| Aufgabe |
Das 1968 errichtete Hallenbad Stadtbad Nord-Ost soll ganzheitlich saniert werden. Entsprechend der Nutzungszeit weist das Gebäude in seiner Konstruktion und Technik altersbedingte Mängel auf, die trotz vorgenommener Unterhaltungsaufwendungen und teilweise durchgeführter Modernisierungen zu einem grundsätzlichen Sanierungsbedarf führen. Das für die Errichtungszeit typische Hallenbad verfügt über ein 12,50 m x 25 m Mehrzweckbecken mit fünf Bahnen und einer 3-m-Sprunganlage bei einer Wassertiefe von 3,50 m im Sprungbereich und 1,25 m auf der Nichtschwimmerseite. Weiterhin ist ein Lehrschwimmbecken mit 12,50 m x 9 m und einer Wassertiefe von 1,25 m vorhanden. Neben dem Umkleide- und Duschbereich ist eine Kleingastronomie, ein Fitnessraum, ein Judoraum und eine Betriebswohnung vorhanden. Die Gebäudekonstruktion besteht im wesentlichen aus Stahlbeton. Die Stahlbetonkonstruktion ist nach Bedarf zu sanieren. Die Waschbetonfassade weist ebenso wie die Elementfassade deutliche Schäden auf. Eine Sanierung bzw. ein Austausch sind vorgesehen. Die Dacheindeckung soll erneuert werden. In dem Schwimmbad sollen die Oberflächen, Wandbeläge, abgehängten Decken, Türen und die Umkleideanlage erneuert werden. Duschanlagen und Sanitärbereiche werden entkernt und erneuert. Das durch Bergbaueinwirkung nicht mehr horizontale Mehrzweckbecken soll hydraulisch gehoben und justiert werden. Die Konstruktion des vom übrigen Gebäude getrennten Beckens ist dafür bereits vorgesehen. Die Lüftungstechnik, Elektrotechnik, Beleuchtung und Sanitärtechnik wird erneuert. Die Warmwasserversorgung für die Duschen, die Außenentwässerung und die Außenbeleuchtung finden Wiederverwendung. Die Wärmeversorgungsanlage bleibt teilweise erhalten (eine von zwei Kesselanlagen), Wärmeverteilnetz und Heizflächen werden erneuert. Die Wasseraufbereitung wird bis auf Dosiertechnik und Filterbehälter erneuert. Die Kassenanlage wird erneuert. Im Gebäude sind Schadstoffe wie KMF, PCB, PCP etc. vorhanden. Diese werden im Zuge der Entkernung rückgebaut und fachgerecht entsorgt. Darüberhinaus wird der Grundriß optimiert, mit dem Ziel, Funktionsbereiche zusammenzuführen und Verkehrswege zu minimieren. Dazu ist ein teilweiser Rückbau der bestehenden Innenwände und die Erstellung neuer Innenwände erforderlich. Der Baubeginn (Rückbau) ist für August 2010 vorgesehen, die Baufertigstellung für August 2011 und die Freigabe der geprüften Bauabrechnungen für spätestens November 2011. Die Bau- und Baunebenkosten werden auf 4 500 000 EUR ohne Mehrwertsteuer geschätzt. Die Objektplanung setzt auf den Ermittlungen einer vorhandenen Machbarkeitsstudie auf, die einschließlich Anlagen und Schadstoffgutachten von den ausgewählten Bewerbern am 18.2.2010 eingesehen werden kann. Für die Verhandlungen ist die 8. KW 2010 vorgesehen, der Zuschlag soll am 1.4.2010 erfolgen und am 6.4.2010 soll mit der Ausführung begonnen werden. Die Beauftragung erfolgt abschnittsweise für die Leistungsphasen 3 und 4, für die Leistungsphasen 5 bis 8 und für die Leistungsphase 9. Das Vorhaben wird überwiegend aus Mitteln des Konjunkturpaketes II finanziert. Die Bestimmungen des Zukunftsinvestitionsgesetzes und des Investitionsförderungsgesetzes NRW sowie die zu diesen Gesetzen ergangenen Durchführungsbestimmungen des Bundes, des Landes NRW, der Bezirksregierung Düsseldorf und der Stadt Essen sind zu beachten, ebenso die Bestimmungen des Fördermittelbescheides der Bezirksregierung Düsseldorf.
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