• DE-60486 Frankfurt/Main
  • 11/2007
  • Result
  • (ID 9055)

Kooperatives Verfahren "Umfeld der Festhalle Frankfurt"

Begrenzter kooperativer Wettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren
  • 2nd Prize


    Landscape architects
    Agence Ter, Karlsruhe (DE), Paris (FR) Büroprofil

    In collaboration with::
    Architekten: ASTOC Architects and Planners, Köln (DE)

    Explanatory text
    LANDSCHAFTSWELLEN

    Der Entwurf versteht den Platz vor der Festhalle Frankfurt nicht als autarkes Gebiet, sondern versucht, sich durch seine Gestaltung in die Umgebung gestalterisch und städtebaulich einzugliedern. Die Formsprache der Friedrich-Ebert-Anlage wird in Form der frei geschwungenen linearen Gärten aufgegriffen.
    Sie gliedern als Landschaftswellen den Platzbereich und zonieren durch ihre räumliche Ausbildung das heterogene Gebäudeensemble.
    Die freie Anordnung der Bäume zwischen den geschwungenen Gartenbändern und die typische Anordnung einer Parkbeleuchtung schaffen im zentralen Bereich des Festhallenvorplatzes eine dynamische und dennoch städtische Atmosphäre.
    Der Platz ist eine städtische Antwort auf die nördlich der Theodor-Heuss-Allee gelegene Parkanlage. Sie erfüllt alle logistischen und sicherheitstechnischen Anforderungen eines Veranstaltungs- und Messekomplexes und bildet mit der heterogenen Bau- und Parkstruktur eine Einheit - ein Gartenensemble.

    Zwischen den beiden Hauptzugängen, die mit Licht- und Werbeelementen markiert sind und an denen sich die Taxistände befinden, spannen sich die dynamischen Landschaftsbänder parallel zur starken historischen Fassade der Festhalle. Sie sind Platz und Park zugleich. Durch ihre Ausbildung als Gräben mit hinterleuchteten Kanten schaffen sie eine neue, vielfältig nutzbare Topografie. Die Bänder bilden ein Gesamtsystem, das Sitz- und Liegemöglichkeiten bietet und das Gelände unmittelbar vor der Festhalle abtrennt ohne die Platzfläche optisch einzuschränken. Die tiefer liegenden Feuchtzonen der Bänder sind mit Sträuchern bepflanzt, die an den nach oben ansteigenden Flächen auslaufen und in Grasflächen übergehen, die von Sitzkanten aus weißem Sichtbeton begrenzt werden.

    Dieses Landschaftsrelief wird nachts beleuchtet. Parkbeleuchtung bietet eine Grundbeleuchtung und angenehme Atmosphäre, während die unterleuchtete Sitzkante zusätzliche Effekte schafft und entlang der bepflanzten Landschaftsbänder zu den Hauptlaufflächen leitet.
    Große Lichtelemente am westlichen und östlichen Ende des Platzes führen linear gerichtet auf die Festhalle und den Messeeingang zu.
    Diese markanten Stelen leuchten die Platzfläche aus und dienen sowohl tags als auch nachts als Informations- oder Werbefläche. Das Augenmerk der Besucher wird auf diese wichtigen Eingänge gelenkt und unterstreicht den international wichtigen Ausstellungs- und Veranstaltungsort.

    Die Rampe der Tiefgarage ist in die Platzfläche integriert und führt zwischen den beiden nördlich gelegenen Grabenbändern in die Tiefgarage. Die Wendeschleife der Straßenbahn sollte in die Friedrich-Ebert-Anlage integriert werden um die Platzfläche der Festhalle großzügiger zu gestalten. Sollte dies aus technischen oder finanziellen Gesichtpunkten nicht umsetzbar sein, kann die Schienenanlage als Bestand in die Platzfläche des Platzes bodengleich eingebaut werden.

    Die Realisierung des Platzes ist aufgrund der komplexen städtebaulichen und logistischen Gesamtsituation so gewählt, dass der Ausbau in Teilabschnitten erfolgen kann. Als erste Maßnahme sollte die Zaunanlage der Festhalle entfernt werden und die große südliche Grabenkurve gebaut werden, um den Platz optisch zu öffnen und gleichzeitig die Kontrollfunktion des Grabens zur Verfügung zu haben.
    Der Logistikhof ist ab diesem Zeitpunkt ebenfalls fertig ausgebaut und voll funktionstüchtig.

    Als Gesamtensemble ist die Anlage sukzessive den Möglichkeiten und Anforderungen an den Platz auszubauen und bildet nach ihrer Fertigstellung eine städtebaulich und landschaftsarchitektonisch stimmige Lösung in Verbindung mit der bestehenden Parkanlage und dem internationalen Standort Festhalle/Messe Frankfurt.

    Evaluation by the jury
    Not available.