Architekturkonzept
Das BioTech-Gebäude versteht sich als einfacher, aus seinem funktionalen Anspruch gewachsener, klar strukturierter, kubischer Baukörper. Es wird eingerahmt von den stählernen Strukturen der Hochöfen und dem Gebäude des ‘incubateur d‘entreprises‘; ist von diesem nur durch den Highway getrennt und technisch so vorbereitet, dass die beiden Gebäude zu einem späteren Zeitpunkt mittels einer gläsernen Passerelle auf Niveau des 2. Obergeschosses verbunden werden könnten....
Architekturkonzept
Das BioTech-Gebäude versteht sich als einfacher, aus seinem funktionalen Anspruch gewachsener, klar strukturierter, kubischer Baukörper. Es wird eingerahmt von den stählernen Strukturen der Hochöfen und dem Gebäude des ‘incubateur d‘entreprises‘; ist von diesem nur durch den Highway getrennt und technisch so vorbereitet, dass die beiden Gebäude zu einem späteren Zeitpunkt mittels einer gläsernen Passerelle auf Niveau des 2. Obergeschosses verbunden werden könnten.
Das Gebäude verschiebt sich in südlicher Richtung um etwa 5 m gegenüber der Flucht des ‘incubateurs‘, dadurch ist der zweigeschossige Eingangsbereich von der Erschließungsstraße aus gut einseh- und erkennbar und weist so trotz der hohen baulichen Dichte eine eigenständige Adresse auf. Der Baukörper hat eine Länge von 28.10 m, eine Tiefe von 15.70 m und eine Höhe von 27.00 m und weist eine BGF von 3.460 m2 auf.
Fassaden
Dreiseitig zeigen sich die Fassaden relativ geschlossen, nur die Westfassade öffnet sich großzügig mit raumhohen Verglasungen der Labore, bzw. Büroflächen. Die notwendigen Techniköffnungen werden durch eine Lamellenstruktur verdeckt, die die Größe der Verglasungen aufnimmt. Das monolithische Erscheinungsbild des hell verputzten Baukörpers wird durch die fassadenbündige Verglasung zusätzlich unterstrichen.
Nutzung
Das achtgeschossige Forschungsgebäude benötigt annähernd 3 vollständige Geschossebenen, um die notwendige Gebäude- und Forschungstechnik aufzunehmen. Von den verbleibenden 5 Niveaus ist eine Etage für Büronutzung ausgebaut, die soweit vorinstalliert wurde, dass sie später als Laboretage genutzt werden kann. Die Geschossebenen sind klar strukturiert und bestimmt durch den hohen funktionalen Anspruch des Gebäudes. Nach Osten orientieren sich vertikale und horizontale Erschließung, notwendige Nebenfunktionen und jeweils am Kopf des Flures, über dem Entree des Gebäudes, ein Besprechungsraum. Daran schließt sich die trennende „Technikschiene“ an, die aus vertikalen Technikschächten und den Zugängen zu den Laboren besteht. Nach Westen orientieren sich die Laborräume mit den vorgelagerten Dokumentations- bzw. Schreibzonen.
Materialien und Farben
Die vorherrschenden Materialien im Innenraum des Gebäudes sind Sichtbetonoberflächen und Kautschukbodenbeläge. Die klare Atmosphäre durch den grauen Boden, die weißen Wände und Decken erhält mittels kräftiger Farben der Sitzmöbel, Holztüren, Schilder und Einbaumöbel optische Akzente. Der Bodenbelag des Sichtbeton-Treppenhauses ist in einem warm-gelben Farbton gehalten. Die Lounge ist als begehbares Eiche-Möbel konzipiert, Trennwände aus Glas lassen das natürliche Sonnenlicht tief in das Gebäude einfallen.