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  • DE-72072 Tübingen
  • Built project

Institut Prof.Dr. Jäger in Tübingen GmbH


Project description:
Das Laborgebäude des Instituts Dr. Jäger ist das Ergebnis eines Wettbewerbs aus dem Jahr 1986. Das Baugrundstück liegt in der sich von Süden nach Norden öffnenden Talaue der Steinlach am Südrand der Stadt Tübingen, im Gewerbegebiet "Unter dem Holz". Es bildet mit den im Norden und Osten benachbarten Grundstücken den städtebaulichen "Auftakt" des Gewerbegebietes. Durch die Lage des Geländes an der Einmündung Ernst-Simon-Strasse in die Waldhörnlestrasse wird ein Gebäudekörper als L-förmiger... +
Das Laborgebäude des Instituts Dr. Jäger ist das Ergebnis eines Wettbewerbs aus dem Jahr 1986. Das Baugrundstück liegt in der sich von Süden nach Norden öffnenden Talaue der Steinlach am Südrand der Stadt Tübingen, im Gewerbegebiet "Unter dem Holz". Es bildet mit den im Norden und Osten benachbarten Grundstücken den städtebaulichen "Auftakt" des Gewerbegebietes. Durch die Lage des Geländes an der Einmündung Ernst-Simon-Strasse in die Waldhörnlestrasse wird ein Gebäudekörper als L-förmiger zweigeschossiger Hauptbaukörper, der die vorgegebene Bebauungsgrenze aufnimmt, parallel zu den angrenzenden Strassen angeordnet. Senkrecht dazu auf dem verbleibenden Geländeteil, gliedern sich eingeschossige lineare Baukörper an, die im Zentrum einen Innenhof ergeben. Die eingeschossigen Gebäudeteile werden auf der Westseite durch eine Glasgang, der den Innenhof nach Westen abgrenzt, miteinander verbunden. Der Eingang der Gesamtanlage ist dem Kreuzungspunkt Waldhörnlestrasse - Ernst-Simon-Strasse zugewendet. In der Gebäudestruktur wird dieser durch die starke transparente Ausbildung dieses Gebäudebereiches erkennbar. Durch die Trennung bzw. Zäsur der einzelnen Gebäudekuben mittels transparenter Dachflächen wird der additive Entwurfsansatz unterstützt und bewirkt zusätzlich eine starke Lichtdurchflutung des Gebäudes. Die Funktionsbereiche sind analog der Gebäudestruktur angeordnet. Der zweigeschossige Gebäudekubus wird durch Verwaltungsräume und die Wohnung genutzt. In den eingeschossigen Gebäudekuben sind die reinen Laborflächen des Instituts untergebracht. Als vertikale Verbindung der Geschosse dienen linear angeordnete Verbindungselemente, die der Eingangshalle zugeordnet sind. Die Gesaltung des Instituts verfolgt das Ziel, die für das Gebäude notwendige Technik und Konstruktion nicht zu verleugnen und zu verdecken. Es ist angestrebt, die Eigenschaften der modernen Technik ästhetisch in die Konstruktion des Bauwerks einzubinden. Dadurch wird die Unsicherheit erzeugende Undurchschaubarkeit der modernen Technik aufgehoben und dem Menschen bzw. dem Nutzer nähergebracht. Ein weiteres für die Gebäudestruktur wichtiges Gestaltungselement ist die Offenheit bzw. Transparenz des Gebäudes. Durch diese Transparenz wird eine Öffnung des Gebäudes zum Betrachter erreicht und auch eine starke Beziehung zum Aussenraum für die Arbeitsplätze im Gebäude. Im Inneren entsteht dadurch ein solzialer Innenraum, also ein menschlicher Arbeitsplatz, der durch Ausleuchtung mit Tageslicht starke Bezüge zur Natur ermöglicht. Der Raumeindruck wird daher auch massgebend durch die einzelnen Jahreszeiten und Witterungsbedingungen bestimmt. Die Grundkonstruktion des Gebäudes erfolgt als Stahlbetonkonstruktion (Stützen und Flachdecken) auf einem Konstruktionsraster von 7.00 x 7.00 m. Die Decke des Untergeschosses und die Decke des zweigeschossigen Bauteils des Erdgeschosses sind als 30 cm starke Stahlbetonflächen unterzugslos ausgeführt. Die Aussenwände sind in Stahlbeton von 20 cm Stärke ausgeführt. Als Aussenverkleidung dient eine ca. 4-6 cm starke Wärmedämmung mit Hinterlüftung und Verblendmauerwerk (Klinkersandstein). Die Dachkonstruktion besteht aus unterspannten Stahlträgern im 7.00 m Raster und quer dazu, d.h. in Fassadenrichtung, Stahlträger als Pfetten. Zwischenwände im Erdgeschoss und Obergeschoss sind als Gipskarton-Metallständerwände bzw. Holzpaneelwand ausgeführt. Die Dachflächen des Gebäudes sind mit einer Blechbedachung (Alublech natur) gedeckt. Umweltfreundliche und wirtschaftliche Wärmeversorgung durch erdgasbefeuerten Warmwasserheizungsanlage. Wirtschaftliche Lüftungsanlage durch automatische 3-Stufen-Regelung nach Bedarf, in jedem Raum schaltbar. Überwachung des Laborwassers durch einen PH-Schreiber. Energieeinsparung durch grosse Glasflächen im Süd-Westen, passive Nutzung der Sonnenenergie, Vermeidung der Aufheizung durch automatisch gesteuerte Aussenmarkisen. -


  • Project participants

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  • Project data

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    Start of construction 1986
    Completion 1988
    Type of building Research facilities, Laboratories (New building)
    Project address Ernst-Simon-Strasse 2-4
    DE-72072 Tübingen
  • Map

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  • Guarantee

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Announced on 15.11.2010
Last updated 15.11.2010
Project ID 5-44496
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