| Aufgabe |
In der Stadt Bad Oldesloe zeichnen sich demografische, wirtschaftliche und soziale Veränderungen ab. Die Stadt stellt sich durch umfassende Maßnahmen im Rahmen des Stadtumbaus auf diese Veränderungen ein, basierend auf den vier Leitzielen des Entwurfes des integrativen Stadtentwicklungskonzeptes der Stadt Bad Oldesloe (die lebendige und mobile Stadt mit hoher Wirtschaftskraft, die Bildungsstadt mit kultureller Identität, die Stadt im Grünen mit hohem Freizeit- und Erholungswert, die familienfreundliche Stadt der Generationen mit Tradition) hat die Stadt Bad Oldesloe das „Kultur und Bildungszentrum“ (KuB) als Impulsprojekt im Rahmen des Stadtumbaus West definiert. Am innerstädtischen Standort des alten, Historischen Rathauses und des bisherigen Amtsgerichtes soll das Projekt vor allem zur breit angelegten kulturellen Belebung, Bildung, Aufwertung der Innenstadt und Erhöhung der Stadtidentität beitragen. Mit der Aufgabenstellung des Wettbewerbs sollen durch alternative Vorschläge gute Lösungen entwickelt werden, die den unterschiedlichen Aufgaben gerecht werden. Insbesondere gilt dies für: — die Gestaltung des Impulsprojektes und seiner städtebaulichen Integration, — die Verbesserung der Funktionalität des Kultur- und Bildungszentrums, — die Wirtschaftlichkeit, Energieeinsparung und Umwelt. Zugleich wird mit dem Wettbewerb selbst der Anspruch verbunden, einen baukulturellen Beitrag zur oben genannten „Bildungsstadt mit kultureller Identität“ einzubringen und beispielgebend die Qualität von Planung, Bau und Gestaltung zu erhöhen. Gegenstand des Wettbewerbs ist: — die Umnutzung des denkmalgeschützten, Historischen Rathauses, — die Umnutzung des frei werdenden Amtsgerichtsgebäudes, — die Neuerrichtung eines Veranstaltungssaales und Eingangsbereiches zwischen dem alten Rathaus und dem Amtsgerichtsgebäude sowie, — die Errichtung eines Werkstattgebäudes. Für die zukünftigen Nutzungen wurde das nachstehende Leitbild für das Kultur- und Bildungszentrum erarbeitet und beschlossen: — Das KuB versteht sich als kreatives, kulturelles Zentrum für Menschen aller Altersgruppen, Nationalitäten und sozialen Gruppen, — Das KuB ist die Brücke zwischen Traditionen und Moderne. Es fördert mit seinem ehrenamtlichen und professionellen Angebot Kommunikation und Integration und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zum kulturellen und gesellschaftlichen Leben in der Stadt und für die Region, — Das KuB ist Drehscheibe und Treffpunkt für alle, die in diesem Haus etwas finden, besprechen, lernen, gestalten und austauschen wollen, — Das KuB sendet und empfängt Impulse, die das kulturelle Leben der Stadt wechselseitig befördern, — KuB-Akteure und gewerbetreibende Nachbarn erkennen in gemeinsamen Aktivitäten die Entwicklungspotentiale der Innenstadt, — Das KuB versteht sich als Teil des kulturellen Netzwerkes der Stadt und der Region. Im KUB sind die Akteure motiviert zu kooperieren und neue Projekte zu entwickeln, — Im KuB bietet der Foyerbereich Raum und ist Treffpunkt für das soziale Miteinander, — Das KuB ist Heimat für die Volkshochschule der Stadt Bad Oldesloe, die Oldesloer Musikschule für Stadt und Land e.V., städtische Jugendarbeit, die Oldesloer Bühne e.V., Klangstadt e.V. und bietet Nutzungsmöglichkeiten für Andere. VHS und Musikschule wirken von hier als der zentrale Anbieter für Aus- und Weiterbildung, — Im KuB werden im Sinne der nachhaltigen Stadtentwicklung Tourismus und Marketing zentral angesiedelt, — Im KuB ermöglicht der Saal ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm mit Magnetwirkung. Unmittelbar an den Wettbewerb soll sich die Realisierung der Umnutzung des alten Rathauses, des Amtsgerichtes, des Neubaus des Veranstaltungsraumes und eines Werkstattgebäudes anschließen. Die Maßnahme ist als Impulsprojekt Programmgegenstand des Stadtumbaus West in Bad Oldesloe. Die bauliche Realisierung der Maßnahmen steht unter dem Vorbehalt der Bewilligung der Fördermittel aus der Städtebauförderung, ggf. weiteren Förderungen, den kommunalen Möglichkeiten. Die Leistungen werden daher im Rahmen der gesicherten Finanzierung schrittweise vergeben. Aufgefordert zu diesem Wettbewerb sind freischaffende Architektinnen/Architekten. Der Inhalt sowie die Art des Verfahrens wurde mit der Architektenkammer Schleswig-Holstein abgestimmt. |
| Informationen |
Folgende Büros wurden als Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausgewählt:
architekten nkbak, Frankfurt am Main
Dinse Feest Zurl Architekten, Hamburg
Janek Pfeufer Architektur, Saarbrücken
JK Jastrzembski Kotulla Architekten GbR, Hamburg
kister scheithauer gross GmbH, Köln
Konermann Siegmund Architekten BDA Stadtplaner, Hamburg
Kuehn Malvezzi GmbH, Berlin
nps tchoban voss | Architektur und Städtebau, Hamburg
SPRINGER ARCHITEKTEN Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin
Sunder-Plassmann Architekten, Kappeln |