• DE-59494 Soest
  • 12/2011
  • Result
  • (ID 85448)

Entwicklung der Adam Kaserne Soest im Rahmen der REGIONALE 2013

Limited competition
  • 2nd Prize

    Experimenteller Städtebau auf dem Exerzierfeld

    Architekten
    De Zwarte Hond, CA Rotterdam (NL), Groningen (NL), Köln (DE) Büroprofil

    In collaboration with::
    Landscape architects: URBAN CATALYST studio, Berlin (DE)
    Landscape architects: Davids | Terfrüchte + Partner, Essen (DE)

    Prize money
    12.000 EUR

    Explanatory text
    Die Adam Kaserne in Soest soll im Rahm der Regionale 2013 zu einem lebendigen und innovativen Ort umgestaltet werden. De Zwarte Hond hat zusammen mit Studio UC, Berlin und Davids, Terfrüchte + Partner, Essen ein Konzept des koproduktiven Städtebaus entwickelt bei dem die heutigen Nutzer und Akteure wie auch die zukünftigen Bewohner frühzeitig in den Planungsprozess eingebunden werden können.
    Das Konzept ist zum einen äußerst flexibel und nachhaltig und wahrt zum anderen die Geschichte des Ortes, da bestehende Strukturen, Oberflächen und Raumsequenzen im Freiraum so weit wie möglich erhalten werden.

    Evaluation by the jury

    Die Arbeit nutzt besonders die Bestandspotenziale – die Gebäude, die ehemalige Exerzierhalle und auch den ehemaligen Reitstall, den Baumbestand und das heutige Erschließungsgerüst – zur Quartiersentwicklung.
    Bestand und Neues bilden ein spannungsvolles neues Ganzes, das durch neue öffentliche Spangen sehr gut verzahnt wird. Diese Verwebung aller Bereiche durch eine Shared-Space–Erschließung wird als innovativ gesehen, wobei die Erschließung und Zonierung im Bereich des ehemaligen Exerzierplatzes zu prüfen wäre.
    Der historische Zugang bleibt die Haupterschließung und wirkt adressbildend. Es sollte jedoch überlegt werden, ob eine Erschließung für die Quartiersgröße ausreicht. Die vorgeschlagenen unterschiedlich großen Baufelder zeigen flexibel nutzbare Entwicklungsmöglichkeiten auf. Sie können somit auf unterschiedliche Nachfragen und Tendenzen reagieren.
    Die vorgeschlagenen Typologien der Baufelder geben differenzierte und angemessene Antworten auf die jeweiligen Standortqualitäten (z.B. Exerzierfeld, Übergang zur Landschaft im nördlichen Bereich, Nordkante zur vorhandenen Bebauung). Die südwestlichen Solitärbauten überzeugen nicht, insgesamt wird der Bestand durch die Neubauten aber gut eingebunden. Bei den Stadthäusern wird die Orientierung der Wohnnutzung zur Straße und der Gewerbenutzung zum Inneren kritisch und besser umgekehrt gesehen.
    Die unterschiedlichen großen Baufelder erscheinen für eine schrittweise Realisierung gut geeignet.
    Die vorgeschlagenen Platzspangen bilden die zentrale Gliederungsund Verbindungsstrukturen des Quartiers. Sie sind jedoch nur teilweise umgesetzt. Der Festplatz zwischen Block 2 und 3 überzeugt durch seine Lage, Dimension und Multifunktionalität. Die zweite Platzspange sollte nicht in Konkurrenz zum Festplatz stehen, sondern könnte besser eine eigene (grünbetontere?) Sprache finden.
    Während die Gestaltung und die Nutzungsangebote zwischen den vorhandenen Blöcken angemessen erscheinen, ist die Qualität der Freiräume im nördlichen Bereich verbesserungsfähig. Die notwendige Stellplatzanzahl wird nicht erfüllt.
    Vor dem Hintergrund, dass die Gebietsentwicklung mindestens 10 Jahre in Anspruch nehmen wird, können bei dieser Arbeit bereits erste kleine Bausteine Akzente setzen. Die Besonderheit dieser Arbeit liegt, neben der sensiblen räumlichen, in der prozessorientierten Entwicklung.