarten. Um diese Herausforderungen zu bewältigen, müssen durch Varianten- und Bauphasenbetrachtungen, eine Optimierte Abstimmung der der wirtschaftlichen-, technischen und betrieblichen Abwägungen vorgenommen werden. b) Leistungsgegenstand. Gegenstand des Auftrags sind Planungsleistungen im Bereich Tiefbau (Verkehrsanlagen und Ingenieurbauwerke) sowie Elektro- und Nachrichtentechnik (Bodenstromversorgung, Befeuerung, Beleuchtung und Beschilderung, Andocksystem etc.) in Anlehnung an die geltende HOAI. Das Vorfeld 1 erstreckt sich über eine Fläche von ca. 250 000 m2. Bestandteil des Projektes ist eine komplette Neuordnung des Vorfeldlayouts mit neuen Lagen und Dimensionierungen der Rollgassen und Flugzeugpositionen sowie eine Neuplanung der Höhenabwicklung der gesamten Vorfeldfläche, der Versorgungs-, Entwässerungs-, Befeuerungs- und Beleuchtungsanlagen sowie Einfriedungen. Die Herausforderungen des Projektes bestehen aus dem Bauen unter laufendem Flugbetrieb, im Sicherheitsbereich des Flughafens, bei schwierigen Baugrundverhältnissen mit hohen Grundwasserständen und Bauen in mehreren Bauabschnitten und Bauzwischenständen mit Teilaußer- und Teilinbetriebnahme von Anlagen. Um die Beeinträchtigung des Betriebs möglichst klein zu halten, müssen bis zu 19 Bauabschnitte und die dazu gehörenden Interimszustände geplant werden. In diesem Zusammenhang sind komplexe betriebliche und technische Schnittstellen abzustimmen. Sowohl die Planung wie auch die bauliche Umsetzung muss laufend eng mit der Abteilung Flugbetrieb des Flughafens und den zuständigen Behörden koordiniert werden. Im Rahmen der Planung sind die unterschiedlichen Anforderungen zur Ausstattung der Positionen und Rollwege, wie z.B. Befeuerung, Docking System, Bodenstromversorgung, Blitzwarnanlagen, Luftversorgung etc. zu berücksichtigen. Die Befeuerung der Rollwege sollen mit Kontaktschleifensteuerung versehen werden. Für die geplante Maßnahme sind wirtschaftliche Bauabläufe in allen Bauphasen unter Aufrechterhaltung eines jederzeit geordneten sicheren Flughafenbetriebes zu planen und mit den Beteiligten abzustimmen. Dabei sind Variantenuntersuchungen durchzuführen, in denen die unterschiedlichen Auswirkungen auf die flughafen- und baubetrieblichen Prozesse herausgearbeitet werden. Der Auftraggeber weist darauf hin, dass ab dem 29.4.2012 sämtliche Flughafenlieferungen sog. nicht bekannter Lieferanten von Flughafenlieferungen im Sinne des Anhangs der VO (EU) 185/2010 Ziffer 9.0.2 in die Sicherheitsbereiche das Flughafens vollständig kontrolliert werden müssen. Dies ist bereits bei der Planung im Auftragsfall zu berücksichtigen. Einzelheiten zum Auftrag sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen, die an die ausgewählten Bewerber übermittelt werden. |
| Leistungsumfang | Es ist beabsichtigt einen Planer für die Bereiche Verkehrsanlagen und Ingenieurbauwerke und Elektro- und Nachrichtentechnik mit folgenden Leistungsbildern zu beauftragen: — Objektplanung bei Verkehrsanlagen, in Anlehnung an die HOAI § 44 ff, — Objektplanung bei Ingenieurbauwerke, in Anlehnung an die HOAI § 40 ff, — optional: Fachplanung Tragwerksplanung, in Anlehnung an die HOAI § 48 ff, — Fachplanung Technische Ausrüstung, in Anlehnung an die HOAI § 51 ff, — Leistungen der örtlichen Bauüberwachung für Tiefbau und Elektro- und Nachrichtentechnik. Die detaillierte Leistungsbeschreibung wird den ausgewählten Bewerber mit den Vergabeunterlagen übersandt. Der Kostenrahmen für die Grundinstandsetzung des Vorfeldes beträgt 56 000 000 EUR (Baukosten Kgr. 200-600) inkl. Rückbau und Neubau der Ingenieur- und Verkehrsbauwerke als verbindliche Kostenobergrenze. Der Kostenrahmen für den Anteil der Elektro- und Nachrichtentechnik beträgt hiervon netto ca. 12 000 000 EUR (Baukosten Kgr. 200-600). Die Fertigstellung inkl. Inbetriebnahme des letzten Bauabschnittes soll Ende 2016 erfolgen. Die Beauftragung der einzelnen Leistungsphasen erfolgt stufenweise: — Stufe 1 (HOAI-Leistungsphasen 1 bis 4), — Stufe 2 (HOAI-Leistungsphase 5), — Stufe 3 (HOAI-Leistungsphase 6 bis 7, — Stufe 4 (HOAI-Leistungsphase 8) und örtliche Bauüberwachung, — Stufe 5 (HOAI-Leistungsphase 9). Mit der Beauftragung erfolgt der Abruf der Stufe 1 (HOAI-Leistungsphasen 1-4). Ein Anspruch auf die Beauftragung der weiteren Leistungsphasen besteht, auch bei Bedarf, nicht. Siehe zum Gesamtumfang auch die Darstellung unter Ziffer II.1.5 der vorliegenden Bekanntmachung sowie die dort erwähnte Projektbeschreibung. |
| Projektadresse | DE-22335 Hamburg |
| TED Dokumenten-Nr. | 201136-2012 |
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| Ausschreibung veröffentlicht | 27.06.2012 | ||
| Zuletzt aktualisiert | 16.08.2012 | ||
| Wettbewerbs-ID | 2-111686 | Status | Kostenpflichtig |
| Seitenaufrufe | 138 | ||
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