Das neue Rathaus in Remshalden bildet den ersten und wichtigsten Baustein für die „Neue Mitte Remshalden“. An der Ecke zwischen Unterer Hauptstraße und Vom-Stein-Straße setzt es einen markanten architektonischen Akzent als Auftakt für die weitere bauliche Entwicklung. Der kraftvolle, kubische Baukörper definiert auch zum Marktplatz hin eine klare Raumkante. Westlich des Rathauses schließt sich der großzügige neue Marktplatz an, dessen Mittelpunkt ein Baumkarree bildet. Mit dem Bau des...
Das neue Rathaus in Remshalden bildet den ersten und wichtigsten Baustein für die „Neue Mitte Remshalden“. An der Ecke zwischen Unterer Hauptstraße und Vom-Stein-Straße setzt es einen markanten architektonischen Akzent als Auftakt für die weitere bauliche Entwicklung. Der kraftvolle, kubische Baukörper definiert auch zum Marktplatz hin eine klare Raumkante. Westlich des Rathauses schließt sich der großzügige neue Marktplatz an, dessen Mittelpunkt ein Baumkarree bildet. Mit dem Bau des geplanten Wohn- und Geschäfthauses als zweiter Platzkante wird auch eine Fontänenanlage als zweites belebendes Element auf der Platzfläche realisiert werden.
Ziel der architektonischen Konzeption war es ein Gebäude zu schaffen, das nicht nur im Bezug auf Funktionalität und Gestaltung Zeichen setzt. Das Rathaus sollte auch ein Vorzeigeobjekt im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Resourcen schonenden Umgang mit fossilen Energieträgern darstellen. Erreicht wird dies durch die kompakte Bauform, Geothermienutzung, Bauteilaktivierung zur Beheizung und Kühlung und durch eine kontrollierte Be- und Entlüftung aller Räume in Verbindung mit einer sehr effektiven Wärmerückgewinnung.
Transparenz und Bürgernähe spiegeln sich im Charakter des Gebäudes wider. Die weitgehend verglaste Erdgeschosszone wirkt offen und einladend. Vornehme Zurückhaltung bei der Gestaltung und hochwertige Materialien sorgen für ein der Bauaufgabe angemessenes Erscheinungsbild und unterstützen den repräsentativen Charakter des Gebäudes.
Zwei Materialien dominieren die Fassadengestaltung: Glas und Muschelkalk, der durch drei unterschiedliche Oberflächenstrukturen kontrastreich wird und so die Flächen belebt und gliedert.
Der zurückgesetzte Besuchereingang führt vom Marktplatz in ein zentrales, als Atrium gestaltetes, multifunktionales Foyer. Die übersichtliche Raumanordnung sorgt für eine optimale und schnelle Orientierung der Nutzer. Der Bürgerservice im Norden, Sitzungssaal und Trauzimmer im Süden und der Treppenaufgang im Osten sind unmittelbar vom erdgeschossigen Foyerbereich erschlossen. Die Raumanordnung ist so gewählt, dass Saal, Bürgerbüro und Verwaltungsräume unabhängig voneinander nutzbar sind. Sitzungssaal und Trauzimmer sind koppelbar und stehen als großer Bürgersaal auch für vielfältige kulturelle Nutzungen zur Verfügung.
Treppe und Aufzug führen in die oberen Foyerbereiche und zu den Büroräumen der Verwaltung in den Obergeschossen. Die Galerieflächen im zentralen Atrium staffeln sich geschossweise zurück und sorgen so für einen freundlichen, sehr hellen und qualitätvollen Innenraum. Der Eindruck wird durch großflächige Verglasungen an den Enden der Querflure und Oberlichtbänder in den Längsfluren unterstützt. In die Foyerflächen sind offene Wartebereiche integriert. Die untergeordneten Funktions- und Nebenräume und die technische Erschließung sind in einem Kern zusammengefasst.
Im Untergeschoss befinden sich neben der Tiefgarage und den Haustechnikräumen auch die Registratur, der Grundbuchaktenraum und weitere Nebennutzflächen.
Entstanden ist ein „Offenes Haus“ dessen helle, freundliche Atmosphäre sich nicht nur den Besuchern mitteilt, sondern auch all jenen, die täglich hier arbeiten.