• DE-59555 Lippstadt
  • 06/2010
  • Resultado
  • (concurso 28168)

Planung eines Neubaus für die neu gegründete Hochschule Hamm-Lippstadt - Standort Lippstadt

Concurso limitado
  • Reconocimiento


    Arquitectos (superiores/técnicos)
    Thomas Müller Ivan Reimann Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin (DE) Büroprofil

    En colaboración con::
    Fabricantes de maquetas: Monath und Menzel, Berlin (DE)
    Arquitectos paisajistas: Vogt Landschaftsarchitekten, Zürich (CH), London (GB), Berlin (DE)
    Planificadores de equipamiento técnico para edificios: Alhäuser + König, Hachenburg (DE)
    Planificadores de estructuras: Hartwich / Mertens / INGENIEURE Planungsgesellschaft für Bauwesen mbH, Berlin (DE), Wiesbaden (DE)

    Texto aclaratorio
    Wettbewerb Lippstadt Erläuterungen

    Der Standort der neuen Hochschule ist geprägt durch eine sehr heterogene Bebauung und ungeordnete Freiräume. Das unmittelbare
    Umfeld bietet kaum öffentliche Räume mit Aufenthaltsqualität, direkte Anknüpfungspunkte bzw. ordnende Strukturen. Vielmehr muss
    durch das Projekt selbst ein Ort mit eigener Identität entstehen. Die städtebauliche Zielsetzung unserer Planung besteht daher darin,
    einen stark frequentierten öffentlichen Ort zu schaffen, die anliegenden Stadträume aufzuwerten, sie miteinander zu vernetzen und
    dabei wichtige übergeordnete stadträumliche Beziehungen zu stärken.

    Die Hochschulanlage wird in der Endausbaustufe, alleine durch ihre Größe, ein eigenes Quartier bilden, welches in diversen
    Zeitabschnitten und verschiedenen Baustufen entwickelt wird. Die Grundlage zukünftiger Entwicklung ist die klare Zonierung des
    Grundstücks in programmatisch unterschiedliche Bereiche: den Hochschulneubau, die Erweiterungsflächen für die Hochschule und
    Ausgründungen, die Parkierungsanlagen und den großen, zur Landschaft hin offenen „Campus-Park“.

    In dem heterogenen Umfeld verleiht unsere Arbeit der Hochschule eine eigenständige und identitätsstiftende Baukörperstruktur. Die
    stark gegliederte Großform reagiert unmittelbar an die anliegenden Freiräume und deren Nutzung. Die vorgeschlagene
    Gebäudekonfiguration vermittelt zwischen den vorhandenen topographischen Ebenen sowie den bestehenden bzw. neu geschaffenen
    Stadt- und Freiräumen. Es entsteht eine Figur, die sich wie selbstverständlich in die Umgebung einfügt und dabei klar definierte
    Außenbereiche mit jeweils unterschiedlicher Nutzung und Charakter schafft. Die vorgeschlagene Baukörperstruktur bietet einerseits
    Innenhöfe an, verzahnt sich aber zugleich mit ihrer Umgebung so, dass ganz unterschiedliche Außenräume entstehen. Das
    Spannungsverhältnis zwischen einzelnen Raumbereichen, zwischen ineinander übergehenden Innen- und Außenräumen, Stadt- und
    Landschaftsräumen, Enge und Weite bestimmt den Charakter des Campus.

    Durch die Anordnung und Ausrichtung der Baukörper entstehen klar definierte „Plätze“, die sich in verschiedene Richtungen
    orientieren und jeweils eine andere Eingangssituation schaffen. Der Neubau der Hochschule bildet dabei einen Mittelpunkt, der diverse
    Wegeverbindungen, Freiräume und topographische Ebenen räumlich und funktional verbindet.

    Der „Stadt-Platz“ an der Rixbecker Strasse orientiert sich zur Stadt hin und gibt der Hochschule eine neue klare Adresse. Der „Campus-
    Platz“ an der Ostseite des Neubaus bildet den Übergang zwischen den stark frequentierten Parkierungsanlagen und der neuen
    Hochschule bzw. ihren Erweiterungen. Die „Campus-Terrasse“ definiert eine großzügige Zugangssituation vom Norden her. Sie bietet
    zugleich ruhige Aufenthaltsflächen vor der Mensa, Cafeteria und der zentralen Halle mit dem Blick in den „Campus-Park“ und die
    dahinter liegende Landschaft.

    Die Höfe der beiden, gegeneinander versetzten, Baukörper bilden introvertierte, in dem heterogenen Umfeld alleine der Hochschule
    zugeordnete Freiräume. Sie gestalten den Übergang von dem Stadt- bzw. Campusplatz in die zentrale Halle zwischen den beiden
    Baukörpern, welche den räumlichen Mittelpunkt der gesamten Anlage bildet. Hier verbinden sich räumlich alle wichtigen
    Wegeverbindungen und Freiräume: Stadt und Landschaft, Plätze und Höfe, topographische Ebenen sowie alle wichtigen Funktions- und
    Erschließungsbereiche: Hauptfoyers, Vortrags- und Seminarräume, Mensa, Cafeteria und Bibliothek. Die Halle ist als ein überdachter,
    innenliegender Platz konzipiert, welcher den ganzjährlich nutzbaren, zentralen Kommunikationsraum der Hochschule bildet. Dieser
    Charakter wird durch eine große Freitreppe unterstützt, welche die beiden Ebenen verbindet und Sitzmöglichkeiten bietet.

    Grundrissorganisation

    Die wichtigsten gemeinsamen, übergeordneten Außen- und Innenräume: der Stadt- und der Campusplatz, die Terrasse der Mensa, die
    Hörsäle, die Mensa, die Cafeteria und die Bibliothek sind miteinander, funktional und räumlich, direkt durch die zentrale
    zweigeschossige Halle verbunden. Die beiden Höfe bilden eine räumliche Erweiterung der Halle. Vom westlichen Hof werden die
    Verwaltung, das Studien Service Center und die Studentenselbstverwaltung erschlossen. Sie verfügen sowohl über einen direkte
    Verbindung zur Halle als auch eigene Eingänge vom Hof her. Es entsteht ein Campus der kurzen Wege und miteinander verknüpfter,
    dabei jedoch räumlich eindeutig definierter und hierarchisierter Bereiche. Die Höfe und die zentrale Halle ermöglichen dabei eine klare
    Orientierung und Zuordnung einzelner Nutzungseinheiten.

    Die gemeinschaftlichen Einrichtungen sind vorwiegend in den unteren beiden Geschossen angeordnet, welche direkte Verbindungen
    nach Außen haben.Die drei Fachbereiche sind jeweils um die Höfe organisiert und an die zentralen Foyers angebunden, welche direkt
    mit der Halle verbunden sind. Die Fachbereiche werden dabei durch eine Addition miteinander gekoppelter 400 qm-Einheiten gebildet.
    Die Tiefe und der Achsmass der Einheiten wurden von uns so gewählt, dass viele unterschiedliche Grundrissanordnungen möglich sind.
    Das Spektrum der möglichen Grundrisse reicht von einer konventionellen Zellenanordnung mit einem Mittelflur, über Kombibüro-
    Anordnungen, unterschiedlich tiefe Bereiche mit dezentral liegendem Flur, die auch große Unterrichts- und Laborräume ermöglichen,
    bis zu einer freien Grundrissorganisation.

    Es erscheint uns funktional günstig, die Büros jeweils in den Verbindungstrakten zwischen den Foyers mit den angegliederten
    Grundlagenlaboren und Lernwelten und den Forschungslaboren, die höhere Sicherheitsstandards mit einem ggfl. kontrollierten Zugang
    haben, anzuordnen. Auch hier wären aber andere Zuordnungen, bis zu einer Mischung von Labor- und Laborräumen in den einzelnen
    Trakten, möglich.

    Fassaden

    Die äußere Gestaltung der Baukörper betont die körperhafte Wirkung der Gebäude. Sie wird durch die Gliederung und Materialität der
    Gesamtanlage erreicht. Dabei entstehen in den Blicken aus verschiedener Richtungen immer andere Baukörperkonfigurationen. Die
    horizontale Zonierung der Baukörper entspricht der Zuordnung der Nutzungen und dem Programm der Hochschule: die spezifischen
    Räume gemeinsamer Nutzungen in den unteren beiden Geschossen mit einer direkten Verbindung zum Freiraum, die flexibel
    aufteilbaren Flächen der Büro- und Laborbereiche in den Obergeschossen.

    Die Erdgeschossbereiche bilden eine durchlaufende Sockelzone, welche sich im Süden mit dem Gelände verschränkt. Die
    Fassadenöffnungen des Sockels reagieren auf die einzelnen Nutzungen und Räume im Innen- und Außenbereich. Die Unterschiedlichkeit
    der Nutzungen im Sockelbereich erzeugt dabei ein lebhaftes Spiel geschlossener und offener Flächen unterschiedlicher Größen und
    Formate. Die Fassaden der Obergeschosse zeichnen sich ab durch ein lebhaftes Spiel unterschiedlich breiter Fenster und Paneele. Die
    Gebäude haben eine zusammenhängende Farbigkeit und Materialität. Die Fassaden bestehen aus vorgehängten Fertigteilen aus hellem
    Architekturbeton. Die umlaufenden Fensteröffnungen der Obergeschosse unterstützen die Einheitlichkeit und die figurale Wirkung der
    Anlage. Die Fensterteilungen sind konsequent auf dem Ausbaumodul – Raster aufgebaut und erlauben freie Aufteilung der Räume im
    Inneren. Alle Fenster und Glasflächen verfügen über aussenliegenden Sonnenschutz.

    Erweiterungsoptionen

    Die vorgeschlagene Gebäudekonfiguration und ihre Lage im Grundstück ermöglichen verschiedene Erweiterungsoptionen. Die
    Erweiterungen der Hochschule können an das Hauptgebäude direkt angebunden werden, oder aber unabhängig davon platziert werden.
    Sie können zugleich funktional und erschließungstechnisch mit weiteren

    Erweiterungsflächen verbunden werden. Diese Flexibilität
    erscheint angesichts der Unklarheit über den Umfang, die Art und das Programm zukünftiger Erweiterungen als unbedingt notwendig.
    Die Erweiterungsfläche für die Ausgründungen kann in unterschiedlich große Baufelder aufgeteilt werden, die von einer zentralen
    Straße erschlossen werden. Die Erschließung aller Erweiterungs- und Parkierungsflächen ist rasterförmig organisiert und ermöglicht
    stufenweise Erweiterungen und modularen Ausbau.

    Tragkonstruktion

    Das Gebäude soll als Stahlbetonskelett-Konstruktion errichtet werden. Die Deckenkonstruktionen werden als zweiachsig spannende,
    punktgestützte Flachdecken, mit einer glatten Deckenuntersicht ausgeführt. In Fassadenebene ist die Brüstung mit den bündigen,
    wandartigen Stützen als lastabtragendes Element vorgesehen. Im Gebäudeinneren soll durch ein großzügiges Stützenraster eine große
    Flexibilität der Grundrissgestaltung gewährleistet werden. Die technischen Gebäudeinstallationen können durch die Wahl von
    unterzugsfreien Flachdecken ungehindert eingebaut werden. Der vertikale Lastabtrag erfolgt über Stützen und Wände.

    Ausgesteift wird das Gebäude durch die Stahlbetonkerne der Aufzugs- und Treppenhausschächte, die bis auf die Fundamente
    durchlaufen. Die Horizontallasten werden über die Deckenscheiben auf die aussteifenden Bauteile verteilt.

    Die zweigeschossige Halle, als Verbindungsbau, erhält eine sehr transparente Konstruktion. Die in der Halle befindlichen Lufträume,
    Freitreppe und Eingangsbereiche sollen mit großen Spannweiten stützenfreien gehalten werden. Hier schlagen wir eine
    Skelettkonstruktion aus Stahlbeton in ortbetonbauweise vor.

    Gegründet wird das Gebäude auf Einzelfundamenten im Bereich der Innenstützen, auf Streifenfundamenten im Bereich der Fassaden-
    Stützen. Da das Gebäude in weiten Teilen nicht unterkellert ist, sind Verbauarbeiten in den Bereichen der Einzel- und
    Streifenfundamente nicht erforderlich. Alle notwendigen Ausschachtungen können durch Böschungen und Bermen gesichert werden.

    Die Konstruktion des Gebäudes ist gekennzeichnet durch eine nachhaltige und sehr wirtschaftliche Bauweise, durch einfache statische
    Systeme, durch direkte Lastwege ohne Abfangungsmaßnahmen und durch hohe Ausnutzungsgrade der gezielt ausgewählten
    Materialien. Das Gebäude ist durchweg durch gebräuchliche Bauverfahren, die dem Stand der Technik und den aktuellen technischen
    Normen entsprechen, herstellbar und gewährleistet eine große Flexibilität für Ausbaukonstruktionen und Haustechnikführung. Das
    Tragwerk ist so konzipiert, dass bei fachgerechter Umsetzung ein dauerhaftes Bauwerk entsteht, das auch an spätere
    Nutzungsänderungen angepasst werden kann.

    Alle zur Verwendung geplanten Materialien sind umweltverträglich, langlebig und größtenteils aus einheimischen, mineralischen
    Ausgangsstoffen herstellbar. Die Herstellung erfolgt ohne Zusatz von schädlichen Mitteln und mit geringem Energieverbrauch.

    Vorbeugender Brandschutz

    Das Universitätsgebäude wird als Sonderbau eingestuft, die Beurteilung erfolgt nach BauO NRW und der Sonderbauverordnung NRW
    Teil 1.

    Die Institutsgebäude werden von der Feuerwehr über Zufahrten und die Umfahrt mit Bewegungsflächen an den einzelnen
    Fachbereichen erreicht. Von dort führen Zugänge ins Innere und in die Innenhöfe. Aufstellflächen für Fahrzeuge der Feuerwehr sind
    generell nicht erforderlich, da für die Aufenthaltsräume jeweils zwei bauliche Rettungswege vorhanden sind.

    Das dreigeschossige Gebäude wird durch innere Brandwände in Brandabschnitte geteilt. Im Gebäude selbst bilden einzelne Institute
    jeweils Unterabschnitte (Nutzungseinheiten mit qualifizierten Trennwänden) mit einer Brutto-Grundfläche in der Größe von ca.
    400 m². Diese Einheiten können ohne notwendige Flure gebaut werden und ermöglichen eine flexible Nutzung für Forschung und Lehre.

    Die Rettungsweglängen von einem Aufenthaltsraum bis zum Eingang in einen notwendigen Treppenraum bzw. bis zum Ausgang ins
    Freie betragen maximal 35 m. Die Treppenlaufbreiten werden nach den Maßgaben für Versammlungsstätten ermittelt, sie betragen
    jeweils mindestens 1,20 m im Lichten (Modulschritte 60 cm) und sind für die Benutzerströme ausreichend vorhanden. Notwendige Flure
    (F30) sind durch Rauchschutztüren in Rauchabschnitte, Länge jeweils unter 30 m, unterteilt. Über die große Halle mit der
    Verbindungstreppe werden keine Rettungswege der anliegenden Räume geführt. Diese führen entweder direkt ins Freie oder in
    benachbarte notwendige Treppenhäuser.

    Die große Halle mit der Verbindungstreppe wird als notwendiger Flur bewertet, über den der erste Rettungsweg der anliegenden Räume
    führt. Die Halle erhält Rauchabzüge an oberster Stelle. Die tragenden Bauteile, die Geschossdecken und die Trennwände werden in allen
    Geschossen in der Feuerwiderstandsklasse F90-AB, das Dach als harte Bedachung gebaut. Die Außenwände bestehen aus
    nichtbrennbaren (A) Baustoffen, die Wärmedämmung aus schwerentflammbaren (B1) Baustoffen.

    Die haustechnischen Installationen werden auf Grundlage der Leitungsanlagenrichtlinie NRW bzw. der Lüftungsanlagenrichtlinie NRW
    ausgeführt. Die Werkhallen und Lagerflächen > 200 m² erhalten Rauchabzüge in der Größe von 2% der jeweiligen Nettogrundfläche.
    Das Gebäude wird mit einer flächendeckenden Brandmeldeanlage, Feuerlöschern, Sicherheitsbeleuchtung, Sicherheitsstromversorgung
    ausgerüstet.

    Technischen Gebäudeausrüstung, Funktions- und Anlagenbeschreibung

    Das Konzept der technischen Gebäudeausrüstung zielt darauf ab, möglichst wenig Luft durch das Gebäude zu transportieren, da Luft
    einen wesentlich schlechteren Wärmeträger als Wasser darstellt. Ziel ist es, die Lüftungsanlagen auf das zwingend Notwendige zu
    reduzieren um Herstellungs- Verbrauchs- und Wartungskosten zu minimieren.

    Die Bürobereiche erhalten keine mechanische Be- und Entlüftung sondern werden über öffenbare Fenster natürlich be- und entlüftet.
    Seminarräume, Hörsäle, Mensa, Küche und Laborbereiche erhalten Teilklimaanlagen, um die Räumlichkeiten im Sommer nicht mit der
    warmen Außenluft zusätzlich zu den inneren Wärmelasten aufzuheizen. Die gewählte Anlagenkonzeption sieht vor, die Laborbereiche
    gemäß den Laborrichtlinien zu be- und entlüften. Den übrigen Bereichen wird lediglich die hygienisch notwendige Außenluftmenge
    zugeführt. Alle Teilklima- und Lüftungsanlagen werden mit einer hocheffizienten Wärmerückgewinnung und automatischen,
    bedarfsabhängigen Drehzahlregelungen ausgerüstet.

    Die technische Anlagenkonzeption muss alle zur Verfügung stehenden Ressourcen hocheffizient einsetzen. Hierzu wird auch die im
    Uferfiltrat der Lippe und die im Regenwasser zur Verfügung stehende Wärmeenergie genutzt um die von den Teilklimaanlagen
    benötigte Außenluftmenge im Winter und im Sommer vorkonditioniert zur Verfügung stellen zu können. Dieses Wasser steht
    ganzjährig zur Verfügung. Einer Erwärmung im Sommer oder Abkühlung im Winter stehen keine allgemeinen Vorschriften entgegen.
    Dieses Wasser wird weiterhin zur Toiletten- und Urinalspülung verwendet, um den Wasserbedarf und damit die Betriebskosten
    dauerhaft zu senken. Für die Toiletten- und Urinalspülung ist keine Trinkwasserqualität erforderlich.

    Zur weiteren Senkung der Betriebskosten für Heizung und Nachtauskühlung schlagen wir vor, alle Betondecken über ein beim
    betonieren eingelegtes Rohrsystem zur Grundheizung im Winter und Nachtauskühlung im Sommer auszustatten. Die Kühlung der
    Betondecken in der Nacht über das hierin eingelegte Rohrsystem (und somit der Räume) im Sommer wird nicht durch Kältemaschinen
    erreicht, sondern durch Nutzung des Lippe- und des gespeicherten Regenwassers. Im Winter wird das Rohrsystem mit Heizungswasser
    durchströmt und dient somit der Grundlastabdeckung.

    Der zur Ausführung gelangende Sonnenschutz wird im oberen Bereich zur Tageslichtlenkung verwendet. Je nach Raumnutzung muss
    dieser Teil ebenfalls verstellbar sein, um ein Abdunkeln der Räume bei Videovorträgen zu ermöglichen. Durch diese Konzeption
    entstehen geringe Investitionskosten und gleichzeitig geringe Stromkosten zur Ausleuchtung der Räume.

    Zur Reduzierung des Stromverbrauchs werden alle Leuchten mit integrierter tageslichtabhängiger Helligkeitsregelung und
    Präsenzmelder ausgerüstet. Bei betreten der Räume schaltet sich die Beleuchtung automatisch auf die eingestellte Beleuchtungsstärke
    ein. Der Präsenzmelder wird gleichzeitig zum Abschalten der geforderten Außenluftmengenzuführung genutzt.

    Im Laufe der weiteren Planungsschritte soll mit der Fa. HELLA verhandelt werden, um die im Verlauf der Produktionsprozesse
    entstehende Abwärme über eine gasmotorbetriebene Wärmepumpe zurück zu gewinnen und dem Neubau der Hochschule zur
    Vortemperierung der Außenluft zu zuführen und die Betonkerntemperierung zu speisen. Diese Lösung ist höchst effizient, da bereits
    niedrige Vorlauftemperaturen der Nutzung zugeführt werden können. Es entsteht eine s. g. win-win-Situation, da die Kühlung der
    Produktionsmaschinen der Fa. HELLA kostengünstig erfolgen kann und günstige, regenerative Wärmeenergie für die Hochschule zur
    Verfügung gestellt werden kann.

    Evaluación por parte del jurado
    No existe.

INFO-BOX

Registrado el 30.07.2010, 18:26
actualizado por última vez 04.08.2010, 10:17
ID de la participación 4-37624
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