Bekanntmachung der Wettbewerbsergebnisse
Dieser Wettbewerb fällt unter Richtlinie 2004/18/EG
Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber / Auftraggeber
I.1) Name, Adressen und Kontaktstelle(n)
Städtisches Klinikum Lüneburg gemeinnützige GmbH
Bögelstraße 1
Zu Händen von: Herrn Behrends
21339 Lüneburg
DEUTSCHLAND
Telefon: +49 413177-2995
E-Mail: Christoph.Behrends@klinikum-lueneburg.de
Fax: +49 413177-3290
Internet-Adresse(n)
http://www.klinikum-lueneburg.de
I.2) Art des öffentlichen Auftraggebers
Sonstige: gemeinnützige GmbH
I.3) Haupttätigkeit(en)
Gesundheit
1.4) Auftragsvergabe im Auftrag anderer öffentlicher Auftraggeber /
anderer Auftraggeber
Der öffentliche Auftraggeber / Auftraggeber beschafft im Auftrag anderer
öffentlicher Auftraggeber / anderer Auftraggeber: nein
Abschnitt II: Gegenstand des Wettbewerbs / Beschreibung des Projekts
II.1) Beschreibung
II.1.1) Bezeichnung des Wettbewerbs/Projekts durch den öffentlichen
Auftraggeber / den Auftraggeber:
Nicht offener, hochbaulicher Wettbewerb mit Masterplan als Ideenteil
"Einrichtung eines zentralen,interdisziplinären Notfall- und
Aufnahmebereichs, Ergänzung und Neustrukturierung des
Intensivpflegebereichs,Strukturverbesserungen von Leistungsbereichen" im
städtebaulichen Kontext des Standorts.
II.1.2) Kurze Beschreibung:
Das Städtische Klinikum Lüneburg (SKL) ist ein Krankenhaus der
Schwerpunktversorgung mit 472 Planbetten.Es verfügt über 11
Hauptabteilungen – Allgemein- und Visceralchirurgie, Unfallchirurgie,
Urologie, Gynäkologie,Innere Medizin, Kardiologie, Neurologie,
Strahlentherapie, Radiologie, Pathologie, Anaesthesiologie –sowie über
Belegabteilungen für Hals-Nasen-Ohren Heilkunde, Mund-Kiefer-Chirurgie,
Nuklearmedizin,Hautkrankheiten und Augenheilkunde.
Das Medizinkonzept des Klinikums ist durch einen hohen Grad an
Interdisziplinarität und Interprofessionalitätgekennzeichnet.
Charakteristisch für das Klinikum ist die für ein Krankenhaus der
Schwerpunktversorgunghohe Anzahl von zertifizierten, fachübergreifend
organisierten medizinischen Zentren. Im Darmkrebszentrumwerden durch die
Gastroenterologen und Visceralchirurgen mit modernster Technik Tumore des
Magen-DarmTraktes diagnostiziert und anschließend – wenn möglich
minimalinvasiv – entfernt. Im Brustkrebszentrumund im gynäkologischen
Krebszentrum bilden die Gynäkologen, Chirurgen und die Strahlentherapeuten
eininterdisziplinäres Behandlungsteam. Sowohl das Darmkrebszentrum als
auch das Brustkrebszentrum unddas für ein Krankenhaus dieser Größe
einzigartige gynäkologische Krebszentrum sind von der
DeutschenKrebsgesellschaft zertifiziert. Die Gründung eines
Prostatakrebszentrums ist in Vorbereitung.
In allen Zentren arbeiten Chirurgen, Urologen, Gynäkologen, Internisten,
Pathologen, Radiologen undStrahlentherapeuten eng zusammen und besprechen
in wöchentlich stattfindenden Tumorkonferenzen dieoptimale
Behandlungsstrategie für die Patienten. Darüber hinaus befindet sich auf
dem Gelände des SKL einegroße hämatologisch-onkologische
Gemeinschaftspraxis, die ebenfalls Mitglied dieser Tumorzentren ist.
DieOnkologen und andere zuweisende niedergelassene Ärzte nehmen regelmäßig
an den Tumorkonferenzen teil,um eine optimale Verzahnung zwischen
stationärer und ambulanter Therapie zu erreichen.
Neben den onkologischen Zentren verfügt das SKL über eine überregionale
Stroke Unit sowie einüberregionales Traumazentrum. Mit der kürzlich
eröffneten Station für Geriatrie (derzeit 7 Betten) ist ein
weitererMeilenstein in der interdisziplinären Zusammenarbeit
unterschiedlicher Fachrichtungen erreicht worden.Langfristig soll die
Geriatrie weiter ausgebaut werden, da die Altersmedizin einen großen
Stellenwert in der älterwerdenden Gesellschaft haben wird.
Die Kardiologie des Klinikums schließlich bildet den Nucleus des
Kompetenznetzwerkes Herz/Lunge, das inLüneburg und Umgebung die Kliniker
und die niedergelassenen Ärzte verbindet. Die Kardiologie verfügt über 2
Linksherz-Kathetermessplätze, an denen sowohl Erkrankungen der
Herzkranzgefäße als auch Herz-Rhytmus-Störungen behandelt werden.
Die medizinischen Schwerpunkte des Klinikums sollen zukünftig weiter
ausgebaut werden. So wird zukünftigdurch eine engere Verzahnung zwischen
der Neurologie und der Unfallchirurgie/Orthopädie die Behandlungder
degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen einen neuen Behandlungsschwerpunkt
darstellen. Die im Hauseverfügbare Abteilung für Physiotherapie wird
Bestandteil eines solchen Kompetenzzentrums sein. Dieser imGrenzgebiet
zwischen Chirurgie und Neurochirurgie liegende Behandlungsschwerpunkt
bildet eine sinnvolleErgänzung zur Geriatrie. Darüber hinaus hat das
Klinikum einen Antrag auf die Aufnahme einer Klinik fürPsychosomatik in
den Krankenhausplan gestellt, die in enger Zusammenarbeit mit der
Psychiatrischen KlinikLüneburgs neu etabliert werden soll.
Das Städtische Klinikum Lüneburg hat sich seit seiner Eröffnung im Jahr
1900 additiv entwickelt und mit seinenFachdisziplinen den jeweiligen
Anforderungen der Zeit angepasst. Der baulich-räumliche Zustand des
Klinikumsentspricht jedoch teilweise nicht mehr den aktuellen
betrieblichen Notwendigkeiten und Entwicklungstendenzen.Insbesondere zeigt
sich, dass die Integration der Klinik für Neurologie in das Städtische
Klinikum zu räumlichenKapazitätsengpässen geführt hat. Um die Prozesse im
Klinikum effektiver gestalten zu können, ist einegrundsätzliche
Neustrukturierung einzelner Klinikbereiche erforderlich. Gleichzeitig ist
ein erheblicher baulicherErweiterungs- und Modernisierungsbedarf
festzustellen; dieses beinhaltet auch den Ersatz durch Neubautenvon nicht
sanierungswürdiger oder für Krankenhauzwecke nicht mehr geeigneter
Altbausubstanz.
Der Realisierungsteil des Wettbewerbes beinhaltet nach derzeitigem Stand
einen ersten Bauabschnitt mitinsbesondere:
— dem zusammenhängenden (benachbarten) Bau einer
internistisch-neurologischen (konservativen) Notfall-Untersuchungs- und
Behandlungseinheit,
— einer zentralen, interdisziplinären Aufnahmeeinheit für stationäre,
geplante Patienten sowie einerinterdisziplinären Aufnahmepflege.
Der Betrieb dieser neu zu schaffenden Einheiten soll in Verbindung mit dem
vorhandenen Bereich deroperativen Not-/Unfallbehandlungsstelle
funktionieren, um eine interdisziplinäre Notaufnahme mit
hohenSynergiepotenzialen zu bilden:
— Zentralisierung der Neurologischen Funktionsdiagnostik,
— Flächenergänzung der stationären OP-Abteilung mit Nebenräumen zur
Optimierung der Abläufe(Wechselzeiten),
— Flächenergänzung der Zentralsterilisation und Optimierung der
Materialwege zur OP-Abteilung,
— Schaffung von 12 zusätzlichen Betten für IMC und Stroke-Unit, in
Zusammenhang mit einer künftigenbaulichen Neuordnung der gesamten
Intensivmedizin (ggf. im Ideenteil – siehe unten),
— Ersatz für Raumgruppen aus der Altbausubstanz zur Vorbereitung weiterer
Bauabschnitte.
Für den förderfähigen Anteil des ersten Bauabschnitts wurden vom
Sozialministerium des LandesNiedersachsen 14 000 000 EUR (brutto, inkl.
kurzfristiger Anlagegüter) KHG-Fördermittel in Aussicht gestellt;diese
Summe ist nach heutigem Kenntnisstand nicht erweiterbar. Der Umfang der in
den Entwurfsplanungen fürden ersten Bauabschnitt vorgesehenen baulichen
Maßnahmen muss sich deshalb zwingend an dieser Summeorientieren, da
Finanzierungszusagen für weitere Bauabschnitte nicht gesichert sind. Die
Reihenfolge der obengenannten, für die Weiterentwicklung des Klinikums
erforderlichen Maßnahmen ist dabei als Wertung bezüglichihrer Relevanz zu
betrachten.
Im Ideenteil des Wettbewerbs soll ein Masterplan für die mittel- bis
langfristige bauliche Entwicklung desKlinikums konzipiert werden, die sich
in das städtebauliche Umfeld einfügt und dieses positiv
weiterentwickelt.Diese Konzeption beinhaltet die schrittweise Ablösung von
nicht funktionalen Betriebseinheiten in Altbauten (z.B. Pflegestationen B3
und B4), eine Neuordnung der internen und externen Wegebeziehungen und
dieErfüllung des Gesamtflächenbedarfs.
Als Basis für die Planungskonzeptionen wurde eine Bedarfsermittlung für
die bauliche Weiterentwicklungmit einem Funktions- und Raumprogramm
erstellt. Die für die Zielplanung ermittelte rechnerische
Gesamt-Fehlfläche im Klinikum beträgt rund 2 170 m² Nutzfläche. Diese
erhöht sich um den Ersatzbedarf für abgängigeBauteile in Abhängigkeit von
der Planungslösung sowie um die Fläche für perspektivisch angedachte
neueAbteilungen (Psychosomatik und Neurochirurgie). Des Weiteren muss in
der baulichen Zielplanung derzusätzliche Flächenbedarf von 500-600 m²
Nutzfläche für die Vermietung an krankenhausergänzendeEinrichtungen, hier
gewünscht: Radiologische Praxis, KV-Notfallpraxis (Erwachsene und Kinder)
und öffentlicheApotheke (Verkaufsstelle) berücksichtigt werden.
Die Ausloberin erwartet ein in Bauabschnitten umsetzbares Gesamtkonzept,
das eine modulare, additiveWeiterentwicklung des Klinikums ermöglicht. Die
Entwurfsvorschläge sollen spezifische, ortsabhängigeRahmenbedingungen
ebenso wie allgemeine Anforderungen an den modernen
Krankenhausbetriebbestmöglich berücksichtigen und gleichzeitig flexibel
auf eine in Zukunft mögliche Änderung derNachfragesituation reagieren
können. Während der Baumaßnahmen ist der laufende Betrieb zu
gewährleisten.
Die Architektenkammer Niedersachsen hat Kenntnis von dem Inhalt der
Bekanntgabe sowie der Artdes Verfahrens und der Wettbewerbssumme erhalten
und bei diesen Punkten beratend mitgewirkt. DasVerfahren wird bei der
Architektenkammer registriert. Die Bekanntgabe sowie die Inhalte des
Verfahrens sindabgestimmt bzw. sind in Abstimmung mit der Leitung der
Beratungs- und Prüfstelle Krankenhausbau bei derOberfinanzdirektion
Niedersachsen.
II.1.3) Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
71221000
Abschnitt IV: Verfahren
IV.1) Verwaltungsangaben
IV.1.2) Frühere Bekanntmachung(en) desselben Wettbewerbs
Bekanntmachungsnummer im ABl: 2010/S 243-371697 vom 15.12.2010
Abschnitt V: Wettbewerbsergebnisse
Bezeichnung 1. Preis
V.1) Zuschlag und Preise
V.1.1) Anzahl der Teilnehmer:
15
V.1.3) Namen und Adressen der Gewinner des Wettbewerbs
sander.hofrichter architekten
Kapellengasse 11
67071 Ludwigshafen
DEUTSCHLAND
Telefon: +49 62158632-0
V.1.4) Höhe der Preise
Höhe der vergebenen Preise ohne MwSt: 18 000,00 EUR
Bezeichnung 2. Preis.
V.1) Zuschlag und Preise
V.1.1) Anzahl der Teilnehmer:
15
V.1.3) Namen und Adressen der Gewinner des Wettbewerbs
RDS Partner
Schleusenstraße 5
45525 Hattingen
DEUTSCHLAND
Telefon: +49 23249200-0
V.1.4) Höhe der Preise
Höhe der vergebenen Preise ohne MwSt: 12 000,00 EUR
Bezeichnung 4. Preis.
V.1) Zuschlag und Preise
V.1.1) Anzahl der Teilnehmer:
15
V.1.3) Namen und Adressen der Gewinner des Wettbewerbs
woernerundpartner GmbH
Hanauer Landstraße 194
60314 Frankfurt am Main
DEUTSCHLAND
Telefon: +49 699591000
V.1.4) Höhe der Preise
Höhe der vergebenen Preise ohne MwSt: 6 500,00 EUR
Bezeichnung 4. Preis.
V.1) Zuschlag und Preise
V.1.1) Anzahl der Teilnehmer:
15
V.1.3) Namen und Adressen der Gewinner des Wettbewerbs
Nickl & Partner Architekten AG
Lindberghstr. 19
80939 München
DEUTSCHLAND
Telefon: +49 893605140
V.1.4) Höhe der Preise
Höhe der vergebenen Preise ohne MwSt: 6 500,00 EUR
Bezeichnung Anerkennung.
V.1) Zuschlag und Preise
V.1.3) Namen und Adressen der Gewinner des Wettbewerbs
Gerlach | Schneider+Partner mit Angelis & Partner
Am Speicher XI/6
28217 Bremen
DEUTSCHLAND
Telefon: +49 421203640
V.1.4) Höhe der Preise
Höhe der vergebenen Preise ohne MwSt: 6 000,00 EUR
Bezeichnung Anerkennung.
V.1) Zuschlag und Preise
V.1.1) Anzahl der Teilnehmer:
15
V.1.3) Namen und Adressen der Gewinner des Wettbewerbs
Architektengruppe Schweitzer + Partner
Kurt-Schumacher-Str. 21
38102 Braunschweig
DEUTSCHLAND
Telefon: +49 53170010
V.1.4) Höhe der Preise
Höhe der vergebenen Preise ohne MwSt: 6 000,00 EUR
Abschnitt VI: Weitere Angaben
VI.1) Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Wettbewerb steht in Verbindung mit einem Vorhaben oder Programm, das
aus Mitteln der Europäischen Union finanziert wird: nein
VI.3) Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.3.1) Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Vergabekammer Niedersachsen beim Niedersächsischen Ministerium für
Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Regierungsvertretung Lüneburg
Auf der Hude 2
21339 Lüneburg
DEUTSCHLAND
VI.4) Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
19.10.2011
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| Ausschreibung veröffentlicht | 21.10.2011 | ||
| Ergebnis veröffentlicht | 21.10.2011 | ||
| Zuletzt aktualisiert | 19.04.2013 | ||
| Wettbewerbs-ID | 3-57540 | ||
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