• DE-86343 Königsbrunn
  • 08/2011
  • Result
  • (ID 54484)

Königsbrunn Mitte

Limited competition
  • 1st Prize

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    Landscape architects
    Freiraum Plan GbR, Gilching (DE)

    In collaboration with::
    Architekten: Atelier Lüps, Schondorf (DE)

    Explanatory text
    Not available.

    Evaluation by the jury

    Der Entwurf besticht auf den ersten Blick mit dem zentralen Element einer Ost-West-
    Achse, die durch einen markanten Wasserlauf mit Baumreihe geprägt ist. Die
    Überleitung der nach Norden versetzten Achse vom urbanen in den Landschaftsraum
    erfolgt über sogenannte Orientierungspunkte skulpturaler Art.
    Die Achse - vom Rathausplatz ausgehend - mündet im Zentrum schlüssig in einen
    Stadtplatz, bindet damit das „politische Zentrum“ an das merkantile und kulturelle
    Zentrum in klarer und nobler Weise an.
    Die Verfasser führen mit dem Wasserband ein Element ein, dass die Freiräume des
    Stadtzentrums stark und positiv prägen kann. Die Verbindung mit dem Stadtplatz
    bildet eine gut wahrnehmbare Zäsur in der Hauptstraße. In der vorgeschlagenen
    Dimension sind erhöhte Kosten in der Erstellung und im Unterhalt zu erwarten.
    Die multifunktionale Nutzungsmöglichkeit der Vordachlösung der Schrannenhalle wird
    ausdrücklich anerkannt und verspricht reizvolle Aufenthaltsqualität.
    Die Größe des Stadtplatzes hat allerdings hinsichtlich unterschiedlicher Nutzungsmöglichkeiten
    für öffentliche Veranstaltungen (puplic viewing / Konzerte etc.) gewisse
    Einschränkungen. Die Schrannenhalle als erweiterter überdeckter Marktplatz ist
    sinnvoll platziert.
    Die Durchwegung des Gesamtareals in Nord-Süd Richtung ist in ansprechender Form
    gegeben und eröffnet reizvolle Alternativen für Fußgänger und Radfahrer. Sie
    respektiert darüber hinaus den Verlauf der Via Claudia.
    Die Verkehrshauptachse der Bgm.-Wohlfarth-Straße wird durch Belagswechsel im
    Bereich der Plätze sinnvoll unterbrochen und wird damit in diesen Bereichen in ihrer
    Dominanz reduziert. Das Parken ist im Zentrum angenehm verteilt. Die Erschließung
    der gewerblichen Bereiche liegt richtigerweise auf der Nordseite der Großblöcke.
    Das südliche Wohnquartier mit differenzierter Wohnstruktur weist eine klare und
    qualitätsvolle Quartiersbildung auf. Die Introvertiertheit mit platzartigen Aufweitungen
    der Fußwegeverbindungen eröffnet den Fußgängern neue Perspektiven. Das Hineinschieben dieses Wohnquartiers in den öffentlichen Straßenraum ist allerdings
    nicht nachvollziehbar. Hier wird durch eine nicht öffentliche Nutzung eine zusätzliche
    Barriere im Straßenraumgefüge geschaffen, die unberechtigt in Konkurrenz zum
    markanten Kulturhaus tritt.
    Das Wohnen im Bereich der Großblöcke ist grundrissmäßig ansprechend gelöst, lässt
    allerdings eine barrierefreie öffentliche Durchwegung nicht zu.
    Das Kulturzentrum setzt an der Straße auch unter dem Gesichtspunkt der
    Silhouettenbildung einen klaren signifikanten Ankerpunkt und stellt einen an dieser
    Stelle notwendigen Auftakt des Zentrums dar. Die vorgeschlagene Materialität nimmt
    das Thema Sichtziegel der bestehenden Kirchen auf, was jedoch hinterfragt wird.
    Hinsichtlich der Grundrissorganisation bietet es neben getrennt gut nutzbaren
    Bereichen reizvolle Ausblicke.
    Grundsätzlich lässt die achsenbezogene Orientierung der Gebäude auch Änderungen
    in der abschnittsweisen Umsetzung der Planung ohne Nachteil für die Realisierung
    des Gesamtkonzeptes zu. Insgesamt verspricht die Arbeit eine städtebauliche und
    bauliche Lösung, die das Zentrum Königsbrunns deutlich markiert und den Bestand
    wirkungsvoll einbindet.


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Created on 31.03.2011, 15:37
Last updated 01.04.2011, 14:39
Entry ID 4-43778
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