Der Neubau des Zentralsekretariats der Deutschen Bischofskonferenz ersetzt in einer historischen Baulückensituation das Bestandsgebäude aus den 60-er Jahren. Mit ca. 130 Arbeitsplätzen, Kapelle, Refektorium, Bibliothek, einem Konferenz – und Veranstaltungsbereich sowie einer Tiefgarage sind verschiedene Funktionen unter einem Dach vereint. Verknüpfungspunkt der Erschließung ist die zentrale, zweigeschossige Eingangshalle. Hauskapelle, Refektorium, Bibliothek und Empfang sind als...
Der Neubau des Zentralsekretariats der Deutschen Bischofskonferenz ersetzt in einer historischen Baulückensituation das Bestandsgebäude aus den 60-er Jahren. Mit ca. 130 Arbeitsplätzen, Kapelle, Refektorium, Bibliothek, einem Konferenz – und Veranstaltungsbereich sowie einer Tiefgarage sind verschiedene Funktionen unter einem Dach vereint. Verknüpfungspunkt der Erschließung ist die zentrale, zweigeschossige Eingangshalle. Hauskapelle, Refektorium, Bibliothek und Empfang sind als Komposition individuell gestalteter Elemente in die Halle eingestellt oder an sie angelagert.
Der ca. 60 m lange Baukörper wird straßenseitig durch Haupttreppenhaus und Anordnung von Anschlussbaukörpern zu den Nachbargebäuden gegliedert und dadurch die Größenordnung der umgebenden Bebauung reflektiert. Ziegeltonplatten als kleinteilige Fassadenbekleidung im Anschluss an die Nachbarn unterstützen die Einbindung in die Umgebung.
Sämtliche Arbeitsplätze haben im Hinblick auf Belichtung und Schallschutz die gleiche Qualität. Zur lauten Kaiserstraße / Bahnstrecke wird dies durch eine Doppelfassade sichergestellt. Die Wahl des Konstruktions - und Ausbaurasters ermöglichen verschiedene Bürotypen innerhalb der einzelnen Grundrisse.
In Zusammenarbeit mit den Ing.-Büro „transsolar“ ist ein Energiekonzept entwickelt worden, dass optimale Arbeitsbedingungen bei gleichzeitig sparsamer Verwendung von Ressourcen ermöglicht.
Grundwasser wird als Energieträger mittels Tiefbrunnen gefördert und steht mit seiner relativ konstanten Temperatur innerhalb der Geschossdecken (Bauteilaktivierung) als kühlendes Element zur Verfügung. Darüber hinaus wird Grundwasser für den Betrieb der Toiletten, sowie für die gartenseitige Wasserfläche genutzt. Die Beheizung des Gebäudes erfolgt über Fernwärme. Unnötige Lüftungsenergieverluste werden durch Fensterkontakte begrenzt, die bei geöffnetem Fenster die Raumheizung abschalten. Im Zusammenspiel dieser Komponenten mit einer hochwertigen Wärmedämmung wird beim Betrieb des Gebäudes nur ca. 55 % der lt. EnEV zulässigen Energie verbraucht.