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  • DE-44801 Bochum
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Parkour Bochum


Project description:
Allgemeines

Parkour ist eine in Deutschland noch relativ neue Trendsportart mit Läufern, die sich frei im städtischen Raum bewegen. Bisher gibt es in Deutschland erst wenige Orte, an denen stationär trainiert werden kann. Seit 2011 hat auch Bochum einen Parkour. Die Parkourfläche liegt in einem Bochumer Stadtteil, der ursprünglich als Universitäts-Wohnsiedlung angelegt wurde. Sie besteht aus einem weitestgehend autofreien Innenraum und 5 bis 7-geschossigen Gebäuden, die sich um grüne... +
Allgemeines

Parkour ist eine in Deutschland noch relativ neue Trendsportart mit Läufern, die sich frei im städtischen Raum bewegen. Bisher gibt es in Deutschland erst wenige Orte, an denen stationär trainiert werden kann. Seit 2011 hat auch Bochum einen Parkour. Die Parkourfläche liegt in einem Bochumer Stadtteil, der ursprünglich als Universitäts-Wohnsiedlung angelegt wurde. Sie besteht aus einem weitestgehend autofreien Innenraum und 5 bis 7-geschossigen Gebäuden, die sich um grüne Innenhöfe gruppieren.
Migranten stellen im Quartier einen sehr hohen Anteil der Bewohner (über 60 verschiedene Nationen), und der überwiegende Teil der Wohnungen sind Sozialwohnungen. Das Quartier hat einen Sanierungsstau und große soziale Probleme. Die zahlreichen Kinder der Anwohner nutzen den Freiraum intensiv für Spiel und Freizeit. Plätze, Wege, Ausstattungselemente wie Brunnen und Spielplätze sind überaltert und teilweise nicht funktionsfähig.
Vor diesem Hintergrund wurde 2007 durch Inwis mit wbp Landschaftsarchitekten, beide Bochum, eine städtebauliche Entwicklungsstudie * erarbeitet, die bereits die Wünsche der Bewohner an die Freiräume im Quartier einbezog. Aufbauend auf dieser Studie wurde 2009 eine Rahmenplanung (wbp Landschaftsarchitekten) für das nördliche Plangebiet (Brunnenplatz mit Hustadttor und Parkourfläche) erstellt. Seit 2010 werden erste Maßnahmen umgesetzt: 2010/12 wurde/wird der Brunnenplatz in zwei Bauabschnitten, 2011 der Parcours für Parkour und 2012 der Spielplatz realisiert.


Konzept

Der Brunnenplatz ist der nördliche Platz im Quartier und zeichnet sich durch eine hohe Nutzung vor allem durch viel spielende Kinder aus. Besonders das Fußballspielen führt immer wieder zu Konflikten. Daher war es bei der Neuplanung des Brunnenplatzes wichtig, den Kindern und Jugendlichen Alternativen anzubieten. Am Hustadttor soll daher neben einer großzügigen Platzfläche ein Spielplatz für Kinder zwischen 4 und 12 Jahren entstehen. Die benachbarte Brachfläche soll zur Sport- und Freizeitfläche für die älteren Kinder und Jugendlichen umgebaut werden.
Die Idee, eine Parkourstrecke anzulegen wurde im Rahmen eines Beteiligungsverfahrens (Betreuung durch das Stadtumbaubüro Hustadt) von den Jugendlichen des Vereins HuTown im Rahmen eines Workshopverfahrens entwickelt, Das Büro wbp Landschaftsarchitekten hat die Idee aufgegriffen und mit Hilfe des Konjunkturpaketes II aus Mitteln des Bundes, des Landes und der Stadt Bochum 2011 umgesetzt.
Bei dem Grundstück handelt es sich um drei terrassenartig angelegte, seit mehreren Jahrzehnten ungenutzte Stellplatzflächen zwischen dem Wohnquartier und der benachbarten Quartiererschließung. Die oberste der drei Flächen musste als Ausgleich für die, zugunsten des Kinderspiels am Hustadttor wegfallenden Parkplätze, wieder als Parkplatz hergestellt werden. Die Topographie der Fläche mit den verschiedenen Ebenen und der Stützmauer bildet einen spannungsvollen Raum.
Um den Jugendlichen geeignete Trainingselemente für Parkour zur Verfügung zu stellen wurden die Geräte und Abläufe mit Pablo Giese, dem Gründer des Netzwerkes Parkour-im-Pott, einem professionellen Parkourläufer und einem Hersteller dieser Geräte (Firma X-Move) ausgewählt.
Die Parkourgeräte sind inselartig auf der oberen Ebene so angeordnet, dass ein flüssiger Bewegungsablauf zwischen den einzelnen Geräten möglich ist. Die Stationen bestehen aus Beton- und Stahlrohrelementen an denen z.B. Sprung-, Hangel- und Klettertechniken in verschiedenen Schwierigkeitsgraden geübt werden können. So besteht beispielsweise Station I – der sogenannte Preci Block – aus flachen, blockstufenähnlichen Elementen, zwischen denen der Abstand immer größer wird, so dass sichere Absprung- und Landetechniken in einem Abstand von 1,20m bis 3,0m trainiert werden können. Wichtig bei der Konzipierung war auch die Robustheit der Anlage und der Geräte. Die zwei Ebenen werden durch eine Rampe miteinander verbunden. Der Belag wurde aufgrund vorhandener Altlasten aus Asphalt erstellt, der jedoch für das Training sehr gute Eigenschaften hat (Griffigkeit und Härte). Um die Fläche aufzulockern, wurden die Geräte in maigrüne Inseln aus einem Fallschutzbelag gesetzt.
Der Bochumer Parkour ist in der Szene mittlerweile ein „fester Begriff“. Dieser wird aber nicht nur von Jugendlichen, sondern auch zunehmend von Kindern genutzt, die durch die erfahrenen Parkourläufer zu Bewegung animiert werden – in einer Zeit des Bewegungsmangels bei Kindern und Jugendlichen daher ein wichtiger Beitrag für den Spaß an sportlichen Aktivitäten. Hier zählt zudem nicht die Nationalität, sondern allein das Können und die Geschicklichkeit der Jugendlichen. Der Respekt vor der sportlichen Leistung trägt auch zum friedlichen Miteinander der verschiedenen Kulturen bei.

* „Städtebauliches Entwicklungskonzept für die Innere Hustadt im Stadtteil Querenburg“ im Rahmen des Städtebauförderprogramms Stadtumbau West, im Auftrag der Stadt Bochum, erstellt durch InWis und wbp Landschaftsarchitekten, 2007 -


  • Project participants

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  • Project data

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    Start of construction 01.02.2011
    Completion 18.06.2011
    Type of building Sports facilities, Sports grounds, Gymnasiums
    Project address Hustadtring 53
    DE-44801 Bochum
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  • Guarantee

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Announced on 07.03.2012
Last updated 13.06.2012
Project ID 5-47638
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