| Bewerbungsschluss |
30.09.2011, 12:00
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| Verfahren | Sonstiges Vergabeverfahren |
| Berufsgruppen |
Investoren, Bauunternehmer, Architekten, Bauingenieure Gewünschte Teilnehmerzahl: 5 |
| Gebäudetyp | Parkhäuser, Tiefgaragen, Parkierungssysteme, Parkplätze |
| Art der Leistung | Bauleistung / Objektplanung Gebäude / Betrieb |
| Sprache | Deutsch |
| Auslober/Bauherr |
Freie und Hansestadt Hamburg, Hamburg (DE) |
| Betreuer | Taylor Wessing, Hamburg (DE) |
| Aufgabe |
Gegenstand der Ausschreibung ist die Planung, der Bau und der Betrieb von drei Tiefgaragen am Adolphsplatz, Hopfenmarkt und Burchardplatz in der Hamburger Innenstadt. Es ist die Vergabe von drei öffentlichen Baukonzessionen gem. § 99 Abs. 6 GWB vorgesehen. Die Bieter sollen eine oder mehrere der ausgeschriebenen Tiefgaragen planen, bauen und langfristig (75 Jahre) betreiben bzw. durch einen Betreiber langfristig betreiben lassen und so die Planungs- und Baukosten sowie die Kosten für die Nutzung des öffentlichen Bodens refinanzieren (lassen). Das Eigentum an den bebauten Grundstücken geht nicht auf den Bieter über sondern verbleibt bei der Freien und Hansestadt Hamburg. Betroffen von den Baumaßnahmen und der Nutzung der Tiefgaragen ist örtlich ausschließlich öffentlicher Raum. Für die Nutzung des öffentlichen Grundes sind jeweils Verträge nach § 19 Abs. 5 Hamburgisches Wegegesetz (HWG) abzuschließen und entsprechende Sondernutzungsentgelte zu zahlen, deren Höhe abweichend von den Vorgaben der Globalrichtlinie "Sondernutzung" aufgrund des besten Gebots im geplanten Vergabeverfahren zu ermitteln sind. Eine Vergütung für den Bau und/oder den Betrieb der jeweiligen Tiefgarage durch den Auftraggeber erfolgt nicht.
Es gibt keine Erkenntnisse über Altlasten auf den betroffenen Gebieten unter dem Adolphsplatz und dem Hopfenmarkt. Auf dem Buchardplatz gab es eine Tankstelle. Sie wurde 1932 in Betrieb genommen und war mindestens 30 Jahre lang in Betrieb. Kriegseinwirkungen beschädigten das Tankwärterhaus, möglicherweise auch tanktechnische Einrichtungen. Über die Existenz daraus resultierender Altlasten ist der Auftraggeberin nichts bekannt. Es wird keine Haftung für Untergrundverhältnisse oder die Bebaubarkeit der Vertragsfläche sowie aller daraus resultierenden öffentlich-rechtlichen Pflichten übernommen. Die Bieter können sich vor Angebotsabgabe selbst ein Bild über die Untergrundverhältnisse verschaffen. Gegebenenfalls wird eine Untersuchung auf Kampfmittel aus dem 2. Weltkrieg nach Abriss des Bodenbelags erforderlich. Die Kosten für die Untersuchung und eine etwaige Beseitigung gefundener Kampfmittel sind vom Bieter zu tragen. Ebenfalls ist der erforderliche Zeitaufwand zu berücksichtigen. Bei allen Tiefgaragen ist damit zu rechnen, dass archäologische Grabungen auf Kosten des Bieters durchgeführt werden müssen. Für jede der Tiefgaragen ist vom Archäologischen Museum Hamburg (Landesarchäologie) eine Schätzung der voraussichtlichen Grabungskosten vorgenommen worden. Diese betragen für den Burchardplatz 370 000 EUR bei einer Grabungszeit von bis zu 9 Monaten, für den Hopfenmarkt 2 000 000 EUR mit einer Grabungszeit von bis zu 24 Monaten und für den Adolphsplatz 400 000 EUR mit einer Grabungszeit von bis zu 9 Monaten. Diese Kosten stellen die vom Bieter höchstens zu tragenden Kosten dar, eventuell darüberhinaus entstehende Kosten übernimmt die Freie und Hansestadt Hamburg. Die Flächen oberhalb der Tiefgaragen sind als öffentlich zugängliche Platzflächen herzurichten. Für den Buchardplatz und den Hopfenmarkt ist durch den Bieter nach Zuschlagserteilung ein Ideenfindungsverfahren durchzuführen. Die Gestaltung des Adolphsplatzes ist gemäß der abgestimmten Planung der Landschaftsarchitekten Schoppe, die den Bietern mit den Ausschreibungsunterlagen überreicht wird, auszuführen. Der Burchardplatz ist ein rechteckig geschnittener Platz mit von den Gebäudekanten gemessener Länge von ca. 90 Metern in nordsüdlicher Richtung und ca. 57 Metern in ostwestlicher Richtung mit einer Gesamtfläche von ungefähr 5 000 qm. Näheres ergibt sich aus den Ausschreibungsunterlagen. Das für die Tiefgarage vorgegebene Gebiet liegt unterhalb des neu zu gestaltenden Burchardplatzes und schließt den oberirdischen Raum für Ein- bzw. Ausgang/Aufzug zur Tiefgarage ein. Die Tiefgarage soll insgesamt rund 230 Stellplätze erhalten. Es sollen vorrangig Kurzparker bedient werden. Dauerparkplätze sollen deshalb nur für eine Belegung von maximal 35 % der Parkflächen ermöglicht werden. Die Längsausdehnung des Adolphsplatzes (entlang der Front der Handelskammer) beträgt 118 m, die Tiefe des Platzes maximal 33 m. Seine Fläche beträgt etwa 4 200 qm. Zur Errichtung der Tiefgarage am Adolphsplatz stehen unterirdisch wegen der Querung der U-Bahn aber nur Teilflächen dieser Grundfläche zur Verfügung. Näheres ergibt sich aus den Ausschreibungsunterlagen. Der Adolphsplatz soll künftig Teil eines verkehrsberuhigten Geschäftsbereiches werden. Dafür wird ein Großteil der vorhandenen oberirdischen Stellplätze entfallen. Die Gestaltung des Platzes darf nicht durch Rampen gestört werden, so dass für diesen Platz nur eine vollautomatische Tiefgarage in Betracht kommt. Es soll Platz für 60 bis 80 Autos entstehen. Auf der Oberfläche sollen 15 Parkplätze geschaffen werden, die aber nicht vom Bieter zu betreiben sind. Es sollen vorrangig Kurzparker bedient werden. Dauerparkplätze sollten deshalb nur maximal 35 % der Parkplätze betreffen. Der Hopfenmarkt hat eine Ost-West-Ausdehnung von 100 m, in Nord-Süd-Richtung ist er zwischen 50 m und 25 m breit, mit einer Gesamtfläche von ca. 4 300 qm. Unterbaut werden könnte voraussichtlich eine Fläche von ca. 2 700 qm. Näheres ergibt sich aus den Ausschreibungsunterlagen. Es sollen Parkplätze für rund 280 PKW entstehen. Dies erfordert voraussichtlich 3 Geschosse. Es sollen vorrangig Kurzparker (65 %) bedient werden. Die Tiefgarage soll über eine Zu- und Ausfahrt auf dem Hopfenmarkt erschlossen werden können. Fußgänger sollen die Möglichkeit haben, sie auf dem Platz über Treppen zu erreichen. Grundsätzlich ist der Bieter im Rahmen der Ausschreibungsbedingungen in seinen Planungen für die Entwicklung einer oder mehrerer Tiefgaragen und die konkrete Bebauung frei. Der Auftraggeber wünscht, dass der Bewerber eigene Ideen einbringt. Für die Nutzung und Gestaltung der Oberflächen der Tiefgarage Adolphsplatz ist das Gestaltungskonzept BID Nikolai-Quartier zu berücksichtigen. Ansonsten muss die Planung genehmigungsfähig sein und mit der Auftraggeberin sowie ggflls. anderen in den Ausschreibungsunterlagen angegebenen Hamburger Behörden abgestimmt werden. |
| Leistungsumfang | Es wird die Planung, der Bau und der Betrieb von insgesamt 3 Tiefgaragen im Rahmen von 3 Baukonzessionen ausgeschrieben. Die Leistung wird in 3 Lose unterteilt, wobei jede Tiefgarage ein eigenes Los bildet. Die Tiefgarage am Adolphsplatz erhält das Los 1, die Tiefgarage am Hopfenmarkt das Los 2 und die Tiefgarage am Burchardplatz das Los 3. Die Bieter können sich für 1, 2 oder alle Lose bewerben. |
| Projektadresse | DE-20095 Hamburg |
| TED Dokumenten-Nr. | 252487-2011 |
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| Ausschreibung veröffentlicht | 10.08.2011 | ||
| Zuletzt aktualisiert | 24.02.2012 | ||
| Wettbewerbs-ID | 81148 | Status | Kostenpflichtig |
| Seitenaufrufe | 298 | ||
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