Neubau eines Kunden- und Innovationszentrums für die Unternehmens-
gruppe Stulz (Klimatechnik)
Nutzung:
Showroom, Schulungs- und Konferenzräume, Vorstandsbereich, Büros,
Umkleiden + Duschen (Keller)
Kontext:
Der Neubau befindet sich in einem städtebaulich heterogenen Umfeld am Nordrand des Hamburger Stadtgebietes. Gewerbenutzungen prägen das Bild, weiter nördlich schliessen auch Wohngebäude an. Klare Bezugspunkte sind vor allem auf dem ca. 5 ha grossen Firmenareal selbst zu finden, das...
Neubau eines Kunden- und Innovationszentrums für die Unternehmens-
gruppe Stulz (Klimatechnik)
Nutzung:
Showroom, Schulungs- und Konferenzräume, Vorstandsbereich, Büros,
Umkleiden + Duschen (Keller)
Kontext:
Der Neubau befindet sich in einem städtebaulich heterogenen Umfeld am Nordrand des Hamburger Stadtgebietes. Gewerbenutzungen prägen das Bild, weiter nördlich schliessen auch Wohngebäude an. Klare Bezugspunkte sind vor allem auf dem ca. 5 ha grossen Firmenareal selbst zu finden, das u.a. verschiedene Produktionshallen mit messtechnischen Prüfständen sowie ein Hochregallager umfasst. Architektonisch wurde das Unternehmen bisher vor allem durch ein 8-geschossiges Verwaltungsgebäude von 1960 repräsentiert, das durch eine Fassadensanierung in den 1990er Jahre zwar an Filigranität eingebüßt hat, mit seiner klaren horizontalen Gliederung allerdings nach wie vor eine kräftige Präsenz im Stadtraum besitzt.
Entwurfsthema:
Entwurfliche Ausgangspunkte sind das bestehende Verwaltungsgebäude mit seinem noch spürbaren Geist der früher 60er Jahre sowie der industrielle Kontext und die High-Tech-Produkte der Firma Stulz, die bei der Präzisions-Klimatisierung von Rechenzentren zu den Weltmarktführern gehört.
Als Ergänzung zum Bestand wurde eine ruhige, klare Grundform entwickelt, deren horizontal gegliederte Fassade auf einem großformatigen 2,7m-Raster basiert. Die präzise, technische Haut aus Aluminium-Glattblech verdeutlicht das Selbstverständnis des Bauherrn und macht unterschiedliche Nutzungen ablesbar. Durch ein subtiles Spiel von unterschiedlichen Leibungstiefen, Verschiebungen und Einschnitten erhält die Fassade Varianz und Leichtigkeit, ohne die grundsätzliche Klarheit der Gestalt zu beeinträchtigen.
Im Innern wird die Atmosphäre insbesondere in den öffentlichen Bereichen von weichen Formen und warmen Farben geprägt. Auch hier wurden Themen der 1960er Jahre weiterentwickelt und in eine zeitgenössische Sprache übertragen. So ist das dominierende Element im Empfangsbereich eine geschwungene Treppe aus Stahlblech, die skulpturale Kraft mit feiner Eleganz verbindet.