Teilnahme: Architekten: BOLLES+WILSON, Münster (DE)  Diashow » Architekten: BOLLES+WILSON, Münster (DE)

  • DE-Lingen (Ems)
  • 07/2011
  • Ergebnis
  • (ID 82245)

Alter Hafen

Mehrfachbeauftragung
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      nps tchoban voss GmbH & Co. KG, Hamburg (DE), Berlin (DE), Dresden (DE) Büroprofil

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    • Landschaftsarchitekten
      JKL Junker + Kollegen Landschaftsarchitektur, Georgsmarienhütte (DE) Büroprofil

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    • Architekten
      Fritzen + Müller-Giebeler Architekten BDA, Ahlen (DE) Büroprofil

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    Entscheidung 19.07.2011 Entscheidung
    Verfahren Mehrfachbeauftragung
    Berufsgruppen Architekten
    Tatsächliche Teilnehmer: 3
    Gebäudetyp Städtebauliche Projekte
    Art der Leistung Stadt- und Gebietsplanung
    Zulassungsbereich Deutschland
    Ort DE-Lingen (Ems)
    Auslober/Bauherr Stadt Lingen (Ems), Lingen (Ems) (DE)
    Aufgabe
    Historische Entwicklung

    Die aufstrebende Hüttenindustrie im Ruhrgebiet im 19. Jahrhundert und die damit verbundenen wirtschaftlichen Gesichtspunkte gaben den Ausschlag, die Ems schiffbarer zu machen und einen Kanal von Dortmund bis nach Emden zu bauen. Das Kanalprojekt wurde am 9. Juli 1886 genehmigt. Im Schnitt waren über 4500 Arbeiter, Handwerker, Schachtmeister und Poliere aus aller Herren Länder beim Kanalbau beschäftig. Am 11. August 1899 konnte der Dortmund-Ems-Kanal von Kaiser Wilhelm II. offiziell dem Schiffsverkehr übergeben werden. Die Gesamtstrecke des Schifffahrtsweges von Dortmund nach Emden beträgt rund 272 km.
    Der Alte Hafen in Lingen ist bereits 1933 nach der Fertigstellung des Ems – Hase – Kanals zwischen Lingen und Meppen entstanden. Vor und während des 2. Weltkrieges wird der Alte Hafen insbesondere durch ein Silogebäude und das alte Packhaus aus dem Jahr 1829 geprägt, welches 1944 durch einen Fliegerangriff zerstört wird.
    Das Getreidesilo wurde 1939/40 für die Firma Klukkert errichtet. Das Silo und ein nach dem Krieg errichtetes flacheres Lagerhaus wurden 1996 Stück für Stück abgebrochen.

    Das südlich der Lindenstraße gelegene Bett des Alten Hafens wurde während des Krieges und in der Folgezeit verfüllt und verschwand schließlich. Der nördlich der Lindenstraße verbliebene Abschnitt wurde bis in die 1950er Jahre als Hafen genutzt.

    Nachdem das verbleibende Hafenareal nach dem 2. Weltkrieg noch jahrzehntelang gewerblich genutzt wurde, begann man schließlich in den 90er Jahren mit der Verlagerung der Gewerbebetriebe. Zu dieser Zeit (1994) erwirbt die Stadt Lingen das Gelände. 1996 werden die letzten Lagergebäude auf der nordöstlichen Seite abgerissen.

    Erst durch die städtebauliche Entwicklung der letzten Jahrzehnte rückte der Alte Hafen in den Fokus der innerstädtischen Entwicklung. Gewerbe- und Einzelhandelsunternehmen wie das ehemalige Autohaus Rosemeyer, später dann der Lebensmittler und die ergänzende Wohnbebauung in der Kanalgasse, der Einrichtungsfachmarkt BvL, sowie in den vergangenen Monaten die Wohnhäuser der Firma Kamphorst lassen den Alten Hafen in den baulichen Zusammenhang der erweiterten Innenstadt rücken.

    Städtebauliche Ziele

    Das Areal um den Alten Hafen in Lingen soll einer der Schwerpunkte innerstädtischer Entwicklung für die nächsten Jahre werden. Die seit langer Zeit brachliegende Fläche hat aufgrund der besonderen zentralen Lage großes Potenzial, den Bedarf an hochwertiger Wohnbebauung, attraktiver touristischer Nutzung nebst Hotelstandort und Etablierung eines belebten Zuganges zum Wasser abzudecken.

    Im Frühjahr dieses Jahres hat die Stadt Lingen dann drei namhafte Planungsbüros beauftragt, sich des Themas anzunehmen und ihre Vorstellung einer Entwicklung des Areals anhand eines Gestaltungsentwurfes zu formulieren. Zu beachten sind insbesondere ein vorgesehener Hotelstandort, Gastronomieangebote, unterschiedliche Wohnformen und ein öffentlicher Zugang zum Hafenbecken. Neben einem Grün- und Freiflächenkonzept wurden ebenfalls Aussagen zur Verkehrserschließung und den erforderlichen Stellplatzflächen gefordert. Außerdem sollte eine Realisierung der Gesamtmaßnahme in mehreren Ausbau- und Entwicklungsstufen berücksichtigt und aufgezeigt werden.
    Informationen

    Die Stadt Lingen teilte mit, alle drei Entwürfe seien gleichermaßen noch im Rennen. Zur Vorbereitung auf die weitere Entwicklung des Geländes werden in den nächsten Monaten der Bebauungsplan erstellt und Investoren ausgewählt werden.

    Gesetzte Teilnehmer nps tchoban voss, Hamburg
    Fritzen + Müller-Giebeler, Ahlen
    Bolles + Wilson, Münster
    Ausstellung Die Beiträge der drei Büros sind vom 25. Juli bis zum 15. August im Foyer des Rathauses, Elisabethstraße 14-16, 49808 Lingen (Ems), ausgestellt.

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