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Die geplante neue Zentrumsbebauung für das Quartier Friesenberg soll als Ersatz auf einem Teilareal entstehen, welches in den Jahren 1956 – 1960 von den Architekten Aeschlimann und Baumgartner, Cramer, Jaray, Paillard und Schütz für die FGZ geplant und bebaut wurde. Die Anlage vermag heutigen Anforderungen bezüglich Bausubstanz und Raumstruktur nicht mehr zu genügen und müsste demnächst einer Gesamtinstandsetzung unterzogen werden. Untersuchungen haben gezeigt, dass der Aufwand für eine Instandsetzung unverhältnismässig grösser wäre, als ein Ersatzneubau. Zuhanden einer nachhaltigen Verdichtung können die Ausnützungsreserven ausgeschöpft werden. Auch dem Wunsch nach mehr Raum für genossenschaftliche Einrichtungen im Zentrum sowie einem grosszügigeren Freiraum (Platz), der als Ort der Begegnung das Zentrum des Quartiers stärken soll, kann mit dem Ersatzneubau entsprochen werden. Alles Gründe, welche die FGZ, im Einvernehmen mit der Stadt Zürich, zum Entscheid Ersatzneubau bewogen haben.
Wettbewerbsperimeter
Der Wettbewerbsperimenter (Parzelle WD7606) umfasst eine Fläche von 12'379 m² und liegt unterhalb der Schweighofstrasse an der Grenze zwischen den Quartieren Alt-Wiedikon und Friesenberg. Im Südwesten wird er von der Schweighofstrasse, im Nordwesten vom Borrweg und im Nordosten von der Arbentalstrasse begrenzt. Im Südosten wird er gegenüber der Parzelle WD8705 durch einen Fussweg definiert, der in der Verlängerung der Strasse «Im Hagacker» die Schweighofstrasse mit der Arbentalstrasse verbindet. Zudem erfüllt der Wettbewerbsperimenter die Voraussetzungen für eine Arealüberbauung. Die Parzelle wird für das Ersatzneubauprojekt aus einer grösseren bestehenden Gesamtüberbauung herausgelöst und kann baurechtlich als eigenständig betrachtet werden. Von den bestehenden Bauten müssen keine Teile erhalten bleiben. Für den Erfolg des neuen «Zentrums Friesenberg» sind auch die zukünftige Gestaltung der Schweighofstrasse sowie die Anbindung an das bestehende Strassen- und Wegnetz von grosser Bedeutung. Aus diesen Gründen waren Lösungsvorschläge erwünscht, die über den eigentlichen Bauperimeter hinaus aufzeigen, wie das vorgeschlagene «Zentrum Friesenberg» stärker mit dem umliegenden Quartier vernetzt und mit welchen gestalterischen Massnahmen es optimal komplementiert werden kann.
Wettbewerbsaufgabe
Anstelle der heutigen Überbauung an der Schweighofstrasse war auf dem genannten Wettbewerbsperimeter ein neues Zentrum für das Quartier Friesenberg zu planen. Nebst rund 100 zeitgemässen Wohnungen und einigen Atelierwohnungen zum Wohnen und Arbeiten war in einem Drittel der anrechenbaren Fläche Gewerbe und Dienstleistung für die quartiernahe Grundversorgung anzusiedeln. Dazu zählt eine Coop-Filiale, einige kleinere Läden, ein Quartierrestaurant mit einem mittelgrossen Saal, ein Gesundheitszentrum mit Gemeinschaftspraxis, eine Krankenstation, Pflegewohnungen, ein grundstufentauglicher Kindergarten mit Kinderhort sowie die Geschäftsstelle und die Regiebetriebe der FGZ. Ebenfalls ins Wettbewerbsprogramm aufgenommen wurde der neu zu planende attraktive Zentrumsplatz mit dem Zweck, die verschiedenen öffentlichen Funktionen des Zentrums optimal miteinander zu verbinden, so dass durch einen regen Publikumsverkehr eine hohe Ereignisdichte mit einem belebten Treffpunkt entstehen kann. Das Zentrum hatte sich zur Schweighofstrasse hin zu orientieren. Weiter war der Strassenraum entlang der Parzelle neu zu gestalten. Vom Neubauprojekt wurde (gemäss §71 PBG) eine besonders gute städtebauliche Einordnung und eine hochwertige architektonische Gestaltung erwartet. Das neue Zentrum Friesenberg hatte sich gut in das bestehende Quartier einzuordnen, attraktive Freiräume aufzuweisen und die bestehenden Quartierverbindungen aufzunehmen und zu stärken. Die Zielkosten wurden, basierend auf Vorgaben der kantonalen Wohnbauförderung (2010) inklusive
den Zuschlägen für den Minergie-P-ECO-Standard, auf rund Fr. 75 Mio. (exkl. allfälliges Coop-Provisorium von Fr. 1 Mio.) geschätzt.
Ziele
Die Wettbewerbsziele wurden folgendermassen definiert:
− Städtebaulich, architektonisch und aussenräumlich qualitätsvolle und zeitgemässe Neubauten, die zusammen mit den gewünschten Freiräumen ein identitätsstiftendes Zentrum Friesenberg bilden.
− Optimale, innovative Wohnungen, die den spezifischen Wohnbedürfnissen von Familien und anderen Haushaltsformen mit Kindern gerecht werden und einen hohen Gebrauchswert besitzen. Attraktive Kleinwohnungen für Ein- und Mehrpersonenhaushalte ohne Kinder, die von allen Generationen genutzt werden können.
− Flexibel nutzbare und marktgerechte Gewerberäume zur quartiernahen Versorgung.
− Qualitativ hochwertige Konzepte und Räume für einen Kindergarten und Kinderhort, ein Gesundheitszentrum, Pflegewohnungen, eine Krankenstation, ein Restaurant, eine Geschäftsstelle und Regiebetriebe der FGZ, welche das vorgegebene Raumprogramm optimal umsetzen.
− Wirtschaftlich vorbildliche Projekte, die niedrige Erstellungskosten sowie einen kostengünstigen Betrieb und Unterhalt gewährleisten.
− Ökologisch nachhaltige Projekte mit Minergie-P-ECO-Standard. |