Interessenbekundungsverfahren "formloser Teilnahmewettbewerb vor Beschränkten
Ausschreibungen und Freihändigen Vergaben oder sonstigen Verfahren"
HAD-Referenz-Nr.: 2916/37
Aktenzeichen: 25204-TW
1. Auftraggeber (Vergabestelle): Offizielle Bezeichnung:Magistrat der
Stadt Rüsselsheim
Straße:Marktplatz 4
Stadt/Ort:65428 Rüsselsheim
Land:Deutschland
2. Art der Leistung : Dienstleistung
3. Bezeichnung des Auftrags durch den Auftraggeber: Sanierung der
Walter-Köbel-Halle in Rüsselsheim, Leistungen der Tragwerksplanung
gemäß § 49 HOAI, LPH 1-6
4. Form des Verfahrens: formloses Bewerbungsverfahren
5. Frist, bis zu der die Interessenbekundung eingegangen sein muss:
Bewerbungsfrist: 16.08.2012 12:00 Uhr
6. Leistungsbeschreibung
Art und Umfang des Auftragsgegenstandes :
Die Stadt Rüsselsheim plant die Sanierung der Walter-Köbel-Halle. Diese
stellte bei den Bürgern der Stadt bisher den Mittelpunkt des
sportlichen Lebens dar. Es erfolgten noch keine grundlegenden
Sanierungsmaßnahmen für die Gesamtheit der Bausubstanz. Die im Rahmen
der Bauunterhaltung getätigten baulichen Maßnahmen haben sich lediglich
auf die notwendigen Eingriffe beschränkt. Insgesamt ist aber ein sehr
gepflegter Allgemeinzustand festzustellen.
Bis ins Jahr 2010 wurde die Walter-Köbel-Halle als Mehrzweckhalle
genutzt. Gemäß der Bauakte aus den 70er Jahren war lediglich eine
Sporthallennutzung genehmigt.
Die Stadtverordnetenversammlung hat auf der Grundlage mehrerer
Gutachten beschlossen, den genehmigten Zustand aus den 70er Jahren
wieder herzustellen.
Die Walter-Köbel-Halle besteht aus einer Großsporthalle mit fest
eingebauten Tribünen, dem dazugehörenden Foyer sowie einem
zweigeschossigen Trainingszentrum mit Spezialtrainingsräumen und
Saunabereich. Der Trainingsbereich verfügt über zwei Lichthöfe, die der
Belüftung und Belichtung der angebundenen Trainings- und Umkleideräume
dienen.
Die Großsporthalle weist eine Nutzfläche von ca. 1.550 qm aus.
Insgesamt umfasst das Objekt eine Grundfläche von ca. 5.700 qm.
Die Tragkonstruktion besteht aus Stahlbetonstützen und Stahlbetondecken
in den zweigeschossigen Bereichen. Die Dachkonstruktion der großen
Halle besteht aus einer Stahlkonstruktion. Die Einbauten (z.B. Tribünen
und Sprecherkabinen) sind in ihren tragenden Bauteilen ebenfalls aus
Stahlbeton gefertigt.
Vergeben werden sollen mit diesem Verfahren die Leistungen der
Tragwerksplanung gemäß § 49 HOAI, LPH 1-6. Die anrechenbaren Kosten für
die Leistungen der Tragwerksplanung liegen bei ca. 1,6 Mio. EUR netto.
Mit Vertragsschluss werden zunächst die Leistungsphasen 1-3 gemäß § 49
HOAI vergeben. Der Auftraggeber behält sich die Option zur stufenweisen
Weiterbeauftragung bis einschließlich Leistungsphase 6 vor. Ein
Rechtsanspruch des Auftragnehmers auf eine Gesamtbeauftragung besteht
nicht.
Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
Hauptgegenstand:
71330000 Verschiedene von Ingenieuren erbrachte Dienstleistungen
Ergänzende Gegenstände:
Ort der Ausführung / Erbringung der Leistung : Evreuxring 31, 65428
Rüsselsheim
NUTS-Code : DE717 Groß-Gerau
Zeitraum der Ausführung :
voraussichtlich vom 02.01.2013 bis 02.01.2015
7. Wertungsmerkmale:
Bewerbungsbedingungen: Zur Bewerbung sind zwingend die entsprechenden
Formblätter zu verwenden, die auf der Homepage des
verfahrensbetreuenden Büros Stadtbauplan unter
'www.stadtbauplan.de/Verfahren/laufende
Verfahren/Rüsselsheim-VOF-Verfahren Sanierung der Walter-Köbel-Halle in
Rüsselsheim, Leistungen der Tragwerksplanung' nach erfolgter
Registrierung und Freischaltung heruntergeladen werden können.
Nichtvorlage bzw. nicht rechtzeitige Vorlage des von einem
bevollmächtigten Vertreter unterschriebenen Bewerbungsbogens sowie
Bewerbungen nur für Teilleistungen führen zum Ausschluss der Bewerbung!
Hinweis für Bewerbergemeinschaften und Unterauftragnehmer:
Eine Bewerbergemeinschaft besteht im Falle der Angebotsaufforderung als
Bietergemeinschaft fort und wird im Falle der Zuschlagserteilung als
Arbeitsgemeinschaft tätig. Die Mitglieder haften gesamtschuldnerisch
und benennen einen bevollmächtigten Vertreter. Bewerbergemeinschaften
haben mit dem Teilnahmeantrag eine von sämtlichen Mitgliedern
unterschriebene Bewerbergemeinschaftserklärung (siehe Formblatt bei den
Bewerbungsunterlagen) im Original vorzulegen.
Jedes Mitglied einer Bewerbergemeinschaft sowie jeder Nachunternehmer
muss seine Eignung für den Leistungsbestandteil, den es angebotsmäßig
übernehmen soll, nachweisen.
Geforderte Nachweise:
- bei Kapitalgesellschaften ein aktueller Handelsregisterauszug. Bei
Bewerbergemeinschaften ist dieser Nachweis von sämtlichen Mitgliedern
zu erbringen, sollte es sich bei diesen um Kapitalgesellschaften
handeln.
- Umsatz des Bewerbers der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre
für Leistungen gemäß § 49 HOAI in Euro netto. Bei
Bewerbergemeinschaften zählt die Umsatzsumme aller Mitglieder.
- Absichtserklärung zum Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung
über 1.000.000,00 Euro für Personenschäden und 300.000,00 Euro für
Sach- oder Vermögensschäden im Falle einer Beauftragung, soweit noch
nicht vorhanden.
- Erklärung, dass im Auftragsfall Leistungserbringer (Projektleitung)
mit folgenden fachlichen Qualifikationen eingesetzt werden:
Dipl.-Ing./Master Bauingenieurwesen
Der Leistungserbringer muss über eine mindestens 5-jährige
Berufserfahrung verfügen.
Die Erklärung zum Abschluss der geforderten Versicherung sowie zum
Einsatz des entsprechend qualifizierten Personals bei erfolgter
Beauftragung wird durch die Unterschrift des bevollmächtigten
Vertreters im Bewerbungsbogen geleistet. Erst bei Einladung zu den
Vergabeverhandlungen sind die Leistungserbringer zu benennen und der
Nachweis ihrer fachlichen Qualifikation zu erbringen.
Geforderte Referenzen:
- Nachweis von bis zu 2 Projekten mit vergleichbaren Erfahrungen zu
Bestandsbauten (vergleichbare Eingriffe in das Tragwerk, Nachweise von
Bauzuständen o. ä.) der letzten 10 Jahre (Abschluss der Leistungen ab
06/2002 bis 06/2012) mit erbrachten Leistungen der Tragwerksplanung,
mit Angaben zu Projektbeschreibung, Auftraggeber, Abschluss der
Leistungen, anrechenbare Kosten bezogen auf die erbrachte Leistung (KG
300+400),
- Nachweis von bis zu 2 Projekten aus dem Sporthallenbau oder
vergleichbarer Bauwerke (Neubau/Bestand) der letzten 10 Jahre
(Abschluss der Leistungen ab 06/2002 bis 06/2012) mit erbrachten
Leistungen der Tragwerksplanung, mit Angaben zu Projektbeschreibung,
Auftraggeber, Abschluss der Leistungen, anrechenbare Kosten bezogen auf
die erbrachte Leistung (KG 300+400),
- Nachweis von bis zu 2 Referenzschreiben zu den oben aufgeführten
Referenzen, in denen eine termin- und kostengerechte
Leistungserbringung bestätigt wird,
- Angabe, welche der angegebenen Referenzen für die öffentliche Hand
oder vergleichbare Auftraggeber bearbeitet wurden
Hinweis:
Über die geforderten Nachweise hinaus abgegebene Unterlagen, wie
beispielsweise grafische Nachweise bleiben unberücksichtigt. Maßgeblich
sind die Angaben im Bewerbungsbogen.
Referenzen aus früheren Tätigkeiten in anderen Büros werden zugelassen,
soweit eine Bescheinigung des früheren Arbeitgebers vorliegt, dass
diese Referenzen in leitender Position bearbeitet wurden. Bewerber, die
nicht selbst ausreichend Erfahrungen/Referenzen nachweisen können,
können sich in Bewerbergemeinschaft mit anderen Büros oder mit
Nachunternehmern bewerben.
Referenzen von selbständigen Niederlassungen werden nur gewertet, wenn
eine Bewerbergemeinschaft zwischen diesen Niederlassungen gebildet
wird, oder eine Bescheinigung vorliegt, dass der vorgesehene
Projektleiter diese Referenz bereits in leitender Position betreut hat.
Sammelreferenzen oder Rahmenverträge werden nicht gewertet.
8. Beschränkung der Wirtschaftsteilnehmer, die zur Teilnahme
aufgefordert werden sollen:
mindestens (soweit geeignet) :3 ,höchstens 5
9. Auskünfte erteilt: Offizielle Bezeichnung:Stadtbauplan GmbH
Straße:Rheinstraße 40-42
Stadt/Ort:64283 Darmstadt
Land:Deutschland
Zu Hdn. von :Frau Anne Rausch
Telefon:06151-99570
Fax:06151-995730
Mail:wkh-tw@stadtbauplan.de
digitale Adresse(URL):www.stadtbauplan.de
10. Unterlagen zu Bewerbungsbedingungen anzufordern bei: siehe unter 9.
11. Sonstige Angaben: Im Rahmen der Eignungsprüfung werden die Angaben
gemäß den Erläuterungen in der Einzelbewertungsmatix (siehe
Bewerbungsunterlagen) in folgender Gewichtung bewertet:
- Umsatz 24%
- Referenzprojekte 50%
- Referenzschreiben 16%
- Vertrautheit mit öffentlichen Auftraggebern 10%
Sollten mehr als die gewünschte Zahl an Bewerbern (3-5) die
Anforderungen gleich gut erfüllen und somit eine objektive Auswahl nach
qualitativen Kriterien unter gleich gut qualifizierten Bewerbern nicht
mehr nachvollziehbar durchgeführt werden können, erfolgt die Auswahl
durch Losverfahren aus dem Kreis der gleich gut geeignet erscheinenden
Büros.