Umbau und Sanierung Gebäude B in ein Labor- und Bürogebäude für Tiefseeforschung
Der Ursprung des 1980 gegründeten Alfred-Wegener-Instituts geht auf das Institut für Meeresforschung zurück. Aufgabe dieses Instituts war die Erforschung der Meeresbiologie in enger Zusammenarbeit mit der Industrie vor dem Hintergrund des Fischfangs und der Fischverarbeitung.
Im Jahr 1963 errichtete der renommierte Architekt H. Bohnsack ein Büro- und Laborgebäude für das Institut für Meeresforschung in...
Umbau und Sanierung Gebäude B in ein Labor- und Bürogebäude für Tiefseeforschung
Der Ursprung des 1980 gegründeten Alfred-Wegener-Instituts geht auf das Institut für Meeresforschung zurück. Aufgabe dieses Instituts war die Erforschung der Meeresbiologie in enger Zusammenarbeit mit der Industrie vor dem Hintergrund des Fischfangs und der Fischverarbeitung.
Im Jahr 1963 errichtete der renommierte Architekt H. Bohnsack ein Büro- und Laborgebäude für das Institut für Meeresforschung in unmittelbarer Wassernähe. Die rasterbezogene Architektur weist die typologischen Merkmale der Architektursprache der ausgehenden 50er und beginnenden 60er Jahre auf. Dieses Haus im Bestand des Alfred-Wegener-Instituts wird umgebaut zu einem Labor- und Bürogebäude für Tiefseeforschung in den Obergeschossen sowie Schulungsräume im Erdgeschoss.
Der neue Entwurf berücksichtigt diese streng gerasterte Sprache und lässt ein durchgängig geordnetes, ausdrucksstarkes, hochformatiges Fensterlochbild in der Fassade entstehen. Um dieses regelmäßige Bild im Sinne der ursprünglichen Entwurfsidee wiederum zu brechen, wird ein alternierendes Motiv in der Leibungsauskleidung entwickelt, welches abwechselnd im Brüstungs- bzw. Sturzbereich geschlossen ist, im Übrigen aber boden- und sturzbündig ein Großformat ausbildet. Die in natürlichen Aluminiumfarben beschichteten Fenster- und Leibungselemente werden ergänzt durch eine hinterlüftete anthrazitfarbene Tafel aus Faserzement mit liegenden Formaten.
Diese bewusst abstrakt farbig gewählte Fassadenfarbe resultiert aus der respektvoll gewählten Fortschreibung des baugeschichtlichen Zeitzeugen der Architektur im städtebaulichen Kontext hafengewerblich geprägter Architekturen.
Der innenräumliche Eindruck der neu entstandenen Labor- und Büroarbeitswelten wird geprägt von tageslichtdurchfluteten Flur- und Arbeitsräumen, welche durch alternierende, bodentiefe und deckenhohe Fensteröffnungen geprägt sind.
Somit wird der Ausblick in die atemberaubende Szenerie der Umgebung möglich, Nordseemündung und Hafenwirtschaft wirken greifbar nahe wie die Innenstadt und das AWI an der Columbusstraße.
Kontraststarke Oberflächen in weiß und anthrazit prägen die zurückhaltenden Hintergrund der Arbeitsräume, die Zugänge zu den Arbeitsräumen aus den Fluren werden farblich akzentuiert durch apfelgrüne Wand- und Deckenflächen und beleben die räumliche Wahrnehmung im Innenraum.