Akzentsetzung statt Austauschbarkeit
Die Rheinstraße ist geprägt durch eine Aneinanderreihung austauschbarer Solitärgebäude. Durch den Neubau des Fraunhofer SIT wird einerseits mit einem flachen Sockelbau der Straßenraum gefaßt und mit einem aufgehenden Büroriegel ein starker, weithin wahrnehmbarer Akzent gesetzt. Die Typologie entwickelt sich aus der klaren Ablesbarkeit der Nutzungen im SIT. Der eingeschossige Sockelbau schiebt sich an die Straße, ist Entree und Schaufenster. Durch ein...
Akzentsetzung statt Austauschbarkeit
Die Rheinstraße ist geprägt durch eine Aneinanderreihung austauschbarer Solitärgebäude. Durch den Neubau des Fraunhofer SIT wird einerseits mit einem flachen Sockelbau der Straßenraum gefaßt und mit einem aufgehenden Büroriegel ein starker, weithin wahrnehmbarer Akzent gesetzt. Die Typologie entwickelt sich aus der klaren Ablesbarkeit der Nutzungen im SIT. Der eingeschossige Sockelbau schiebt sich an die Straße, ist Entree und Schaufenster. Durch ein Technikgeschoß abgesetzt liegt darüber der fünfgeschossige Büroriegel. Energieeffizienz zur Optimierung der Kosten im Betrieb Und das nicht nur für die Mitarbeiter. Kurze Wege waren auch der Ansatz beim Konzept für die Gebäudetechnischen Anlagen. So ist das Technikgeschoß als Zwischengeschoß zwischen Sockelbau und Büroriegel entstanden. Genau darunter liegen die Labore mit einem hohen Anteil an Raumlufttechnik. So werden Leitungslängen minimiert und im Betrieb Kosten gespart. Die Architektur als Mittel zur Sichtbarmachung des Knowhows des Instituts Entsprechend der Bedeutung als Schaufenster wird die Fassade des Sockelbaus großflächig verglast. So wird das Foyer zur einladenden offenen Geste, das Demonstrationslabor zu einer gebauten sichtbaren Demonstration des Knowhows
des Instituts. Die Gebäudehülle des Büroriegels besteht aus einer vorgehängten Fassade aus Kunststoffmembran mit integrierten Fotovoltaikelementen mit faltbaren Elementen als Sonnenschutz. Das Ornament der Perforation der Fassadenelemente leitet sich aus Authentifizierungscodes ab, einem der Arbeitsgebiete des Instituts. So wird die Tätigkeit des SIT umgedeutet in architektonische Gestaltung. Die Gebäudehülle als Haut um den Organismus. Von weitem ein Muster, ein Ornament, läßt es das mit einer Höhe von ca. 22 m weithin wahrnehmbare Gebäude gleichzeitig als große Geste und dennoch leicht erscheinen, flirrend und irisierend im Sonnenlicht. Und der Zwischenbereich?
Der gibt dem SIT den Grünraum zurück, der zunächst durch den Neubau überbaut
wird. Das Dach des Sockelbaus wird als begehbare Dachterrasse ausgebildet, an welche sich zwei große zusammenschaltbare Besprechungsräume mit gesamt 120 m² anlagern. Ein Ort für Akquisegespräche mit Kooperationspartnern. Die überbaute Grundstücksfläche entsteht neu als nutzbarer Dachgarten.