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Die Stadt Köln errichtet als Projekt der Regionale 2010, eines Strukturförderungsprogrammes des Landes Nordrhein-Westfalen, die „Archäologische Zone/Jüdisches Museum“. Der Rat der Stadt Köln hat am 28.8.2008 auf Grundlagen eines Architektenwettbewerbs den Planungsauftrag erteilt. Der Baubeschluss erfolgte am 13.4.2010. Die Fertigstellung ist für 2013 vorgesehen.
In enger Zusammenarbeit mit dem Bauherrn soll ein Lichtplanungskonzept für die musealen Bereiche des Bauprojekts erarbeitet und umgesetzt werden.
Schnittstellen ergeben sich mit Projektleitung und Projektsteuerung der Gebäudewirtschaft der Stadt Köln, dem beauftragten Architekturbüro, dem Ausstellungsarchitekten und den Fachplanern für technische Gebäudeausrüstung, Bauphysik, Brandschutz und Außenanlagen.
Die stufenweise Beauftragung ist abhängig von der Durchführung der Maßnahme. Es besteht Anspruch auf die Leistungsphasen 1–3.
Das zukünftige Museum (Gesamtgröße ca. 7 500 m2 Ausstellungsfläche) gliedert sich in drei Hauptbereiche, die sehr unterschiedliche Anforderungen an die Lichtplanung stellen: 1. die bestehenden Räume im Untergeschoss des Historischen Rathauses.
Dieser Bereich wird umgebaut und nimmt Foyer, Shop und Cafeteria auf. In der Halle des ehemaligen Ratskellers soll die einführende Ausstellung mit Exponaten, Modellen und virtuellen Rekonstruktionen bzw. Filmen ihren Platz finden.
2. Die archäologische Landschaft unter dem Rathausplatz.
Hier gehen die Besucher unterirdisch entlang der oder durch die originalen archäologischen Monumente. Hier sind die Beleuchtung der Monumente, der Besucherstege, das Leitsystem und einzelne Vitrinen und kleinere Ausstellungseinheiten zu beplanen, die dort, wo sich Raum bietet, zur Erläuterung der archäologischen Überreste eingerichtet werden. Dieser Bereich stellt wegen der teilweise hohen Luftfeuchtigkeit besondere Anforderungen an die Technik.
3. Der neu zu errichtende Hochbau auf dem Rathausplatz.
Das Untergeschoss besteht aus einer Halle, unter der die dort direkt unter der Oberfläche liegenden archäologischen Befunde unter einen Glasboden teilweise zu sehen und zu begehen sind. An drei Stellen, über der Synagoge, der Mikwe und der Rekonstruktion der Bimah, ist der Luftraum durchgezogen bis zum zweiten Geschoss, um den Besuchern einen Eindruck von der Kubatur der Räume zu geben. In den übrigen Bereichen des ersten Geschosses finden sich klassische Museumsfunktionen: ein Veranstaltungssaal, ein Bereich, der die Dauerausstellung zum mittelalterlichen jüdischen Kulturerbe Kölns aufnimmt und ein Sonderausstellungsraum. Die Entwicklung der Vitrineninnenbeleuchtung gehört in allen Bereichen zu den Aufgaben der Lichtplanung.
Das zweite Geschoss ist ausschließlich der Haustechnik vorbehalten.
Die elektrischen Anlagen sind in EIB Technik geplant. Die Schnittstellen zur Grundbeleuchtung sind zu beachten.
Es sollen nur neueste innovative Techniken und Leuchtmittel eingesetzt werden, besonders ist auf Energieeffizienz zu achten. Es ist damit zu rechnen, dass Testanordnungen und Versuchsaufbauten durchgeführt, analysiert und dokumentiert werden müssen.
Das Lichtdesign soll den grundlegend verschiedenen Gegebenheiten der einzelnen Ausstellungsbereiche Rechnung tragen, aber gleichzeitig eine einheitliche und verbindende Konzeption erkennen lassen.
Der Auftrag umfasst folgende Aufgaben innerhalb der Leistungsphasen 1-8 HOAI 2009.
— Leistungsphasen 1-3 komplett, — Leistungsphase 4: Begleitung des Genehmigungsverfahrens, — Leistungsphase 5 komplett. (Es sind Beleuchtungsberechnungen anzustellen, die Ausführungspläne müssen Schaltstellen und Schaltkreise enthalten und sind in AutoCad Version ab 2006 zu erstellen), — Leistungsphase 6 komplett (Leistungsverzeichnis ist im GAEB Format zu erstellen), — Leistungsphase 7: Mitwirkung Vergabe, — Leistungsphase 8: Überwachung der Bauleistung, — Leistungsphase 9: Revisionsunterlagen besondere Leistung.
Die Nettobaukosten der Gesamtmaßnahme betragen ca. 32 000 000 EUR Erfüllungsort ist Köln. |