Appréciation par le jury
Das Ateliergebäude teilt sich die Fläche mit einem uralten Lindenbaum. Es sucht den Bezug zum Baum und orientiert sich mit allen Aufenthaltsräumen in seine Richtung. Bei der Grundrissgestaltung und der Fassade spielte die Linde eine zentrale Rolle der dreigeschossigen Massivbau greift das Baummotiv wieder auf: Sie ist allseitig mit handlaminierten Paneelen aus transluzentem, glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) ummantelt, auf die das Bild winterlich blattloser Aststrukturen projiziert wurde. Das Material hat eine hohe Festigkeit bei geringem Gewicht, ist witterungs- und chemikalienbeständig, kostengünstig, frei formbar und lässt sich beliebig einfärben. Im Innern des Hauses sind die Nutzungen vertikal klar gegliedert: Arbeiten im Erdgeschoss, Wohnen in den beiden Obergeschossen. Die Etagen folgen konsequent der Idee eines offenen, kommunikativen Hauses. Dem unprätentiösen Konzept entspricht auch die robuste Materialisierung: Die Rohbauästhetik der unverputzten Betonoberflächen blieb erhalten.