| Aufgabe |
Die Lehr- und Veranstaltungsräume im Audimax der RWTH Aachen bedürfen. Der dringenden Renovierung, daher soll ein kleines Hörsaalzentrum für zwei Hörsäle, 5 CIP-Pools und einen Seminarraum in zentraler Hochschullage geplant werden. Das Grundstück mit Flurstück 450, Flur 8 liegt an der Professor-Pirlet-Straße im dreieckigen Bereich südwestlich vor dem bestehenden Parkhaus der RWTH Aachen. Nordwestlich und nordöstlich wird das Grundstück von Tennisplätzen und dem Parkhaus begrenzt. Im Norden befindet sich die Moschee, die über die bestehende Feuerwehrzufahrt erschlossen wird. Diese Zufahrt bleibt erhalten, ebenso die fußläufige Verbindung vom Parkhaus zur Straße. Die Treppenanlage und Wegeführung vom Seffenter Weg an der Moschee vorbei zur Professor-Pirlet-Straße wurde kürzlich erneuert. Auf dieses bisher unbebaute Hanggelände mit Baumbestand wird der Neubau des Hörsaals so eingefügt, dass sich ein Platz zwischen Gebäude und Straße ergibt. Weiterhin soll ein Steg das Parkhaus mit dem neuen baumbestandenen Vorplatz barrierefrei verbinden. Der Höhenunterschied innerhalb des schräg abfallenden Grundstücks beträgt maximal ca. 4,00 m. Höhenkote EG = +- 0.0 = 201.32 NN. Der Abstand zwischen Hörsaalzentrum und Parkhaus beträgt an der engsten Stelle ca. 5,60 m. Funktionalität, architektonische Gestaltung: zur Straße und zum Platz hin ist das Hörsaalgebäude dreieinhalbgeschossig, zum Parkhaus hin viereinhalbgeschossig konzipiert. Zwei Eingänge zum Hörsaalzentrum orientieren sich im EG zum Platz hin, im UG ist ein Nebeneingang geplant. Das kleine, verglaste Cafe mit Außenandienung ist zum Platz hin und nach Süden ausgerichtet. Die RWTH wird es als Automatencafé mit einer Theke einrichten. Über die Foyers im EG, UG und OG werden die Hörsäle H1 und H2 erschlossen, sie sind nordöstlich zum Parkhaus bzw. zu den vorhandenen.Tennisplätzen orientiert. Das Hörsaalzentrum wird nahezu parallel zum vorhandenen Parkhaus und südwestlich dieses Gebäudes auf dem dreieckigen, ca. 3 150 m² großen Grundstück in den Hang integriert. Im Zentrum sind zwei Hörsäle mit insgesamt ca. 722 Plätzen, in den Obergeschossen 5 CIP-Pools mit insgesamt 268 Plätzen und ein Seminarraum mit 84 Plätzen untergebracht. Insgesamt ist das barrierefreie Gebäude für ca. 1 074 Studenten und ca. 22 Personen (Mitarbeiter, Dozenten, etc.) ausgelegt. Im Hörsaal 1 sind 5 Plätze und im Hörsaal 2-2 Plätze für Behinderte eingerichtet. Die CIP-Poolräume 1 + 2 im 1. OG und die Räume 4 + 5 im 2. OG sind durch das Öffnen einer flexiblen Trennwand zusammenzuschalten. Weiterhin enthält das Gebäude angemessene Foyerflächen, Büroräume und einen Sanitätsraum in den Obergeschossen sowie die notwendigen Nebenräume (WC-Anlagen, Technikräume, Lüftungszentrale, etc.). Das Foyer im EG ist - zusätzlich zu den beiden Fluchttreppenhäusern - über eine offene Treppe mit dem 1. OG (Hauptzugang großer Hörsaal H1) verbunden. Über der Treppe befindet sich ein langgestreckter Lichtgraben (Oberlicht), der die Foyerbereiche auf den einzelnen Ebenen zusätzlich belichtet. In den Foyers können z. B. Ausstellungen, Messen etc. stattfinden, Arbeitsplätze für die Studenten sind in allen Ebenen an der Straßenfassade angeordnet. Die Nutzfläche (Hörsäle, CIP-Pools Seminarraum und Büros) beträgt insgesamt ca. 2 175 m², die Nettogrundfläche ca. 4 800 m², BGF ca. 5 550, m² und der umbaute Raum ca. 24 000 m³.
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