Der Neubau der Pädagogischen Akademie präsentiert sich als ein freistehender, solitärer Quader, welcher in der Süd-Ost-Ecke des Grundstückes platziert ist. Leicht zurückgesetzt von der stark befahrenen Landgraf-Georg-Straße nimmt er entlang der Stiftstraße die einst vorhandene historische Bauflucht wieder auf.
Da sich der Lehrbetrieb der Evangelischen Ausbildungsstätten auf mehrere Gebäude am Elisabethenstift verteilt, handelt es sich beim Neubau um ein reines Unterrichtsgebäude.
Um den...
Der Neubau der Pädagogischen Akademie präsentiert sich als ein freistehender, solitärer Quader, welcher in der Süd-Ost-Ecke des Grundstückes platziert ist. Leicht zurückgesetzt von der stark befahrenen Landgraf-Georg-Straße nimmt er entlang der Stiftstraße die einst vorhandene historische Bauflucht wieder auf.
Da sich der Lehrbetrieb der Evangelischen Ausbildungsstätten auf mehrere Gebäude am Elisabethenstift verteilt, handelt es sich beim Neubau um ein reines Unterrichtsgebäude.
Um den Lehrkräften kurze Wege zu den Klassen zu ermöglichen befindet sich der Haupteingang auf der Gebäudenordseite, vis á vis zum Bernhard-Knell-Haus, in welchem sich die Schulverwaltung mit Lehrer- und Dozentenbüros befindet. Der sich zwischen den Gebäuden aufspannende, von der Stiftstraße aus zugängliche Platz dient als Verteiler und Pausenhof.
Eine glasüberdachte Innenhalle ist Mittelpunkt des viergeschossigen Gebäudes. Sie dient als Kommunikationspunkt für Schüler und Lehrer. Während das Erdgeschoss die öffentlicheren Funktionen wie Schulbibliothek, Musik-, Spiel- und Bewegungsräume beherbergt, sind in den Obergeschossen ausschließlich Seminar- und Gruppenräume untergebracht, die sich ringförmig um die Halle lagern. Im Erdgeschoss kann über eine mobile Trennwand der westlich gelegene Musik- und Bewegungsraum zur Innenhalle hin geöffnet werden. Somit ist es möglich bei schulinternen Veranstaltungen (Theater, Konzerte, Feiern) diesen Raum zusammen mit dem Foyer als Veranstaltungssaal zu nutzen.
Im Untergeschoss befinden sich neben weiteren Unterrichtsräumen, wie den zwei Werkräumen mit Werkhof und angrenzenden Werkstätten, ein Raum zur Meditation, Hauswirtschaftsraum, Hausmeisterwerkstatt, Archivräume, Funktionsräume für die haustechnischen Anlagen, sowie Umkleideräume und WC-Anlagen.
Ausgehend vom Foyer im Erdgeschoss verbinden einläufige Treppen alle Ebenen innerhalb der Innenhalle. Zusätzlich befinden sich an den gegenüberliegenden Gebäudeseiten zwei abgeschlossene Fluchttreppenhäuser.
Die Tragstruktur des neuen Seminar- und Schulgebäudes besteht aus einer Stahlbetonkonstruktion. Dabei spannen die Decken von den tragenden Außenwänden zu den die Innenhalle begrenzenden tragenden Innenwänden. Somit lassen sich auch zukünftige Raum- und Nutzungsänderungen durch leichte nichttragende Innenwände problemlos realisieren.
Das Fassadenbild entwickelt sich aus der Grundrissstruktur. Vor den stets einseitig belichteten Klassen- und Gruppenräume löst sich die Außenwand in einen regelmäßigen Wechsel von Fenstern und Stützen auf. Großzügige von der Decke bis zum Boden reichende Glasflächen sorgen somit auf allen Gebäudeseiten für optimale natürliche Belichtungsverhältnisse. An der West-, Süd- und Ostseite ist ein außenliegender Sonnenschutz in Form eines Screengewebes vorgesehen. In Anlehnung an zahlreiche in diesem Stadtgebiet anzutreffende Gebäude mit Backsteinfassaden, erhielten die geschlossenen Außenwandflächen eine Vorsatzschale aus Klinkermauerwerk.