Prototyp aus seriellen Bausteinen: Grundsteinlegung des Volkswagen Zentrums München Landsberger Straße
In München wurde am 19. Juli 2012 offiziell mit der feierlichen Grundsteinlegung der Bau eines neuen Volkswagen Zentrums München an der Landsberger Straße in Laim eingeleitet. Das derzeit größte Autohaus des Konzerns in München wird von O.S.A Ochs Schmidhuber Architekten für den Nutzer MAHAG Unternehmensgruppe München und die Volkswagen Tochtergesellschaft Volkswagen Group Real Estate,...
Prototyp aus seriellen Bausteinen: Grundsteinlegung des Volkswagen Zentrums München Landsberger Straße
In München wurde am 19. Juli 2012 offiziell mit der feierlichen Grundsteinlegung der Bau eines neuen Volkswagen Zentrums München an der Landsberger Straße in Laim eingeleitet. Das derzeit größte Autohaus des Konzerns in München wird von O.S.A Ochs Schmidhuber Architekten für den Nutzer MAHAG Unternehmensgruppe München und die Volkswagen Tochtergesellschaft Volkswagen Group Real Estate, vertreten durch die Volkswagen Immobilien GmbH, als Bauherr auf Basis der Vorgaben der Unternehmensarchitektur geplant. Mit fünf Vollgeschossen und zwei Galerieebenen wird das neue Volkswagen Zentrum mit 24.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche voraussichtlich im Sommer 2013 fertiggestellt.
Eingebettet in die, durch gewerbliche Solitärbauten geprägte, Landsberger Straße in München-Laim wird das Volkswagen Zentrum mit einem imposanten Rampenbauwerk, das die Zufahrt zu allen Geschossen und der Tiefgarage ermöglicht, einen markanten Stadtbaustein darstellen. Der Entwurf von O.S.A Ochs Schmidhuber Architekten basiert auf einem für das Unternehmen Volkswagen entwickelten Modulkonzept der Berliner Agentur MetaDesign. Gemäß der Strategie des Automobilbaus vertraut das Unternehmen auch bei seiner Architektur auf die stetige Optimierung von Gestaltung, Technik und Kosten durch die Entwicklung und Weiterentwicklung serieller Bauelemente. Dennoch ist das Verkaufs- und Ausstellungsgebäude „trotz aller Corporate Architecture-Vorgaben doch ein Prototyp und keine Serie“, so Fabian Ochs von Ochs Schmidhuber Architekten bei der Grundsteinlegung. „Das Projekt entwickelt aus den Gegebenheiten des Orts und den gestellten Ansprüchen sein eigenes Konzept und findet eine individuelle Ausprägung. Das Besondere an dem Gebäude ist dabei die Mehrgeschossigkeit – sieben Etagen in einem Autohaus sind eine Seltenheit. Diese sehr hohe Dichte, der geringe Grundstücksflächenverbrauch im Verhältnis zur Nutzfläche sowie eine gute Einfügung in den städtebaulichen Kontext sind das Ergebnis dieser äußerst kompakten Bauweise.“
Maßgeblich prägendes Gestaltungselement ist ein weißer Rahmen, der an verschiedenen Stellen im Projekt in unterschiedlicher Ausprägung angeordnet wird und, ähnlich eines Polaroid-Bilds, den Blick des Betrachters fasst und so die Highlights inszeniert. Die kompakte Form des Hauptvolumens wird durch 1.400 m2 Glasfassade sowie großzügige Öffnungen und Raumverschneidungen im Innenraum aufgelockert.
Neben reinen Schauraum- und Ausstellungsflächen werden in dem Gebäude Verkauf, Kunden- und Teiledienst sowie knapp 50 Werkstattplätze untergebracht. Das Projekt wird voraussichtlich im Sommer 2013 fertig gestellt.