D-Saarbrücken: Dienstleistungen von Ingenieurbüros
2008/S 126-168237
BEKANNTMACHUNG
Dienstleistungsauftrag
ABSCHNITT I: ÖFFENTLICHER AUFTRAGGEBER
I.1) NAME, ADRESSEN UND KONTAKTSTELLE(N):
Stiftung Saarländischer Kulturbesitz, Bismarckstraße 11-19, Kontakt Dr. Ralph Melcher, D-66111 Saarbrücken. Tel. (49) 68 19 96 42 01. E-Mail: melcher@kulturbesitz.de. Fax (49) 68 19 96 42 88.
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse des Auftraggebers: www.kulturbesitz.de.
Weitere Auskünfte erteilen: die oben genannten Kontaktstellen.
Verdingungs-/Ausschreibungs- und ergänzende Unterlagen (einschließlich Unterlagen für den wettbewerblichen Dialog und ein dynamisches Beschaffungssystem) sind erhältlich bei: den oben genannten Kontaktstellen.
Angebote/Teilnahmeanträge sind zu richten an: die oben genannten Kontaktstellen.
I.2) ART DES ÖFFENTLICHEN AUFTRAGGEBERS UND HAUPTTÄTIGKEIT(EN):
Einrichtung des öffentlichen Rechts.
Freizeit, Kultur und Religion.
Der öffentliche Auftraggeber beschafft im Auftrag anderer öffentlicher Auftraggeber: Nein.
ABSCHNITT II: AUFTRAGSGEGENSTAND
II.1) BESCHREIBUNG
II.1.1) Bezeichnung des Auftrags durch den Auftraggeber:
Galerie der Gegenwart - Tragwerksplanung.
II.1.2) Art des Auftrags sowie Ort der Ausführung, Lieferung bzw. Dienstleistung:
Dienstleistung.
Dienstleistungskategorie: Nr. 12.
Hauptort der Dienstleistung: Saarbrücken.
II.1.3) Gegenstand der Bekanntmachung:
Öffentlicher Auftrag.
II.1.4) Angaben zur Rahmenvereinbarung:
II.1.5) Kurze Beschreibung des Auftrags oder Beschaffungsvorhabens:
Gegenstand des Auftrages ist die Tragwerksplanung für den Neubau der Galerie der Gegenwart unter Anschluss an den vorhandenen denkmalgeschützten Gebäudebestand der Modernen Galerie in Saarbrücken. Der Auftraggeber hat einen Offenen Interantionalen Realisierungswettbewerb für den Bau dieses neuen Museumspavillons ausgeschrieben. Das Verfahren zur Vergabe des Planungsauftrags an die Architekten ist seit dem 30.5.2008 abgeschlossen. Bei dem Gebäude handelt es sich um einen Neubau mit Anbindung an die vorhandene Bausubstanz. Die Hauptnutzfläche beträgt ca. 2.750 m². DIe Umsetzung der Baumaßnahme soll Anfang 2009 beginnen. Von besonderer Bedeutung ist eine Gebäudekonditionierung auf höchsten ökologischen Standarts.
II.1.6) Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV):
74230000, 74232700.
II.1.7) Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen (GPA):
Ja.
II.1.8) Aufteilung in Lose:
Nein.
II.1.9) Varianten/Alternativangebote sind zulässig:
Ja.
II.2) MENGE ODER UMFANG DES AUFTRAGS
II.2.1) Gesamtmenge bzw. -umfang:
In Anbindung an die Moderne Galerie in Saarbrücken soll ein Neubau für die Galerie der Gegenwart mit ca. 2 750 m² HNF und ca. 5 150 m² BGF verwirklicht werden.
II.2.2) Optionen:
Ja.
Beschreibung der Optionen: Es ist stufenweise Beauftragung zunächst für die Leistungsphasen 1 bis 3 beabsichtigt. Weitere Beauftragungen für die Leistungen 4 bis 9 sind möglich.
II.3) VERTRAGSLAUFZEIT BZW. BEGINN UND ENDE DER AUFTRAGSAUSFÜHRUNG:
Dauer in Monaten: 3 (ab Auftragsvergabe).
ABSCHNITT III: RECHTLICHE, WIRTSCHAFTLICHE, FINANZIELLE UND TECHNISCHE INFORMATIONEN
III.1) BEDINGUNGEN FÜR DEN AUFTRAG
III.1.1) Geforderte Kautionen und Sicherheiten:
Berufshaftpflichtversicherung mit Deckungssummen von 2 000 000 € für Personenschäden und 3 000 000 € für sonstige Schäden je Schadensfall, die mindestens zweifach pro Versicherungsjahr zur Verfügung stehen müssen und für die gesamte Dauer des Vertrages aufrecht zu erhalten sind. Entsprechender Nachweis des Versicherers ist zu erbringen. Bei Bietergemeinschaften muss der Versicherungsschutz in oben genannter Höhe für alle Mitglieder bestehen.
III.1.2) Wesentliche Finanzierungs- und Zahlungsbedingungen bzw. Verweis auf die maßgeblichen Vorschriften (falls zutreffend):
Die Zahlungsbedingungen richten sich nach den Regeln der HOAI.
III.1.3) Rechtsform der Bietergemeinschaft, an die der Auftrag vergeben wird:
Bietergemeinschaften sind zugelassen, wenn jedes Mitglied der Bietergemeinschaft gesamtschuldnerisch haftet und ein Mitglied derselben dem Auftraggeber gegenüber als bevollmächtigter Vertreter benannt wird. Mehrfachbeteiligungen einzelner Mitglieder einer Bietergemeinschaft sind unzulässig und führen zum Ausschluss sämtlicher betroffener Bietergemeinschaften.
III.1.4) Sonstige besondere Bedingungen an die Auftragsausführung:
Nein.
III.2) TEILNAHMEBEDINGUNGEN
III.2.1) Persönliche Lage des Wirtschaftsteilnehmers sowie Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister:
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen: Es sind Angaben gemäß § 7 Abs. 2 VOF zu machen über wirtschaftliche Verknüpfungen zu anderen Büros oder Unternehmen, Angaben zur beabsichtigten Zusammenarbeit mit anderen Büros und / oder Unternehmen bzw. zum beabsichtigten Anteil der Unterauftragsvergabe. Der Bewerber hat eine Eigenerklärung zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen gemäß § 11 VOF und zum Nichtbestehen von Abhängigkeiten von Ausführungs- und Lieferinteressen gemäß § 4 Abs. 4 VOF abzugeben. Die fachliche Eignung gemäß § 13 Abs. 2 a VOF ist nachzuweisen. Bei Arbeitsgemeinschaften ist eine Erklärung abzugeben, dass die Mitglieder der ARGE auch über deren Auflösung hinaus gesamtschuldnerisch haften. Der oder die bevollmächtigten Vertreter sind in der Erklärung zu benennen.
III.2.2) Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit:
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen: Der Bewerber hat Nachweise über die Berufshaftpflichtversícherung mit den Deckungssummen von 2 000 000 € für Personenschäden und 3 000 000 € für sonstige Schäden (zweifache Maximierung) zu führen. Der Nachweis des Versicherers über die Anpassung der Versicherungssumme im Auftragsfall ist möglich. Bei Arbeitsgemeinschaften ist der Versicherungsnachweis von allen Mitgliedern zu erbringen. Der Bewerber hat eine Erklärung über den Umsatz für die entsprechende Dienstleistung gemäß HOAI, Teil VIII (Tragwerksplanung) in den letzten 3 Geschäftsjahren vorzulegen (§ 12 Abs. 1 lit. c VOF).
III.2.3) Technische Leistungsfähigkeit:
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen: Geforderte Nachweise: fachliche Eignung nach § 13 VOF für die Tragwerksplanung; inhaltlich genaue Darstellung von Referenzobjekten. Gefordert ist die Darstellung von Referenzen aus den letzten drei Jahren über möglichst ähnliche Gebäudetypen gemäß § 13 Abs. 2 lit. b VOF für: erstens abgeschlossen Neubauvorhaben, 2. abgeschlossene Umbau-/ Sanierungsvorhaben. Zu den Referenzen werden folgende Nachweise gefordert: Bauvorhaben, Art der Baumaßnahme (Neubau /Sanierung), Auftraggeber (mit Ansprechpartner), Leistungszeitraum, Leistungsumfang (erbrachte Leistungsphasen), Bruttogeschossfläche, Herstellungskosten (KG 300 und 400). Bei öffentlichen Auftraggebern ist von diesen eine Referenzbescheinigung über die erbrachte Leistung einzureichen (mit Datum). Die Darstellung der Referenzen wird auf 3 DIN A Seiten je Referenz beschränkt. Angabe des Bieters nach § 13 Abs. 2 lit. c VOF über die technische Leitung. Erkärung nach § 13 Abs. 2 lit. d VOF zur Anzahl der ständigen Mitarbeiter (Ingenieure) und Führungskräfte im Mittel für die letzten 3 Jahre. Angaben zur technischen Ausstattung gemäß § 13 Abs. 2 lit. e VOF: Hart- und Software, Schnittstellen für CAD, Ausschreibung und Vergabe, Kostenkontrolle und -planung, Terminsteuerung, Visualisierung, Plotter, Notebook, Elektronische Kommunikationsmöglichkeiten. Angaben nach § 13 Abs. 2 lit. h VOF zu dem Anteil der Leistungen, der an Dritte vergeben werden soll, einschließlich aller vorgenannten Nachweise für Subunternehmer.
III.2.4) Vorbehaltene Aufträge:
Nein.
III.3) BESONDERE BEDINGUNGEN FÜR DIENSTLEISTUNGSAUFTRÄGE
III.3.1) Die Erbringung der Dienstleistung ist einem besonderen Berufsstand vorbehalten:
Ja.
Gemäß § 23 Abs. 2 VOF: Bewerber, die nach den Gesetzen der Länder berechtigt sind, die Berufsbezeichnung "Ingenieur" zu tragen oder nach den EG-Richtlinien über eine allgemeine Regelung zur Anerkennung der Hochschuldiplome in der Budensrepublik Deutschland als "Ingenieur" tätig zu werden. Gemäß § 23 Abs. 3 VOF sind juristische Personen zugelassen, wenn sie für die Durchführung der Aufgabe einen verantwortlichen Berufsangehörigen gemäß Abs. 2 benennen.
III.3.2) Juristische Personen müssen die Namen und die berufliche Qualifikation der Personen angeben, die für die Ausführung der betreffenden Dienstleistung verantwortlich sein sollen:
Ja.
ABSCHNITT IV: VERFAHREN
IV.1) VERFAHRENSART
Verhandlungsverfahren.
Bewerber sind bereits ausgewählt worden: Nein.
IV.1.2) Beschränkung der Zahl der Wirtschaftsteilnehmer, die zur Angebotsabgabe bzw. Teilnahme aufgefordert werden:
Geplante Mindestzahl: 3. Höchstzahl: 6
Objektive Kriterien für die Auswahl der begrenzten Zahl von Bewerbern: 1. Wirtschaftlche und finanzielle Leistungsfähigkeit: Umsatz in den letzten drei Geschäftsjahren: 10 %. 2. Technische Leistungsfähigkeit: 90 %, davon: Leistungsumfang (Leistungsphasen) der Referenzobjekte: 25 %; Vergleichbarkeit der Referenzobjekte mit dem verfahrensgegenständlichen Projekt: 25 %; Herstellungskosten (KG 300 und 400) der Referenzobejekte: 15 %; Anzahl ständiger Mitarbeiter (Führungskräfte, Ingenieure): 15 %; tecchnische Ausstattung: 5 %; Anteil der Leistungen für Unteraufträge: 5 %.
IV.1.3) Verringerung der Zahl der Wirtschaftsteilnehmer im Laufe der Verhandlung bzw. des Dialogs:
Abwicklung des Verfahrens in aufeinander folgenden Phasen zwecks schrittweiser Verringerung der Zahl der zu erörternden Lösungen bzw. zu verhandelnden Angebote Nein.
IV.2) ZUSCHLAGSKRITERIEN
IV.2.1) Zuschlagskriterien:
Wirtschaftlich günstigstes Angebot in Bezug auf die nachstehenden Kriterien:
1. Erläuterung bewerberinterner Methoden zur Terminpkanung, Kostenkontrolle und Koordination bei der Leistungserbringung anhand eines Projektbeispiels. Gewichtung: 20.
2. Aus dem Bietergespräch und der Präsentation gewonnene Eindrücke. Gewichtung: 15.
3. Anzahl und Qualität der benannten Referenzobjekte. Gewichtung: 15.
4. Erläuterung der Arbeitsweise und der vorgesehenen Arbeitsabwicklung vor Ort währnd der Bauerrichtung. Gewichtung: 15.
5. fachliche Präsentation; die Präsentation ist durch den verantwortlichen Projektleiter / seinen Stellvertreter zu begleiten. Gewichtung: 10.
6. vorgesehene bürointerne Projektorganisation: bei Bietergemeinschaften: Erläuterung der Zusammenarbeit und der geplanten Tätigkeitsverteilung. Gewichtung: 10.
7. Erfahrungen im Umgang mit denkmalgeschützter Altbausubstanz. Gewichtung: 10.
8. Erläuterung der Erfahrungen des Bieters in der Zusammenarbeit mit Bauausichts-, Genehmigungs- und Bewilligungsnehörden. Gewichtung: 5.
IV.2.2) Es wird eine elektronische Auktion durchgeführt:
Nein.
IV.3) VERWALTUNGSINFORMATIONEN
IV.3.1) Aktenzeichen beim öffentlichen Auftraggeber:
IV.3.2) Frühere Bekanntmachungen desselben Auftrags:
Nein.
IV.3.3) Bedingungen für den Erhalt von Verdingungs-/Ausschreibungs- und ergänzenden Unterlagen bzw. der Beschreibung
Die Unterlagen sind kostenpflichtig:
Preis: 25 EUR.
Zahlungsbedingungen und -weise: Banküberweisung Landesbank Saar, Saarbrücken, BLZ 590 500 00, Kontonummer 200 22844.
IV.3.4) Schlusstermin für den Eingang der Angebote bzw. Teilnahmeanträge:
28.7.2008 - 17:00.
IV.3.5) Tag der Absendung der Aufforderung zur Angebotsabgabe bzw. zur Teilnahme an ausgewählte Bewerber:
12.8.2008.
IV.3.6) Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge verfasst werden können:
Deutsch.
IV.3.7) Bindefrist des Angebots:
IV.3.8) Bedingungen für die Öffnung der Angebote:
ABSCHNITT VI: ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN
Nein.
VI.2) AUFTRAG IN VERBINDUNG MIT EINEM VORHABEN UND/ODER PROGRAMM, DAS AUS GEMEINSCHAFTSMITTELN FINANZIERT WIRD:
Nein.
VI.3) SONSTIGE INFORMATIONEN:
VI.4) NACHPRÜFUNGSVERFAHREN/RECHTSBEHELFSVERFAHREN
VI.4.1) Zuständige Stelle für Nachprüfungsverfahren:
Vergabekammer des Saarlandes, MInisterium für Wirtschaft, Franz-Josef-Röder-Straße 17, D-66119 Saarbrücken. E-Mail: i.jung@wirtschaft.saarland.de. Tel. (49) 68 15 01 43 94. Fax (49) 68 15 01 35 06.
VI.4.2) Einlegung von Rechtsbehelfen:
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen: Um eine Korrektur des Vergabeverfahrens zu erreichen, kann ein Nachprüfungsantrag bei der Vergabekammer gestellt werden, solange nicht durch den Auftraggeber ein wirksamer Zusschlag erteilt ist. Der Auftraggeber darf einen Zuschlag erst erteilen, nachdem er die unterlegenen Bieter über den beabsichtigten Zuschlag informiert hat und eine Frist von 14 Kalendertagen nach der Absendung der Information vergangen ist.
VI.4.3) Stelle, bei der Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erhältlich sind:
VI.5) TAG DER ABSENDUNG DIESER BEKANNTMACHUNG:
27.6.2008.
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| Ausschreibung veröffentlicht | |||
| Ergebnis veröffentlicht | 01.08.2008 | ||
| Zuletzt aktualisiert | 03.03.2011 | ||
| Wettbewerbs-ID | 12967 | ||
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