Bekanntmachung vergebener Aufträge
Dienstleistungen
Richtlinie 2004/18/EG
Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber
I.1) Name, Adressen und Kontaktstelle(n)
Vergabe- und Beschaffungszentrum der Stadt Dortmund
Königswall 14
44122 Dortmund
DEUTSCHLAND
E-Mail: vergabezentrum@stadtdo.de
Fax: +49 2315022166
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse des öffentlichen Auftraggebers: www.dortmund.de
I.2) Art des öffentlichen Auftraggebers
Regional- oder Lokalbehörde
I.3) Haupttätigkeit(en)
Allgemeine öffentliche Verwaltung
I.4) Auftragsvergabe im Auftrag anderer öffentlicher Auftraggeber
Der öffentliche Auftraggeber beschafft im Auftrag anderer öffentlicher
Auftraggeber: nein
Abschnitt II: Auftragsgegenstand
II.1) Beschreibung
II.1.1) Bezeichnung des Auftrags
Ingenieurleistungen für die Technische Gebäudeausrüstung für den Neubau
des „DFB Fußballmuseums in Dortmund“.
II.1.2) Art des Auftrags und Ort der Ausführung, Lieferung bzw.
Dienstleistung
Dienstleistungen
Dienstleistungskategorie Nr 12: Architektur, technische Beratung und
Planung, integrierte technische Leistungen, Stadt- und Landschaftsplanung,
zugehörige wissenschaftliche und technische Beratung, technische Versuche
und Analysen
Hauptort der Ausführung, Lieferung oder Dienstleistungserbringung:
Dortmund.
NUTS-Code DEA52
II.1.4) Kurze Beschreibung des Auftrags oder Beschaffungsvorhabens
Es ist beabsichtigt, auf einem ca. 6 000 qm großen Grundstück am
Königswall in Dortmund das Projekt „DFB Fußballmuseum“ zu realisieren. Das
DFB Fußballmuseum in Dortmund soll dem Fußballsport in Deutschland in
seiner historischen und aktuellen Dimension einen dauerhaften öffentlichen
Raum geben. Es soll der Ort des deutschen Fußballs werden. Das Museum soll
die vielfältigen sportlichen, politischen, kulturellen, sozialen und
ökonomischen Aspekte sowie Bedeutungen und Botschaften des Fußballs
veranschaulichen, ebenso wie die damit verbundenen Emotionen
widerspiegeln; die Faszination, Spannung und Unterhaltung, die das Spiel
zu vermitteln weiß. Das Museum ist ausdrücklich besucherorientiert und
strebt eine hohe Erlebnisqualität und Attraktivität an. Es soll
informieren, zum Nachdenken anregen, überraschen, berühren, begeistern -
mit einem Wort: unterhalten. Dazu wird es sich modernster
Ausstellungskonzepte und -medien bedienen. Gleichzeitig soll das Museum zu
einem lebendigen Forum der Begegnung und Diskussion für alle Mitglieder
der Fußballfamilie, für Fans und Vereine, Freunde und Förderer ebenso wie
für Partner und Sponsoren werden. Dafür soll das Haus in einem separaten
Eventbereich Möglichkeiten für Veranstaltungen wie Galen und Empfänge,
Preisverleihungen und Pressekonferenzen, Lesungen und TV-Produktionen
bieten. Abgerundet wird das Angebot durch ein Museumsrestaurant sowie
einen Museumsshop, eine Außengastronomie soll ebenfalls angegliedert sein.
Aktivitäten rund um das Gebäude, die den öffentlichen Raum temporär mit
einbeziehen sind Teil des Museumskonzeptes.
Auf dem ca. 6 000 qm großen Grundstück ist innerhalb des Museums eine
Nutzfläche von ca. 4 800 qm vorgesehen. Das Museum gliedert sich in
folgende Bereiche: Foyer, Museumsshop, Gastronomie,
Ausstellungsräume, Veranstaltungsbereich, Administration und
Facility-Management. Die Ausstellungsflächen gliedern sich in eine
Dauerausstellung als Ausstellungsrundgang, eine Wechselausstellungsfläche
sowie eine Multifunktionsarena mit flexibler Nutzung für
unterschiedlichste Veranstaltungsformate. Für die Realisierung des Museums
ist eine Kostenobergrenze von netto ca. 14 000 000 EUR (Kostengruppen 300
+ 400, ohne Ausstellungseinrichtungen) festgelegt.
Das Museum soll im Rahmen eines ökologischen und ökonomischen
Gesamtkonzeptes errichtet werden. Dies erfordert einen integralen
Planungsansatz und eine enge Abstimmung zwischen Architektur und
Gebäudetechnik. Das Gebäude soll hohe Aufenthaltsqualität bei günstigen
Herstellungskosten und niedrigen Betriebs- und Unterhaltskosten aufweisen.
Bei der Planung des Objektes und insbesondere der Gebäudehülle sind die
Aspekte hinsichtlich Witterungs- und Wärmeschutz, Tageslichtnutzung,
Belüftung, Schallschutz, Sonnen- und Blendschutz, Brandschutz und
Fassadenreinigung entsprechend zu würdigen. Der Auftraggeber geht davon
aus, dass die Anforderungen hinsichtlich Nachhaltigkeit und
Energieeffizienz nach den Vorstellungen der deutschen Gesellschaft für
Nachhaltiges Bauen und des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und
Stadtentwicklung Berücksichtigung finden. Zur Minimierung des
Energiebedarfs sind insbesondere folgende Ansatzpunkte von Bedeutung:
— bautechnische Möglichkeiten ausschöpfen (wie z.B. kompakte Bauweise),
— Optimierung der Verglasung,
— Sonnenschutz und Speicherwirkung der Konstruktionen,
— Möglichkeiten der natürlichen Belüftung nutzen,
— Tageslichtnutzung,
— Energieeffizientes und wirtschaftliches Haustechnikkonzept,
— Stabilität von Temperatur und Luftqualität in den Ausstellungsräumen,
— Optimale Nutzung der thermischen und elektrischen Energie,
— Integration von Solarmodulen auf dem Dach oder an der Westseite des
Gebäudes,
— Temperierung nicht nur über Raumluft sondern auch über
Bauteilaktivierung.
Den Komfortansprüchen des Publikums Rechnung tragend, ist von einer
Vollklimatisierung der Ausstellungs- und Veranstaltungsbereiche
auszugehen. Grundsätzlich sollen raumklimatisch gewünschte Bedingungen
vorzugsweise durch Strahlung und weniger durch Konvektion erreicht werden.
In den Ausstellungsräumen wird keine Raumkonditionierung aus
konservatorischen Gründen gefordert. Die Realisierung des Museums wird
durch die Stiftung DFB-Fußballmuseum gGmbH durchgeführt. Sie wird
alleiniger Vertragspartner bei der Beauftragung werden.
Folgende Leistungen sollen auf Grundlage der HOAI beauftragt werden:
Los 1: Technische Gebäudeausrüstung gemäß § 53 HOAI – GWA-Anlagen,
Wärmeversorgungsanlagen, Lufttechnische Anlagen, nutzungsspezifische
Anlagen und Gebäudeautomation (Anlagengruppen 1, 2, 3, 7 und 8) –
Leistungen: Leistungsphasen 1 bis 9.
Los 2: Technische Gebäudeausrüstung gemäß § 53 HOAI – Starkstromanlagen,
Fernmelde- und IT-Anlagen, Fördertechnik (Anlagengruppe 4, 5 und 6) –
Leistungen: Leistungsphasen 1 bis 9.
II.1.5) Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
71320000
II.1.6) Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen (GPA): ja
Abschnitt IV: Verfahren
IV.1) Verfahrensart
IV.1.1) Verfahrensart
Verhandlungsverfahren mit einem Aufruf zum Wettbewerb
IV.2) Zuschlagskriterien
IV.2.1) Zuschlagskriterien
das wirtschaftlich günstigste Angebot in Bezug auf
1. Darstellung der Sicherstellung der Umsetzung der
Wirtschaftlichkeitsziele des AG durch eine auf die konkrete
Aufgabenstellung ausgerichtete Projektorganisation und Personaldisposition
für die Projektlaufzeit mit Angabe der örtlichen Präsenz. Gewichtung 20
2. Darstellung der Sicherstellung der Umsetzung der
Wirtschaftlichkeitsziele des AG durch ein auf die konkrete
Aufgabenstellung ausgerichtetes Kostenmanagement zur Sicherung der
Einhaltung der Kostenobergrenze. Gewichtung 15
3. Darstellung der Sicherstellung der Umsetzung der
Wirtschaftlichkeitsziele des AG durch ein auf die konkrete
Aufgabenstellung ausgerichtetes Terminmanagement zur Absicherung eines
störungsfreien und planmäßigen Projektablaufes und Inbetriebnahmetermines.
Gewichtung 10
4. Darstellung der Sicherstellung der Umsetzung der
Wirtschaftlichkeitsziele des AG durch eine auf die konkrete
Aufgabenstellung ausgerichtete Methodik zur Umsetzung der Qualitäts- und
Quantitätsanforderungen einschließlich der wirtschaftlichen Optimierung
der Technischen Gebäudeausrüstung und des internen Qualitätsmanagements.
Gewichtung 25
5. Grundleistungen, Besondere Leistungen, Nebenkosten. Gewichtung 25
6. Honorare Stundensätze. Gewichtung 5
IV.2.2) Angaben zur elektronischen Auktion
Eine elektronische Auktion wurde durchgeführt: nein
IV.3) Verwaltungsangaben
IV.3.1) Aktenzeichen beim öffentlichen Auftraggeber
190202 - 0008 075/11
IV.3.2) Frühere Bekanntmachung(en) desselben Auftrags
nein
Abschnitt V: Auftragsvergabe
Los-Nr: 1 - Bezeichnung: Los 1 TGA.
V.1) Tag der Zuschlagsentscheidung:
4.10.2011
V.2) Angaben zu den Angeboten
Anzahl der eingegangenen Angebote: 6
V.3) Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, zu dessen Gunsten der
Zuschlag erteilt wurde
Winter beratende Ingenieure
Vagedestraße 19
40479 Düsseldorf
DEUTSCHLAND
V.5) Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen
Es können Unteraufträge vergeben werden: ja
Wert oder Anteil des Auftrags, der an Dritte vergeben werden soll:
unbekannt
Los-Nr: 2 - Bezeichnung: Los 2 TGA.
V.1) Tag der Zuschlagsentscheidung:
4.10.2011
V.2) Angaben zu den Angeboten
Anzahl der eingegangenen Angebote: 6
V.3) Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, zu dessen Gunsten der
Zuschlag erteilt wurde
Winter beratende Ingenieure
Vagedestraße 19
40479 Düsseldorf
DEUTSCHLAND
V.5) Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen
Es können Unteraufträge vergeben werden: ja
Wert oder Anteil des Auftrags, der an Dritte vergeben werden soll:
unbekannt
Abschnitt VI: Weitere Angaben
VI.2) Zusätzliche Angaben:
Das Vergabe- und Beschaffungszentrum der Stadt Dortmund beschafft im
Auftrag der Stiftung DFB Fußballmuseum gGmbH. Der Auftraggeber ist an die
Bestimmungen des Runderlasses des Innenministeriums Nordrhein-Westfalen
"Verhütung und Bekämpfung von Korruption in der öffentlichen Verwaltung"
vom 26.4.2005 -IR 12.02.2006- Nr. 3.1 und 3.3 gebunden.
VI.3) Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.3.1) Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Bezirksregierung Arnsberg
Seibertzstr. 1
59821 Arnsberg
DEUTSCHLAND
E-Mail: vergabekammer@bezreg-arnsberg.nrw.de
Telefon: +49 2931820
Internet-Adresse: www.bezreg-arnsberg.de
Fax: +49 2931824770
VI.3.2) Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen: Ein
Nachprüfungsantrag ist unzulässig, soweit mehr als 15 Kalendertage nach
Eingang einer Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu
wollen, vergangen sind (§ 107 Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 GWB). Ein
Nachprüfungsantrag ist zudem unzulässig, wenn der Antrag erst nach
Zuschlagserteilung zugestellt wird (§ 114 GWB). Die Zuschlagserteilung ist
möglich zehn Kalendertage nach Absendung der Information über die
Vergabeentscheidung per Fax oder E-Mail und 15 Kalendertage nach Absendung
der Information über die Vergabeentscheidung per Post, wobei die Frist
jeweils unabhängig vom Zugang der Information beim betroffenen Bewerber
oder Bieter am Tag nach Absendung der Information beginnt (§ 101a GWB).
Die Zulässigkeit eines Nachprüfungsverfahrens setzt ferner voraus, dass
erkannte Vergabeverstöße innerhalb von 7 Kalendertagen nach Kenntnis
gegenüber dem Auftraggeber gerügt wurden (§ 107 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 GWB).
Vergabeverstöße, die bereits aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind,
müssen spätestens bis Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur
Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden (§ 107 Abs. 3 Satz 1
Nr. 2 GWB). Vergabeverstöße, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar
sind, müssen spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten
Frist zur Bewerbung oder bis zum Ablauf der in den Vergabeunterlagen
benannten Frist zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt
werden (§ 107 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 GWB).".
VI.3.3) Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen
erteilt
siehe
VI.3.1)
VI.4) Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
30.11.2011
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| Ausschreibung veröffentlicht | 25.04.2011 | ||
| Ergebnis veröffentlicht | 05.12.2011 | ||
| Zuletzt aktualisiert | 05.12.2011 | ||
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