Evaluation by the jury
Die Verfasser entwickeln ein differenziertes Bebauungskonzept und
schaffen durch die Gliederung der Baumassen abwechslungsreiche
Freiräume von hoher Aufenthaltsqualität.
Die viergeschossige Bebauung entlang der Heeper Straße teilt sich
volumenhaft durch einen Versatz als Folge des zu berücksichtigenden
Baumbestandes und akzentuiert somit eine sinnfällige Führung zum
Haupteingangsbereich in das kleine Quartier.
Der dort entstehende fließende Raum aufgrund des offenen Eingangsbereiches
im Erdgeschoss setzt sich im Inneren fort.
Die nach Süden ausgerichtete Wegeführung verbindet das neu entstandene
Quartier mit dem Kindergarten im Süden.
Die Hierarchisierung der Freiflächen ist angemessen und wohltuend
aufeinander abgestimmt.
Der vorgelagerte Gartenbereich zur Wohngruppe schafft angenehme
Aufenthaltsqualitäten durch seine Südwestausrichtung.
Generell ist das fußläufige Erschließungskonzept klar und übersichtlich
aufgebaut. Gemeindebüro und Treffpunkt des Servicebereiches sind
folgerichtig an der öffentlichen Erschließungszone orientiert. Positiv zu
bewerten ist, dass alle Eigentumswohnungen nach Süden und Westen
ausgerichtet sind. Die Bäder in der Wohngruppe als auch der Zimmerzuschnitt
weisen jedoch funktionale Mängel auf und müssten bei
einer möglichen Realisierung überarbeitet werden. Die Tiefgarage weist
einen sehr hohen Verkehrsflächenanteil im Verhältnis zum angebotenen
Parkraum auf. Das Raumprogramm ist bis auf wenige Ausnahmen
erfüllt. Die kompakten Raumkörperfiguren lassen eine wirtschaftlich
vertretbare Realisierung zu.
Insgesamt ist dieser Entwurf ein erfreulicher Beitrag zur gestellten
Wettbewerbsaufgabe und von hoher Sensibilität im Umgang mit dem
parkähnlichen Grundstück.
Die architektonische Aussagekraft der Baukörperfiguren zeigt das Feingefühl
der Verfasser auch im Detail.