D-Berlin: Entwurf und Gestaltung, Kostenschätzung
2010/S 4-004068
WETTBEWERBSBEKANNTMACHUNG
Dieser Wettbewerb fällt unter: Richtlinie 2004/18/EG
ABSCHNITT I: ÖFFENTLICHER AUFTRAGGEBER/AUFTRAGGEBER
I.1) NAME, ADRESSEN UND KONTAKTSTELLE(N):
Land Berlin, Bezirksamt Spandau, Carl-Schurz-Str. 2/6, 13597 Berlin, DEUTSCHLAND.
Weitere Auskünfte erteilen: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Brückenstr. 6, z. Hd. von Nanna Sellin-Eysholdt, 10179 Berlin, DEUTSCHLAND. Tel. +49 309025-2039. E-Mail: nanna.sellin-eysholdt@senstadt.berlin.de. Fax +49 309025-2535. URL: www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/wettbewerbe.
Weitere Unterlagen sind erhältlich bei: Weitere Unterlagen zur Bewerbung sind nicht vorhanden., Brückenstraße 6, 10179 Berlin, DEUTSCHLAND.
Projekte oder Teilnahmeanträge sind zu richten an: competitionline Verlagsgesellschaft mbH, Charlottenstr. 95, 10969 Berlin, DEUTSCHLAND. URL: www.competitionline.de.
I.2) ART DES ÖFFENTLICHEN AUFTRAGGEBERS UND HAUPTTÄTIGKEIT(EN):
Regional- oder Lokalbehörde.
Allgemeine öffentliche Verwaltung.
Freizeit, Kultur und Religion.
I.3) HAUPTTÄTIGKEIT(EN) DES AUFTRAGGEBERS:
ABSCHNITT II: GEGENSTAND DES WETTBEWERBS/BESCHREIBUNG DES PROJEKTS
II.1) BESCHREIBUNG
II.1.1) Bezeichnung des Wettbewerbs/Projekts durch den öffentlichen Auftraggeber/den Auftraggeber:
Umbau von 2 Gebäuden auf der Zitadelle Spandau zu einem Museum. Bezirk Spandau von Berlin. Nicht offener Wettbewerb für Architekten als Generalplaner (als Gesamtplaner, mit Unterauftragnehmern oder als Arbeitsgemeinschaft) nach RPW 2008 (Richtlinien für Planungswettbewerbe) und Rundschreiben SenStadt VI A Nr. 06 / 2009 (Rundschreiben SenStadt zur Einführung der RPW 2008).
II.1.2) Kurze Beschreibung:
Auf der Zitadelle Spandau sollen ein ehemaliges Kasernengebäude (Haus 6) und das ehemalige Proviantmagazin (Haus 8) zu einen Museum umgebaut werden. Die Zitadelle Spandau wurde im 16. Jahrhundert errichtet und gilt als eine der besterhaltenen Renaissance-Festungen Deutschlands. Sie steht als Gesamtanlage mit Einzeldenkmalen unter Denkmalschutz. Aufgabe des Wettbewerbs ist sowohl die denkmalgerechte Herrichtung beider Gebäude für eine Ausstellung Berliner Denkmäler und eine Dauerausstellung zur Festungs- und Militärgeschichte als auch die räumliche Umsetzung der vorliegenden Ausstellungskonzeption. Im Rahmen des Wettbewerbs ist der Einsatz alternativer Energien zu prüfen und ein Energiekonzept (Berliner Energiespargesetz) zu erstellen. Wegen der zu erwartenden hohen Lasten durch die monumentalen Denkmäler ist im Haus 8 die Verstärkung der vorhandenen Pfahlgründung erforderlich.
Das Raumprogramm umfasst ca. 4 900 m² HNF. Der Gesamtkostenrahmen der Baumaßnahme beträgt 10 255 000 EUR. Die Maßnahme wird zu gleichen Teilen aus Mitteln der Deutschen Klassenlotterie (DKLB) und aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) finanziert.
Da Hochbau und Fachbau nur integriert die Aufgabe bewältigen, wird der Auftrag ausschließlich an einen Generalplaner vergeben. Der Auftrag umfasst folgende Leistungsbereiche, die nur gemeinsam vergeben werden:
Objektplanung für Gebäude und Raumbildende Ausbauten (HOAI § 33, Leistungsphasen 2-5) und Generalplaneraufgaben und -verantwortlichkeiten, Leistungen der Technischen Ausrüstung (HOAI § 53), Leistungen der Tragwerksplanung (HOAI § 49); Leistungen für Thermische Bauphysik; Leistungen für Raumakustik; Leistungen zum Brandschutz.
Eine losweise Vergabe ist nicht vorgesehen. Die Vergabe erfolgt stufenweise ohne Rechtsanspruch auf die Beauftragung aller Leistungsstufen. Die Projektsteuerung erfolgt durch die Baudienststelle des Bezirks Spandau von Berlin.
II.1.3) Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV):
71242000.
ABSCHNITT III: RECHTLICHE, WIRTSCHAFTLICHE, FINANZIELLE UND TECHNISCHE INFORMATIONEN
III.1) KRITERIEN FÜR DIE AUSWAHL DER TEILNEHMER:
Es werden Architekten gesucht, die Erfahrungen mit der Umsetzung von Projekten für öffentliche Auftraggeber, Erfahrungen in der Sanierung denkmalgeschützter Gebäude, in der Planung und Realisierung von Kulturbauten und der räumlichen Umsetzung von Ausstellungskonzepten haben. Die Erfahrungen sind als Tätigkeit im eigenen Büro nachzuweisen.
Es werden bis zu 20 Teilnehmer unter Berücksichtigung der formalen und inhaltlichen Kriterien für den Wettbewerb ausgewählt. Zur Prüfung der fachlichen Eignung wird ein vom Auslober berufenes Auswahlgremium gebildet, dem neben drei Vertretern des Auslobers bzw. der Verwaltung 2 freischaffende Architekten/innen angehören. Die Bewerbungsunterlagen verbleiben beim Auslober. Ein Anspruch auf Kostenerstattung besteht nicht.
Formale Kriterien (Achtung: Die Teilnahme am Bewerbungsverfahren erfolgt ausschließlich per Internet-Formular unter www.competitionline.de. Postalische Einsendungen sind nicht möglich).
1. Vollständig ausgefülltes und korrekt abgesendetes Internet-Bewerbungs-Formular mit folgenden Angaben:
— Nennung der Teilnehmer (bei Arbeitsgemeinschaften sind alle Mitglieder zu benennen): Büroname; Ansprechpartner; Adresse (Straße, PLZ, Ort, Land); Telefon; Fax; E-Mail; ggf. Internet-Adresse; Jahr der Bürogründung; Anzahl der Mitarbeiter, Namen der Büroinhaber und -partner, Kammer-Nummer / Eintragungsort / bzw. Name der Kammer / Datum der Kammereintragung (Architekt),
— Nennung der beruflichen Qualifikation: Bei Auswahl zur Teilnahme am Wettbewerb wird der Nachweis der beruflichen Qualifikation gemäß "Teilnahmeberechtigung" schriftlich nachgefordert. Nicht deutschsprachige Nachweise müssen in Form einer beglaubigten Übersetzung in deutsch vorgelegt werden,
— Referenzen.
Nachfolgend aufgeführte Referenzen sind durch den Generalplaner nachzuweisen:
a. Nennung von mind. einem und max. 2 Projekten (davon mind. 1 realisiertes Projekt, bei dem die Leistungsphasen 2-8 gem. HOAI §33 vollständig und durchgehend bearbeitet wurden) für einen öffentlichen Auftraggeber innerhalb der letzten 10 Jahre (Fertigstellung frühestens 2000), mit Jahr, Ort, Projektname, Kurzbeschreibung. Pro Projekt max. 255 Zeichen;
b. Nennung von mind. einem und max. zwei Projekten (davon mind. 1 realisiertes Projekt, bei dem die Leistungsphasen 2-8 gem. HOAI §33 vollständig und durchgehend bearbeitet wurden), die die Sanierung eines denkmalgeschützten Gebäudes beinhalteten, innerhalb der letzten 10 Jahre (Fertigstellung frühestens 2000), mit Jahr, Ort, Projektname, Kurzbeschreibung. Pro Projekt max. 255 Zeichen;
c. Nennung von mind. einem und max. zwei Projekten (davon mind. 1 realisiertes Projekt, bei dem die Leistungsphasen 2-8 gem. HOAI §33 vollständig und durchgehend bearbeitet wurden), die die Planung eines Kulturbaus beinhalteten, innerhalb der letzten 10 Jahre (Fertigstellung frühestens 2000), mit Jahr, Ort, Projektname, Kurzbeschreibung. mit Jahr, Ort, Projektname, Kurzbeschreibung. Pro Projekt max. 255 Zeichen;
d. Nennung von mind. einem und max. 2 Projekten (davon mind. 1 realisiertes Projekt, bei dem die Leistungsphasen 2-8 gem. HOAI §33 vollständig und durchgehend bearbeitet wurden), die die Umsetzung eines Ausstellungskonzeptes bzw. eine Ausstellungsgestaltung beinhalten, innerhalb der letzten 10 Jahre (Fertigstellung frühestens 2000), mit Jahr, Ort, Projektname, Kurzbeschreibung. Pro Projekt max. 255 Zeichen;
e. Nennung von mind. zwei und max. drei Wettbewerbserfolgen oder Auszeichnungen innerhalb der letzten 10 Jahre, mit Jahr, Ort, Titel des Projektes, ggf. Kurzbeschreibung der Aufgabe, erzielter Rang. Pro Projekt max. 255 Zeichen;
2. 2 Bilddateien mit aussagekräftigen Bildern (keine Tabellen, Texte u. ä.) von in der Referenzliste. genannten Projekten. Pro Bilddatei sollten max. 2 Projekte dargestellt werden. Die beiden Bilddateien werden dem Auswahlgremium synchron mit 2 Beamern vorgeführt. In der Beamer-Projektion muss deshalb der Büroname und der Projekttitel oben rechts im Bild zu finden und gut lesbar sein.
Die Bilddateien werden im JPG-Format hochgeladen. Sie mussen 1024 Pixel breit und 768 Pixel hoch sein und eine Auflösung von 72 DPI haben. Die Dateigröße je Bilddatei darf 250 KB nicht überschreiten. Macintosh Nutzer sollten dringend darauf achten, dass die Dateinamenerweiterung "JPG" im Dateinamen enthalten ist, da ansonsten die Dateien nicht angenommen werden. Bilder, die mehr als 250 KB Speicherplatz benötigen, werden nicht akzeptiert. Empfohlen wird die Verwendung eines PC (Windows) mit einem aktuellen Internet-Browser (min. Internet Explorer 5 oder höher) und einer möglichst schnellen Internet-Verbindung (z.B. DSL) für die korrekte Dateiübertragung;
3. Mehrfachbewerbungen sind nicht zulässig. Eine Mehrfachbewerbung ist auch eine Bewerbung unterschiedlicher Niederlassungen eines Büros. Abweichungen von den formalen Anforderungen und Mehrfachbewerbungen führen zum Ausschluss vom Auswahlverfahren.
Der Bewerber hat selbst zu überprüfen, dass seine Bewerbung korrekt abgespeichert wurde. Dafür gibt es die Kontrollanzeige "Bewerbung vorhanden", die eingeblendet wird, sobald die Bewerbung abgeschlossen ist. Der Bewerber hat außerdem zu überprüfen, dass die Inhalte seiner Bewerbung vollständig und korrekt angezeigt werden. Dafür hat er sowohl die textlichen Inhalte auf der Kontrollseite "Bewerbung vorhanden" als auch die Bilder zu überprüfen.
Inhaltliche Kriterien (mit Darstellung ihrer Wichtung):
— Gestaltqualität anhand vergleichbarer Referenzprojekte (hochgeladene Bilder), maximal 3 Punkte mit dreifacher Wertung,
— Erfahrung im Bereich Sanierung denkmalgeschützter Gebäude, sowie Erfahrung in der Planung von öffentlichen Gebäuden, maximal 3 Punkte mit dreifacher Wertung,
— Erfahrung in der Planung und Realisierung von Kulturbauten, Erfahrung in der Ausstellungsgestaltung und der räumlichen Umsetzung von Ausstellungskonzepten, maximal 3 Punkte mit dreifacher Wertung,
— Fachkunde und Leistungsfähigkeit, maximal 3 Punkte mit einfacher Wertung.
Bewertung.
Die Wichtung der Kriterien erfolgt wie oben angeführt. Jedes Mitglied des Auswahlgremiums kann pro Bewerbung maximal 30 Punkte vergeben. Die maximal erreichbare Punktzahl einer Bewerbung beträgt 150 Punkte. Die Punkte werden in einer Matrix erfasst und sind Bestandteil des Ergebnisprotokolls. Ausgewählt werden die 20 Bewerbungen mit den höchsten Punktzahlen. Der Auslober behält sich vor, bei gleicher Punktzahl zu losen. Die ausgewählten Bewerber werden unmittelbar nach der Sitzung des Auswahlgremiums per E-Mail benachrichtigt. Sie haben ihre Teilnahme innerhalb einer Woche schriftlich zu bestätigen sowie folgende Nachweise und Erklärungen einzureichen:
— Nachweis der beruflichen Qualifikation gem. Pkt III.1 der Bekanntmachung in Form einer Kopie der Kammerurkunde oder eines vergleichbaren Nachweises,
— Schriftliche Erklärung des Bewerbers, dass Ausschlussgründe gem. § 11 VOF nicht vorliegen.
III.2) TEILNAHME IST EINEM BESTIMMTEN BERUFSSTAND VORBEHALTEN:
Ja.
Zur Bewerbung zugelassen sind:
— Architekten als Generalplaner bzw. Arbeitsgemeinschaften aus Architekten, Ausstellungsgestaltern und Ingenieuren der Fachrichtung Technische Ausrüstung, Thermische Bauphysik, Tragwerksplanung und Brandschutz, die die Anforderungen an die Berufszulassung erfüllen, die an natürliche bzw. juristische Personen gestellt sind sowie,
— Natürliche Personen, die gemäß Rechtsvorschriften ihres Heimatstaates zur Führung der Berufsbezeichnung Architekt, Beratender Ingenieur oder Ingenieur berechtigt sind und gemäß der E-Richtlinien in der Bundesrepublik Deutschland tätig werden können und,
— Juristische Personen, sofern deren satzungsgemäßem Geschäftszweck auf einschlägige Planungsleistungen ausgerichtet ist und ein bevollmächtigter Vertreter und der Verfasser der Planungsleistungen die an natürliche Personen gestellten Anforderungen erfüllt.
Im Falle der erfolgreichen Bewerbung dürfen nur die in der Bewerbung genannten Personen bzw. Arbeitsgemeinschaften an dem Wettbewerb teilnehmen.
ABSCHNITT IV: VERFAHREN
IV.1) ART DES WETTBEWERBS:
Nichtoffen.
Gewünschte Teilnehmerzahl: 20.
IV.2) NAMEN DER BEREITS AUSGEWÄHLTEN TEILNEHMER:
IV.3) KRITERIEN FÜR DIE BEWERTUNG DER PROJEKTE:
Alle zur Beurteilung zugelassenen Wettbewerbsarbeiten werden nach folgenden Gesichtspunkten beurteilt:
Gestaltung, Denkmalschutz, Konstruktion, Umwelteigenschaften, Wirtschaftlichkeit, Funktionalität. Die Listung der Kriterien stellt keine Rangfolge dar.
IV.4) VERWALTUNGSINFORMATIONEN
IV.4.1) Aktenzeichen beim öffentlichen Auftraggeber/beim Auftraggeber:
654.
IV.4.2) Bedingungen für den Erhalt von Verdingungs-/Ausschreibungs- und ergänzenden Unterlagen
Die Unterlagen sind kostenpflichtig: Nein.
IV.4.3) Schlusstermin für den Eingang der Projekte bzw. Anträge auf Teilnahme:
10.2.2010.
IV.4.4) Tag der Absendung der Aufforderungen zur Teilnahme an die ausgewählten Bewerber:
IV.4.5) Sprache(n), in der (denen) Projekte oder Anträge auf Teilnahme verfasst werden können:
Deutsch.
IV.5) PREISE UND PREISGERICHT
IV.5.1) Es werden Preise vergeben:
Ja.
Zahl und Wert der zu vergebenden Preise: Die Wettbewerbssumme (RPW 2008 § 7 Absatz 2) ist auf der Basis des § 34 HOAI (i.d. Fassung v. 11.8.2009) ermittelt. Für Preise stehen insgesamt 35 000 EUR (netto) zur Verfügung.
Vorgesehen ist folgende Aufteilung:
1. Preis 11 500 EUR;
2. Preis 9 000 EUR;
3. Preis 6 500 EUR;
2 Anerkennungen á 2 500 EUR.
IV.5.2) Angaben zu den Zahlungen an alle Teilnehmer:
IV.5.3) Folgeaufträge:
Nein.
IV.5.4) Die Entscheidung des Preisgerichts ist für den öffentlichen Auftraggeber/den Auftraggeber bindend:
Nein.
IV.5.5) Namen der ausgewählten Preisrichter:
ABSCHNITT VI: ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN
VI.1) WETTBEWERB IN VERBINDUNG MIT EINEM VORHABEN UND/ODER PROGRAMM, DAS AUS GEMEINSCHAFTSMITTELN FINANZIERT WIRD:
Ja.
Geben Sie an, um welche Vorhaben und/oder Programme es sich handelt Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE).
VI.2) SONSTIGE INFORMATIONEN:
VI.3) RECHTSBEHELFSVERFAHREN/NACHPRÜFUNGSVERFAHREN
VI.3.1) Zuständige Stelle für Nachprüfungsverfahren:
VI.3.2) Einlegung von Rechtsbehelfen:
VI.3.3) Stelle, bei der Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erhältlich sind:
VI.4) TAG DER ABSENDUNG DIESER BEKANNTMACHUNG:
5.1.2010.