BEKANNTMACHUNG
Dienstleistungsauftrag
ABSCHNITT I: ÖFFENTLICHER AUFTRAGGEBER
I.1) NAME, ADRESSEN UND KONTAKTSTELLE(N)
Rhein-Sieg-Kreis, Der Landrat, Zentrale Vergabestelle
Kaiser-Wilhelm-Platz 1
z. H. Frau Dissen, Herrn Wolter-Michaelis
53721 Siegburg
DEUTSCHLAND
Tel. +49 224113-2937/3543
E-Mail: zvs@rhein-sieg-kreis.de
Fax +49 224113-3165
Internet-Adresse(n)
Hauptadresse des Auftraggebers www.rhein-sieg-kreis.de
Weitere Auskünfte erteilen: die oben genannten Kontaktstellen
Verdingungs-/Ausschreibungs- und ergänzende Unterlagen (einschließlich
Unterlagen für den wettbewerblichen Dialog und ein dynamisches
Beschaffungssystem) sind erhältlich bei: den oben genannten Kontaktstellen
Angebote/Teilnahmeanträge sind zu richten an: die oben genannten
Kontaktstellen
I.2) ART DES ÖFFENTLICHEN AUFTRAGGEBERS UND HAUPTTÄTIGKEIT(EN)
Regional- oder Lokalbehörde
Allgemeine öffentliche Verwaltung
Der öffentliche Auftraggeber beschafft im Auftrag anderer öffentlicher
Auftraggeber Nein
ABSCHNITT II: AUFTRAGSGEGENSTAND
II.1) BESCHREIBUNG
II.1.1) Bezeichnung des Auftrags durch den Auftraggeber
Fachplanungsleistungen Elektrotechnik im Rahmen der Brandschutzsanierung
des Kreishauses in Siegburg.
II.1.2) Art des Auftrags sowie Ort der Ausführung, Lieferung bzw.
Dienstleistung
Dienstleistungsauftrag
Dienstleistungskategorie: Nr. 12
Hauptort der Dienstleistung Siegburg (Rhein-Sieg-Kreis).
NUTS-Code DEA2C
II.1.3) Gegenstand der Bekanntmachung
Öffentlicher Auftrag
II.1.5) Kurze Beschreibung des Auftrags oder Beschaffungsvorhabens
Fachplanungsleistungen Elektrotechnik im Rahmen der Brandschutzsanierung
des Kreishauses in Siegburg - Leistungsumfang: LP 1-9 gemäß HOAI, davon LP
1, 2, 4 und 7 nur anteilig. Gebäudedaten: Das Kreishaus verfügt über eine
BGF von ca. 39 000 m², verteilt auf 16 Geschosse, zzgl. ca. 3 000 m²
Tiefgarage und 17 000 m² Parkhaus auf 5 Ebenen. Die Gebäudehöhe beläuft
sich ca. 50 m über Gelände. Bestandssituation: Das Kreishaus in Siegburg,
ein mehrgeschossiges Verwaltungsgebäude, wurde in 2 Bauabschnitten von
1975 bis 1981 errichtet. Es handelt sich um einen Stahlbetonskelettbau mit
vorgehängter Elementglasfassade. In den Geschossen 1. UG bis 1.OG gibt es
größere Sonderräume, in den darüber liegenden Geschossen (2. bis 12. OG)
größtenteils Standardbüros für 2 Personen. Das 2. UG und das 13. OG
beinhaltet Haustechnik. Das Gebäude bietet mit seinen ca. 550 Büros Platz
für ca. 1 000 Mitarbeiter. Bedingt durch die beengten
Grundstücksverhältnisse ist der Baukörper im Grundriss sowie in der
Höhenentwicklung stark gegliedert.
Bestandssituation Elektrotechnik: Das Kreishaus wird mittelspannungsseitig
über 11 KV eingespeist und verfügt über eine eigene Trafostation mit 4
Transformatoren. Diese speist die Niederspannungshauptverteilung ein.
Die Notstromversorgung wird durch ein Notstromaggregat 450 KVA und eine
Batterieanlage gewährleistet. Damit werden Anlagenteile wie zum Beispiel
Aufzüge und Notbeleuchtung versorgt. Die Notstromversorgung der
datentechnischen Anlagen wie Serverschränke und diverse LAN-Schränke wird
zusätzlich über eine USV-Anlage gewährleistet. Die
Niederspannungshauptverteilung (Standort 2. UG) versorgt die einzelnen
Bauabschnitte (Bauteil A, 13 Etagen und Bauteil B, 6 Etagen) mit
elektrischer Energie über 2 Hauptsteigeschächte in den
Haupttreppenhäusern. In diesen Steigeschächten befinden sich etagenweise
Unterverteilungen. Über diese Steigeschächte kann aus Platzgründen kein
weiteres Leitungsnetz mehr aufgebaut werden. Zusätzlich gibt es noch
diverse Unterverteilungen in Nebentreppenhäusern. Die Büros werden von den
Unterverteilungen aus sowohl datentechnisch wie auch energietechnisch über
durch die Flure verlaufende Kabeltrassen versorgt. Teilweise sind diese
Trassen brandschutztechnisch abgeschottet. Die vorhandenen Flurdecken
selbst haben keinerlei brandschutztechnische Zulassungen. Die vorhandene
Brandmeldeanlage einschließlich Leitungsnetz stammt aus dem Jahr 1992. Bis
auf wenige bereits sanierte Bereiche muss sie erneuert werden. Der
vorhandene Räumungsalarm wird nicht über eine Lautsprecheranlage
ausgelöst. Die vorhandene Flurbeleuchtung / Treppenhausbeleuchtung und die
komplette Notbeleuchtung einschließlich Fluchtwegbeleuchtung stammen aus
den Errichtungsjahren des Gebäudes und sind abgängig. Die Leuchten
beinhalten keine PCB-haltigen Kondensatoren. Es sind keine halogenfreien
Leitungen verlegt worden. Geplante Brandschutzsanierung: Im Jahr 2008 hat
eine Brandschutzbegehung des Kreishauses stattgefunden, daraus entstand
eine umfangreiche Mängelliste. Viele kleinere Mängel wurden danach
beseitigt, es zeigte sich aber, dass wesentliche Fragen zu
Brandabschnittsbildung, Fluchtwegen, etc. nicht als Einzelmaßnahmen gelöst
werden konnten. Ab Frühjahr 2010 wurde deshalb ein Brandschutzkonzept für
das Kreishaus einschließlichTiefgarage und Parkhaus erarbeitet, dieses
Konzept liegt der Stadt Siegburg derzeit zur Genehmigung vor. Das
genehmigte Brandschutzkonzept stellt die Grundlage für die geplante
Brandschutzsanierung dar, mit der Genehmigung wird im Herbst 2011
gerechnet. Wesentliche geplante Maßnahmen in Stichpunkten
(Elektrotechnik): Erneuerung der Notbeleuchtung einschließlich der
Fluchtwegbeleuchtung, Erneuerung der Beleuchtungsanlage in den Fluren,
Erneuerung der Treppenhausbeleuchtung, Erneuerung der Brandmeldeanlage,
flächendeckend Einbau der Evakuierungsanlage (ELA), Räumungsalarm Sprache,
Erneuerung und Erweiterung von Kabeltrassen für spätere Datenverkabelung,
Installation von neuen Steigeschächten. Daneben sind umfangreiche
Maßnahmen in der Bereichen Hochbau und technische Gebäudeausrüstung (TGA)
erforderlich. Für diese Leistungen werden nach Durchführung entsprechender
Vergabeverfahren separate Planungsbüros beauftragt. Besonderheiten
Bauablauf/Ausführungszeiten: Die Brandschutzsanierung erfolgt im laufenden
Verwaltungsbetrieb des Kreishauses. Hierbei sind im Besonderen die
Öffnungszeiten der verschiedenen Ämter und Dienstleistungen zu beachten
und einzuplanen. Ausweichräumlichkeiten stehen im Kreishaus nur in sehr
geringem Umfang zur Verfügung. Nacht- und Wochenendarbeiten sind daher zu
berücksichtigen. Die Koordinierung der Arbeiten im Zusammenspiel mit dem
fortlaufenden Betrieb des Kreishauses wird ein wesentlicher Aspekt bei der
Umsetzung der Maßnahmen sein. Die Umsetzung der Sanierungsmaßnahme ist im
Zeitraum von 2012 bis 2016 vorgesehen. Eine konkrete Terminplanung der
Planungs- und Ausführungsphase erfolgt zu Planungsbeginn durch die
Planungsbeteiligten.
II.1.6) Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
71320000, 71321000
II.1.7) Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen (GPA):
Ja
II.1.8) Aufteilung in Lose
Nein
II.1.9) Varianten/Alternativangebote sind zulässig:
Nein
II.2) MENGE ODER UMFANG DES AUFTRAGS
II.2.1) Gesamtmenge bzw. -umfang
ohne MwSt. EUR
II.2.2) Optionen
Nein
II.3) VERTRAGSLAUFZEIT BZW. BEGINN UND ENDE DER AUFTRAGSAUSFÜHRUNG
Beginn: 2.1.2012. Ende: 31.12.2016
ABSCHNITT III: RECHTLICHE, WIRTSCHAFTLICHE, FINANZIELLE UND TECHNISCHE
INFORMATIONEN
III.1) BEDINGUNGEN FÜR DEN AUFTRAG
III.1.1) Geforderte Kautionen und Sicherheiten
Der Auftragnehmer hat im Auftragsfall eine Berufshaftpflichtversicherung
mit einer Deckungssumme von mindestens (jeweils) 2 500 000 EUR für Sach-
und Personenschäden nachzuweisen und für die gesamte Dauer des Vertrages
aufrecht zu erhalten. Vor Auftragsabschluss ist zum Nachweis die
entsprechende Deckungsbestätigung vorzulegen. Eine Erklärung, dass eine
solche Versicherung spätestens im Auftragsfall abgeschlossen wird ist
erforderlich (s. Teilnahmeantrag).
III.1.3) Rechtsform der Bietergemeinschaft, an die der Auftrag vergeben
wird
Bewerbergemeinschaften sind vor Angebotsabgabe nicht verpflichtet, eine
bestimmte Rechtsform anzunehmen. Bewerbergemeinschaften haben mit ihrer
Bewerbung eine von allen Mitgliedern unterzeichnete Erklärung
(Bewerbergemeinschaftserklärung) unter Verwendung des vom Auftraggeber für
die Abgabe einer Bewerbung ausgegebenen Formblattes abzugeben,
a) in der die Bildung einer Arbeitsgemeinschaft im Auftragsfall erklärt
ist,
b) in der alle Mitglieder aufgeführt sind und der für die Durchführung des
Vertrages bevollmächtigte Vertreter bezeichnet ist,
c) dass der bevollmächtigte Vertreter die Mitglieder gegenüber dem
Auftraggeber rechtsverbindlich vertritt,
d) dass alle Mitglieder als Gesamtschuldner haften. Wird diese
Bewerbergemeinschaftserklärung nicht fristgerecht eingereicht, wird die
Bewerbung der Bewerbergemeinschaft ausgeschlossen. Eine Abgabe von
Teilleistungen an Subunternehmer ist zulässig. Die jeweiligen
Subunternehmer und die ihnen zugeordneten Leistungen sind im
Teilnahmeantrag zu benennen, Verpflichtungserklärungen der Subunternehmer
sind mit dem Teilnahmeantrag vorzulegen. Mehrfachbewerbungen (auch als
Mitglied einer Bewerbergemeinschaft) sind nicht zulässig und führen
automatisch zum Ausschluss. Mehrfachbewerbungen sind auch Bewerbungen
unterschiedlicher nicht eigenständiger Niederlassungen eines Bewerberbüros
sowie mehrerer Mitglieder ständiger Büro- und Arbeitsgemeinschaften.
III.1.4) Sonstige besondere Bedingungen an die Auftragsausführung
Ja
1) Die Bauausführung erfolgt parallel zum laufenden Verwaltungsbetrieb.
Besondere Absicherungen der Baustellenbereiche sind daher zwingend
erforderlich. Zudem sind die Belastungen und Einschränkungen für die
Mitarbeiter und Besucher des Kreishauses soweit möglich zu beschränken.
Nacht- und Wochenendarbeiten insbesondere lärmintensiver Arbeiten - sind
zu berücksichtigen. Die Koordination der verschiedenen Arbeiten und
Gewerke ist wesentlicher Bestandteil der Planungsaufgabe. Die
Bereitschaft, im Auftragsfall eine auskömmliche örtliche Bauleitung
sicherzustellen und für den Zeitraum der baulichen Umsetzung der Maßnahme
durchgehend mit einem/einer projektverantwortlichen Bauleiter/in zu
besetzen ist zu erklären (siehe Teilnahmeantrag). 2) Austauschformate für
elektronische Daten: DXF, GAEB, DOC, XLS. 3) Grundlage der zu
beauftragenden Leistungen ist das vorliegende Brandschutzkonzept.
III.2) TEILNAHMEBEDINGUNGEN
III.2.1) Persönliche Lage des Wirtschaftsteilnehmers sowie Auflagen
hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der
Auflagen zu überprüfen: Die im Folgenden genannten Nachweise/Erklärungen,
bei Bewerbergemeinschaften von allen Mitgliedern, ggf. auch von
Subunternehmern, sind mit Abgabe des Teilnahmeantrages zwingend gefordert.
Nicht fristgerecht vorgelegte oder unvollständige Nachweise/Erklärungen
führen zum Ausschluss des jeweiligen Bewerbers.1) Eigenerklärung (s.
Teilnahmeantrag) des Bewerbers, dass:
a) nachweislich keine schwere Verfehlung vorliegen, die seine
Zuverlässigkeit in Frage stellen, insbesondere keine Ausschlussgründe nach
§ 4 Absatz 6 VOF;
b) über sein Vermögen weder das Insolvenzverfahren noch ein vergleichbares
gesetzlich geregeltes Verfahren eröffnet oder die Eröffnung beantragt
worden ist oder der Antrag mangels Masse abgelehnt wurde;
c) sich sein Unternehmen nicht in Liquidation befindet;
d) er seine Verpflichtung zur Zahlung von Steuern und Abgaben sowie der
Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung ordnungsgemäß erfüllt hat;
e) Angehörige der Geschäftsleitung in den letzten 2 Jahren nicht wegen
illegaler Beschäftigung von Arbeitskräften zu einer Freiheitsstrafe von
mehr als 3 Monaten oder einer Geldstrafe von mehr als 90 Tagessätzen
verurteilt oder mit einer Geldbuße von wenigsten 2 500 EUR belegt worden
sind;
f) er nachweislich keine schwere Verfehlung begangen hat, die seine
Zuverlässigkeit in Frage stellt;
g) er bei Abgabe des Angebotes keine Verstöße gegen das Gesetz gegen
Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) begangen hat, insbesondere keine
wettbewerbsbeschränkenden Absprachen, insbesondere keine Absprachen über
Preise oder die Herausstellung eines Unternehmens oder einer
Arbeitsgemeinschaft als niedrigster Bewerber getroffen hat;
h) er sich bewusst ist, dass eine falsche Angabe den Ausschluss aus dem
Bewerberkreis zur Folge hat;
i) er im Auftragsfall die Versicherung gemäß
III.1.1) der Bekanntmachung
für die gesamte Vertragslaufzeit zur Verfügung stellt;
j) er/sie im Auftragsfall bereit ist/sind, eine Erklärung gemäß § 1 des
Verpflichtungsgesetzes zu unterzeichnen. Auf Anforderung vorzulegen ist
eine Eigenerklärung des Bewerbers zu wirtschaftlichen Verknüpfungen gemäß
§ 4 Abs. 2 VOF. Auf Anforderung abzuschließen ist der Integritätsvertrag.
III.2.2) Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der
Auflagen zu überprüfen: Folgende Erklärungen (s. Teilnahmeantrag) - bei
Bewerbergemeinschaften von allen Mitgliedern - sind mit Abgabe des
Teilnahmeantrages gefordert; bei nicht fristgerechter oder unvollständiger
Abgabe wird der Bewerber ausgeschlossen.
1) Eigenerklärung zum Gesamt-Netto-Jahresumsatz der letzten 3
abgeschlossenen Geschäftsjahre,
2) Eigenerklärung zum Netto-Jahresumsatz in den Leistungsphasen 1-7 der
letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre,
3) Eigenerklärung zum Netto-Jahresumsatz in den Leistungsphasen 8-9 der
letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre.
Möglicherweise geforderte Mindeststandards Netto-Jahresumsatz des
Bewerbers - bei Bewerbergemeinschaften Netto-Jahresumsatz aller Bewerber
zusammen - im Durchschnitt der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre im
Bereich Fachplanung Elektrotechnik gemäss Leistungsphase 1-9 §
53 HOAI:
größer/gleich 200 000,00 EUR.
III.2.3) Technische Leistungsfähigkeit
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der
Auflagen zu überprüfen:
Folgende Erklärungen sind mit Abgabe des Teilnahmeantrages abzugeben:
1) Bürogröße/Mitarbeiterzahlen: Darstellung (s. Teilnahmeantrag)— bei
Bewerbergemeinschaften von allen Mitgliedern - der Zahl der in den letzten
3 Geschäftsjahren (2009, 2010 und aktuell) jahresdurchschnittlich
beschäftigten Personen, aufgeschlüsselt nach: - Festangestellte
Mitarbeiter und Büroin-/teilhaber insgesamt, - davon Fachingenieure /
Techniker Elektrotechnik, davon weiter aufgeschlüsselt nach
Berufserfahrung:
— mit Berufserfahrung im Bereich LP 5-8 HOAI größer/gleich 5 Jahre,
— mit Zertifizierung für die Planung von Brandmeldeanlagen,
— mit Berufserfahrung im Bereich Bauen für öffentliche Auftraggeber
größer/gleich 3 Jahre,
— mit Berufserfahrung im Bereich Bauen im Bestand größer/gleich 3 Jahre.
2) Referenzobjekte: Darstellung (s. Teilnahmeantrag) von mindestens 2
Referenzprojekten.
Referenzen, die die Mindestanforderungen an alle Referenzen nicht
vollständig erfüllen, werden nicht gewertet. Werden nicht mindestens 2
Referenzen benannt, die die Mindestanforderungen an alle Referenzen
erfüllen, so wird der Teilnahmeantrag vom weiteren Vergabeverfahren
ausgeschlossen. Werden mehr als 5 Referenzprojekte genannt, so werden nur
die ersten 5 Projekte gewertet. Die Referenzen werden im Rahmen der
Auswertung teilweise durch Kontaktaufnahme mit den Referenzgebern
weitergehend geprüft und bewertet. Falsche Angaben führen zum
vollständigen und ersatzlosen Ausschluss der jeweiligen Referenz aus der
Wertung. Der Auftraggeber behält sich vor, Bewerber aufgrund von falschen
Angaben vollständig aus dem weiteren Verfahren auszuschließen. Die
Referenzprojekte müssen nicht von jedem Mitglied einer
Bewerbergemeinschaft nachgewiesen werden; es genügt vielmehr, wenn die
Bewerbergemeinschaft insgesamt die beschriebenen Angaben zu
Referenzprojekten macht. Allgemeine Anforderungen an alle
Referenzprojekte: - Ausführung und Fertigstellung der Baumaßnahme im
Zeitraum 1/2001 bis 8/2011. Die einzelnen Referenzprojekte müssen auf
jeweils max. 2 DIN-A4-Seiten in Form von Texten, Plänen, Fotos oder
Skizzen weiterführend dargestellt werden. Bei Nichtvorlage einer
weiterführenden Darstellung wird die Referenz nicht gewertet. Zu den
vorgelegten Referenzobjekten sind folgende Angaben (s. Teilnahmeantrag)
vollständig zu tätigen: Bezeichnung und Ort der Maßnahme; Auftraggeber
(Name und Adresse mit Angabe eines Ansprechpartners mit Telefonnummer);
Verfasser; Ausführungszeitraum; Gebäudetyp; Netto-Baukosten (nur KG 440,
450, 480 und 490 nach DIN 276); beauftragte Leistungsphasen. Die folgenden
Projektmerkmale sind - sofern zutreffend anzugeben: Öffentlicher
Auftraggeber; Ausführung im laufenden Betrieb; gewerkeweise Ausschreibung
der Leistungen; wesentliche Bestandteile der Sanierung (Brandschottungen,
Brandmeldeanlage und ELA, Evakuierungsanlagen, Notbeleuchtung).
Möglicherweise geforderte Mindeststandards
1) Anzahl festangestellte und Büroin-/teilhabende Fachingenieure /
Techniker Elektrotechnik insgesamt im Durchschnitt der letzten 3 Jahre:
größer/gleich 3, davon:
2) Anzahl Fachingenieure / Techniker Elektrotechnik mit Berufserfahrung
größer/gleich 5 Jahre im Leistungsbild LP 5-8 im Durchschnitt der letzten
3 Jahre: größer/gleich 1,
3) Anzahl Fachingenieure / Techniker Elektrotechnik mit Zertifizierung für
die Planung von Brandmeldeanlagen im Durchschnitt der letzten 3 Jahre:
größer/gleich 1,
4) Anzahl der Fachingenieure / Techniker Elektrotechnik mit
Berufserfahrung größer/gleich 3 Jahre im Bauen für öffentliche
Auftraggeber im Durchschnitt der letzten 3 Jahre: größer/gleich 1;
5) Anzahl der Fachingenieure / Techniker Elektrotechnik mit
Berufserfahrung größer/gleich 3 Jahre im Bauen im Bestand im Durchschnitt
der letzten 3 Jahre: größer/gleich 1. Anforderungen an alle Referenzen: -
Sanierungs- /Umbaumaßnahme mit mindestens 500 000 EUR Netto-Baukosten
(nach DIN 276) in den KG 440, 450 430, 480 und 490 (elektrotechnische
Anlagen) Mindestanforderungen an einzelne Referenzprojekte: - mindestens 1
Projekt, bei dem die Fachplanung Elektrotechnik der LP 3-8 (gemäß § 53
HOAI) durchgehend erbracht wurden, mindestens ein Projekt mit
vollständiger Sanierung der Brandmeldeanlage und der
Sprachalarmierungsanlage, - mindestens ein Projekt für einen öffentlichen
Auftraggeber, mindestens ein Projekt mit Ausführung der Baumaßnahme im
laufenden Betrieb. Alle Mindestkriterien müssen erfüllt sein, die
Kombination dabei ist beliebig.
III.2.4) Vorbehaltene Aufträge
Nein
III.3) BESONDERE BEDINGUNGEN FÜR DIENSTLEISTUNGSAUFTRÄGE
III.3.1) Die Erbringung der Dienstleistung ist einem besonderen
Berufsstand vorbehalten
Nein
III.3.2) Juristische Personen müssen die Namen und die berufliche
Qualifikation der Personen angeben, die für die Ausführung der
betreffenden Dienstleistung verantwortlich sein sollen
Nein
ABSCHNITT IV: VERFAHREN
IV.1) VERFAHRENSART
IV.1.1) Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
Bewerber sind bereits ausgewählt worden Nein
IV.1.2) Beschränkung der Zahl der Wirtschaftsteilnehmer, die zur
Angebotsabgabe bzw. Teilnahme aufgefordert werden
Geplante Zahl der Wirtschaftsteilnehmer 5
Objektive Kriterien für die Auswahl der begrenzten Zahl von Bewerbern: 1)
Die fristgerechte Vorlage der geforderten Nachweise, Erklärungen und des
vollständig ausgefüllten Teilnahmeantrages gemäß Ziffern
III.2.1),
III.2.2),
III.2.3). Fehlende oder unvollständige Angaben werden nicht
nachgefordert.
2) Die Auswahl der Kriterien erfolgt auf der Grundlage der zum Nachweis
der Eignung geforderten Angaben, Erklärungen und Unterlagen. Soweit die
Mindestanforderungen erfüllt sind, ist die Rangfolge der erreichten Punkte
für die Auswahl maßgebend. Die Bewertung erfolgt nach folgender
Aufstellung (siehe Teilnahmeantrag:maximale Punktzahl/Wertung/gewichtete
Punktzahl):
1. Leistungsfähigkeit/Umsätze: (insgesamt max. 50 Pkt).
1.1 Umsatz LP 1-7: max. 5 Pkt/4-fach/20 Pkt.;
1.2 Umsatz LP 8-9: max. 5 Pkt/6-fach/30 Pkt.;
2. Fachliche Eignung.
2.1 Referenzunabhängige Kriterien (insgesamt max. 200 Pkt.).
2.1.1 Elektro-Ingenieure/Techniker insgesamt: max. 5 Pkt/5-fach/25 Pkt.;
2.1.2 Elektro-Ingenieure/Techniker mit Zertifizierung für
Brandschutzanlagen, max. 5 Pkt/10-fach/50 Pkt.;
2.1.3 Elektro-Ingenieure/Techniker mit Berufserfahrung größer/gleich 5
Jahre, LP 5-8: max. 5 Pkt/10-fach/50 Pkt.;
2.1.4 Elektro-Ingenieure/Techniker mit Berufserfahrung größer/gleich 3
Jahre, im Bauen für öffentliche Auftraggeber: max. 5 Pkt/5-fach/25 Pkt.;
2.1.5 Elektro-Ingenieure/Techniker mit Berufserfahrung größer/gleich 3
Jahre, Bauen im Bestand: max. 5 Pkt/10-fach/50 Pkt.;
2.2. Referenzabhängige Wertungskriterien - formal (insgesamt max. 225
Pkt.).
2.2.1 Gebäudetyp: max. 5 Pkt/5-fach/25 Pkt.;
2.2.2 Netto-Baukosten nur KG 440, 450, 480, 490: max. 5 Pkt/2-fach/10
Pkt.;
2.2.3 Bearbeitete Leistungsphasen: max. 5 Pkt/5-fach/25 Pkt.;
2.2.4 Öffentlicher Auftraggeber: max. 5Pkt/10fach/50 Pkt.;
2.2.5 Ausführung im laufenden Betrieb: max. 5 Pkt/10-fach/50 Pkt.;
2.2.6 gewerkeweise Ausschreibung: max. 5 Pkt/5-fach/25 Pkt.
Besonderheiten Sanierung/Umbau:
2.2.7.1 Brandschottungen: max. 5 Pkt/2-fach/10 Pkt.;
2.2.7.2 Brandmeldeanlage und ELA: max. 5 Pkt/2-fach/10 Pkt.;
2.2.7.3 Evakuierungsanlagen: max. 5 Pkt/2-fach/10 Pkt.;
2.2.7.4 Notbeleuchtung: max. 5 Pkt/2-fach/12,5 Pkt.;
2.3. Referenzabhängige Wertungskriterien - Abfrage Referenzgeber
(insgesamt max. 350 Pkt.).
2.3.1 Planung, Qualität der Planung, Detailgenauigkeit, Auskömmlichkeit
der Planung: max. 5 Pkt/15-fach/75 Pkt.;
2.3.2 Koordination/zusammenarbeit der Planer/Fachingenieure in der
Planung, Umsetzung der Wünsche Bauherr: max. 5 Pkt/15-fach/75 Pkt.;
2.3.3 Termine und Kosten: max. 5 Pkt/20-fach/100 Pkt.;
2.3.4 Qualität der Bauleitung, Organisation der Baustelle, Bauablauf,
Nachtragsmanagement: max. 5 Pkt/20-fach/100 Pkt.
Erreichbare Gesamtpunktzahl: max. 825 Pkt. Bei gleicher Gesamtpunktzahl
entscheidet das Los. Die Losentscheidung wird im Beisein eines Vertreters
des Rechtsamtes und des Rechnungsprüfungsamtes von der Vergabestelle
vorgenommen.
IV.1.3) Verringerung der Zahl der Wirtschaftsteilnehmer im Laufe der
Verhandlung bzw. des Dialogs
Abwicklung des Verfahrens in aufeinander folgenden Phasen zwecks
schrittweiser Verringerung der Zahl der zu erörternden Lösungen bzw. zu
verhandelnden Angebote Nein
IV.2) ZUSCHLAGSKRITERIEN
IV.2.1) Zuschlagskriterien
Wirtschaftlich günstigstes Angebot die Kriterien, die in den
Verdingungs-/Ausschreibungsunterlagen, der Aufforderung zur Angebotsabgabe
oder zur Verhandlung bzw. in der Beschreibung zum wettbewerblichen Dialog
aufgeführt sind
IV.2.2) Es wird eine elektronische Auktion durchgeführt
Nein
IV.3) VERWALTUNGSINFORMATIONEN
IV.3.1) Aktenzeichen beim öffentlichen Auftraggeber
0303-22-11-VOF
IV.3.2) Frühere Bekanntmachungen desselben Auftrags
Nein
IV.3.3) Bedingungen für den Erhalt von Verdingungs-/Ausschreibungs- und
ergänzenden Unterlagen
Schlusstermin für die Anforderung von oder Einsicht in Unterlagen
18.10.2011 - 11:00
Die Unterlagen sind kostenpflichtig Nein
IV.3.4) Schlusstermin für den Eingang der Angebote bzw. Teilnahmeanträge
18.10.2011 - 11:00
IV.3.5) Tag der Absendung der Aufforderung zur Angebotsabgabe bzw. zur
Teilnahme an ausgewählte Bewerber
25.10.2011
IV.3.6) Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge
verfasst werden können
Deutsch.
IV.3.8) Bedingungen für die Öffnung der Angebote
Tag: 29.11.2011 - 14:00
Ort
Kreishaus Siegburg.
Personen, die bei der Öffnung der Angebote anwesend sein dürfen Nein
ABSCHNITT VI: ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN
VI.1) DAUERAUFTRAG
Nein
VI.2) AUFTRAG IN VERBINDUNG MIT EINEM VORHABEN UND/ODER PROGRAMM, DAS AUS
GEMEINSCHAFTSMITTELN FINANZIERT WIRD
Nein
VI.3) SONSTIGE INFORMATIONEN
Die Vergabeunterlagen können unter http://www.evergabe.nrw.de/VMPCenter
kostenlos angefordert und herunterladen werden, Nachrichten der
Vergabestelle können dort einsehen werden. Auf Anforderung und nach Angabe
einer verbindlichen E-Mail-Adresse werden die Teilnahmeantragsunterlagen
per E-Mail versandt. Zur Abgabe des Teilnahmeantrages ist zwingend ein
unter Beachtung der Maßgaben dieser Bekanntmachung vollständig
ausgefülltes und unterzeichnetes Papierexemplar der Formblätter
einschließlich der zusätzlich geforderten Nachweise einzureichen. Der
Teilnahmeantrag ist im Original unterschrieben einzureichen. Die
Nichtbeachtung dieser Vorgaben führt zum Ausschluss der Bewerbung.
Grundlage der zu beauftragenden Leistungen ist das vorliegende
Brandschutzkonzept. Eine Bekanntgabe dieses Konzeptes ist im Rahmen der 1.
Stufe des Bewerbungsverfahrens nicht vorgesehen. Kenntnisse dieser
Unterlagen sowie des Bestandsgebäudes sind nicht erforderlich. Das Gebäude
ist während der Öffnungszeiten grundsätzlich für eine eigenständige
Besichtigung zugänglich. Anfragen sind schriftlich (auch per Fax oder
E-Mail) an die unter
I.1) genannte Adresse zu richten. Allen Bewerbern
werden die gleichen Informationen (per Fax oder E-Mail) zur Verfügung
gestellt.
Die nach
IV.1.2) ausgewählten Teilnehmer werden schriftlich zur Abgabe
weiterer schriftlicher Unterlagen aufgefordert. Zusätzlich werden die
ausgewählten Teilnehmer zu einem persönlichen Gespräch unter Beteiligung
des Inhabers, des vorgesehenen verantwortlichen Projektleiters, sowie
-sofern abweichend- des vorgesehenen Bauleiters eingeladen. Die Gespräche
finden voraussichtlich in der 49. KW 2011 (07. + 8.12.2011) statt. Die
Bewerbungsunterlagen verbleiben beim Auftraggeber. Ein Anspruch auf
Kostenerstattung besteht nicht.
VI.4) NACHPRÜFUNGSVERFAHREN/RECHTSBEHELFSVERFAHREN
VI.4.1) Zuständige Stelle für Nachprüfungsverfahren
Vergabekammer bei der Bezirksregierung Köln
Zeughausstr. 2-10
50667 Köln
DEUTSCHLAND
E-Mail: Vergabekammer@bezreg-koeln.nrw.de
Tel. +49 221147-2120
Internet: www.bezreg-koeln.de
Fax +49 221147-2889
VI.4.2) Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen: Ein
Nachprüfungsantrag ist unzulässig, soweit mehr als 15 Kalendertage nach
Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen
zuwollen, vergangen sind (§ 107 Abs. 3 Nr. 4 GWB).
VI.4.3) Stelle, bei der Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen
erhältlich sind
s.
VI.4): Vergabekammer bei der Bezirksregierung Köln
DEUTSCHLAND
VI.5) TAG DER ABSENDUNG DIESER BEKANNTMACHUNG:
12.9.2011
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| Ausschreibung veröffentlicht | 13.09.2011 | ||
| Ergebnis veröffentlicht | 19.04.2012 | ||
| Zuletzt aktualisiert | 19.04.2012 | ||
| Wettbewerbs-ID | 3-84764 | ||
| Seitenaufrufe | 161 | ||
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