• DE-Köln
  • 10/2007
  • Resultado
  • (concurso 9323)

Gutachterverfahren "Ehemaliges Gelände Gerling Konzern"

zweistufiges Verfahren
  • 3er premio

    Lageplan

    Arquitectos (superiores/técnicos)
    Petzinka Pink Architekten, Düsseldorf (DE) Büroprofil

    Texto aclaratorio
    Gereonareal – Wettbewerb Phase 1

    Das Gerling-Quartier soll aus seiner Stellung als Solitär wieder in den umliegenden Stadtraum integriert werden. Dies erfolgt zum Beispiel durch Ergänzung des vereinzelt fehlenden Blockrandes.
    Durch die Freistellung des ehemaligem Stadtarchive und der Kapelle gewinnt der Platz am Gereonskloster wieder an neuer Qualität.. Durch die Höhenstaffelung der neu gestalteten Gebäude sollen zusätzliche Freiräume für die Bewohner geschaffen werden. Die Fassaden der Ergänzungen nehmen das strenge Raster der vorhandenen Bebauung spielerisch auf. Durch großflächige, vorgesetzte Wandscheiben werden die Fassadenflächen beruhigt.

    Gereonareal – Wettbewerb Phase 2

    Die zweite Stufe des Wettbewerbs zur Neuentwicklung des Gereonareals diente zur Weiterentwicklung und Verfeinerung der städtebaulichen Artikulation des Konzeptes und zur Konkretisierung der Nutzungsabbildungen im Bestand und in den Neubauten. Im Kolloquium wurden einige Detailpunkte angesprochen, deren Verbesserungen weiter unten beschrieben ist.

    Generell sollte festgestellt werden, dass die Zielsetzungen bezüglich der Flächenmehrung zwar prinzipiell erreichbar, ja sogar übertreffbar sind. Jedoch gebietet die stadtplanerische Sensibilität an vielen Punkten Einhalt. Insofern steht der Entwurf im Spannungsfeld der Zielsetzungen zwischen Wirtschaftlichkeit und Städtebau. Der hier vorgeschlagene Konzeptentwurf bleibt mit einer Flächenmehrung von etwa 16.370 m² BGF leicht unter der Zielsetzung von 18.000 m². Dies aber ganz bewusst; dafür sind viele sehr schön proportionierte urbane „Ecken“ entstanden, die etwas mit der städtebaulichen Körnigkeit der Umgebung und mit der Empfindung „Köln“ zu tun haben.

    Korrekturen und Veränderungen gegenüber dem ursprünglichen Entwurf :

    1. Das Höhenprofil entlang des Klapperhofes
    Entlang des Klapperhofes schlugen wir in der ersten Phase eine bilaterale Anordnungen von Baumassen neben dem Rundling vor. Befürchtet wurde im Preisgericht eine Reduktion der Signifikanz des Rundlings durch diese „Höhennivellierung“.
    Die Gebäude links und rechts neben dem Rundling sind nun in Ihrer Höhe deutlich differenzierter und abgestaffelt als vorher und durch klare Zäsuren deutlich vom Rundling abgesetzt. Die erdgeschossige Verbindung zum Rundling komplettiert jedoch die Straßenflucht.
    Man sollte, bei aller Wahrung von Signifikanz jedoch erkennen, dass der Rundling derzeit etwas unzeitgemäß viel Raum zu Selbstdarstellung hat. Wie eine Galionsfigur degradiert er benachbartes zu rahmendem Beiwerk. Die neuen Gebäudeteile sind daher ganz bewusst nicht mehr von der Straßenkante zurückversetzt. Somit wird dem Rundling etwas die Überbedeutung genommen. Er steht noch eigenständig, frei und hat sicher genug Raum zur Entfaltung, jedoch fügt er sich nun auch in den städtischen Kontext ein, der durch geschlossene Blockränder geprägt ist.

    2. Das Torhaus mit dem Mauseloch
    Am Eingang zum Gereonsplatz gab es in der ersten Phase einen Neubau, der scheinbar ein zusätzliches Tor zum Platz formulierte. Tatsächlich handelte es sich um eine Modellbauschwäche; Hiermit war eine Gastronomie gemeint, welche die Reliefplastiken des Bestandes mit in die Innenarchitektur integrierte und daher recht transparent dargestellt war. Diesen Gedanken verfolgten wir weiter; Nun ist die Reliefplastik in den mehrgeschossigen Luftraum eines Foyers eines Bürohauses integriert. Die Perspektiven und die Grundrisse erläutern weiteres.

    3. Höhenentwicklung der Aufbauten neben dem Hochhaus
    Neben dem Hochhaus stockten wir die flachen Nebenflügel des Hochhauses mit einer zurückgestaffelten Wohnbebauung auf. Für die zweite Phase des Wettbewerbes war unsere Aufgabe nun eine Überprüfung der städtebaulichen Verträglichkeit dieser Maßnahmen. Dies haben wir getan, wir halten die Aufstockung um zwei Etagen für verträglich. Die Aufstockung um nur eine Etage wäre zu schwach. Allerdings haben die Aufbauten deutliche Zäsuren zum Hochhaus und zu den anderen benachbarten Bestandsgebäuden erhalten.

    4. Nutzungsbezogene Differenzierung der Fassadenausdrücke
    Anspruch des Entwurfes war und ist es, eine Fassadenästhetik zu finden, die Wohnbebauung, Gewerbe, Hotel und sonstige Nutzungen verwandtschaftlich behandelt. Ein „weißer Faden“ sollte durch das Areal gewebt werden. Das Motiv des weißen Rahmens mit gläsernem Innenleben bildet daher einen Grundbaustein, ebenso wie die geschlossenere Natursteinfläche mit vertikaler Schlitzung. In der Rahmengröße, der Fassadentiefe, der Ausbildung von Austritten oder dem Anteil an geschlossenem Fassadenanteil variiert die Fassadenausprägung jedoch je nach Nutzung.

    5. Stadtarchiv
    Als neuer Baustein ist das Stadtarchiv in den Bearbeitungsfokus geraten. Zu einem Drittel oberirdisch und zu zwei Dritteln unterirdisch lässt es sich hervorragend im neogotischen Gebäude am Gereonskloster einrichten. Dieses fungiert als Eingangsgebäude mit Ausstellung und Lesesälen. Die Archivflächen liegen unter der Erde. Über einen sehr attraktiven begrünten Tiefhof wird das Stadtarchiv mit dem Gebäuderiegel an der Christophstrasse und einem an dem Tiefhof sich emporrichtenden Neubau angeschlossen. Diese Gebäude enthalten die Werkstätten und Verwaltungsräume sowie Seminar und Vortragsräume.

    6. Tiefgaragen
    Das gesamte Areal ist mit neu zu errichtenden Tiefgaragen in einer Tiefe von 2 bis 3 Untergeschossen durchzogen, um den Stellplatzbedarf zu decken. Zur genaueren Einsichtnahme siehe Zeichnungen. Durch flächendeckenden Einsatz von 3-geschossigen Tiefgaragen kann das Stellplatzangebot bis knapp über 1000 Stellplätze ausgedehnt werden. Alle Gebäude sind unterirdisch an die Tiefgaragen angebunden. Das Hotel erhält seine Anlieferung ebenfalls in der –1 Ebene.

    Evaluación por parte del jurado
    No existe.

INFO-BOX

Registrado el
actualizado por última vez 25.10.2008, 23:19
ID de la participación 4-17167
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