Appréciation par le jury
Das Gebäude stellt sich als kompakter Baukörper selbstbewusst in die Landschaft. Dies wird auch durch ein hohes Sockelgeschoss bewirkt, das sowohl die Tiefgarage aufnimmt, wie das talseitige Betriebsgebäude. Die landschaftsplanerische Einbindung über den „Wiesenpark“ funktioniert gut, in wie weit ein wasserführender Teich über das Niederschlagswasser versorgt werden kann, bleibt fraglich. Die Hofflächen sind wenig strukturiert und weisen leider kaum zonierte Flächen auf. Die Positionierung im Grundstück ist in städtebaulicher Hinsicht gut, die Materialität der Fassade steht im Kontrast zum landschaftlichen Umfeld. Die Rampenlösung zur Erschließung der Parkgarage muss wegen der Neigung bei winterlichem Wetter untersucht werden (u. U. Beheizung). Die externe Erschließung ist eindeutig, der Eingang ohne Umwege auffindbar. Eine Gliederung der Belagsflächen wäre wünschenswert. Die Zufahrt zum Betriebshof sollte im Hinblick auf Fußgängerbewegung noch einmal überdacht werden. Die innere Erschließung um den Atriumshof ist schlüssig. Betriebsorganisatorisch funktioniert der Grundriss, wobei einzelne schmale und tiefe Büroräume sehr beengt wirken, was sich in realiter (große Fenster) anders darstellen kann. Sehr schön ist die Anordnung der Sozialräume mit Terrasse und Blick ins Tal; leicht lässt sich auch der Innenhof anschließen und integrieren. Durch die Atriumlösung entsteht eine angenehme innenräumliche Qualität. Die Fassade ist klar strukturiert. Die Tragstruktur stellt sich dar. Die Materialität zwischen dem vorgeschlagenen Sichtbeton und den Holzpaneelen lässt eine gute Wirkung erwarten. Die Fassade wird durch die flexible Verschattung sehr lebhaft werden. Die Wirtschaftlichkeit ist im Rahmen des Vorgegebenen Budgets fragwürdig, da die unterirdischen Garagenlösungen einen hohen konstruktiven Aufwand nach sich ziehen. Auch zieht der Innenhof eine erhöhte Hüllfläche nach sich, erzeugt aber dadurch einen Mehrwert an Erlebnisraum und an Arbeitsraumqualität. Die Vorgaben zur Barrierefreiheit wurden (soweit zu Erkennen) erfüllt (Aufzug). Im Detail wird ein Behinderten-WC vermisst, dass aber noch umsetzbar scheint. Erweiterungsmöglichkeiten sind gegeben und werden als sinnvoll erachtet. Die gute Kompaktheit des Baukörpers lässt einen geringen Heizwärmebedarf erwarten. Energetisch positiv zu bewerten, das nicht beheizte und niedrig beheizte Räume einen eigenen Baukörper bilden. Die Hauptfassaden sind Nord-Süd orientiert, was eine gute Verschattung im Sommer ermöglicht. Weniger positiv zu bewerten sind die teilweise sehr schmalen Bürogrundrisse, die keine ausreichende Tageslichtausleuchtung ermöglichen.