• DE-85464 Finsing
  • 09/2010
  • Result
  • (ID 37815)

Ortsmitte Neufinsing

Limited competition
  • 5th Prize

    Landscape architects
    Burger Landschaftsarchitekten Susanne Burger und Peter Kühn Partnerschaft, München (DE) Büroprofil

    In collaboration with::
    Architekten: Böhm Glaab Sandler Mittertrainer Architektur und Stadtplanung, München (DE)

    Prize money
    5.500 EUR

    Explanatory text
    Not available.

    Evaluation by the jury

    Die Idee die vertrauten, prägenden Baustrukturen „Rathaus, Kapelle und Kraftwerk“ am zentralen Platz künftig wirken zu lassen ist nachvollziehbar, führt jedoch zu einer überdimensionierten Freifläche, in der das Gebäude der VR Bank zu klein und verloren wirkt. Die Lage der neuen Nutzungen ist richtig und nachvollziehbar. Sie entsprechen dem geforderten Programm und den Anforderungen an den Immissionsschutz.

    Die hohe städtebauliche und gestalterische Qualität der im Süden vorgeschlagenen Senioren- und Pflegeeinrichtungen setzt sich im weiteren Verlauf der Ortsdurchfahrt vor allem beim benachbarten Lebensmittelmarkt leider nicht fort. Die erdgeschossige Bebauung zwischen Pflegeinrichtung und Bürgersaal ist stadträumlich unbefriedigend. Die Anordnung von Bürgersaal und Gastronomie sowie der Bücherei ist stimmig, die Lage des Biergartens im Norden überzeugt jedoch nicht.

    Die Idee einer sparsamen Erschließung ausschließlich von der Staatsstraße aus funktioniert im Süden und Norden. Im Bereich des Lebensmittelhandels und des Bürgersaals können die Lage der Zufahrt zur Tiefgarage/Anlieferung und die viel zu geringe Zahl der oberirdischen Stellplätze nicht akzeptiert werden. Der durch das sparsame Erschließungskonzept gewonnene großzügige Freiraum im Westen weist im südlichen Bereich eine hohe Qualität auf, die jedoch im Norden zwischen Bürgersaal und Brandwand des EON-Gebäudes keinen adäquaten Abschluss findet. Die vorgeschlagene Anbindung an den Erlebnisraum Speichersee wirkt durch ihren geradlinigen Verlauf monumental und endet unangemessen an einer Garagenfront im Westen.

    Das in Abschnitten realisierbare städtebauliche Konzept ist vor allem wegen des hohen Anteils des NBL wirtschaftlich. Der Lebensmittelmarkt wird wegen seiner beengten Lage und dem unbefriedigenden Stellplatzangebot nur schwer zu realisieren sein. Die geplanten Nutzungen sind aus schalltechnischer Sicht gut realisierbar. Auf Grund der Lage der Einrichtungen sind keine Immissionskonflikte zu erwarten. Die Erschließung der Tiefgarage liegt zu weit im Kreuzungsbereich. Die Abwicklung des Verkehrs wird an dieser Stelle wird kaum realisierbar sein. Ebenfalls sind die beiden zusätzlichen Zufahrten zum Seniorenwohnen verkehrlich ungünstig.