Die ehemalige, fürstliche Residenz Rudolstadt ist, neben ihrer kulturellen Blütezeit im 18. Und 19. Jahrhundert, bekannt für ihren weltweit guten Ruf in der Porzellanherstellung.
Das Gebäude der ehemaligen Porzellanmanufaktur Karl Ens KG, heute „Älteste Rudolstädter Porzellanmanufaktur“ genannt, ist bis heute ein wichtiges Identifikationsmerkmal für die Stadt, die diesen Zeitzeugen erhalten und einer neuen Nutzung zuzuführen möchte.
Aufgrund der demographischen Entwicklung in der Region...
Die ehemalige, fürstliche Residenz Rudolstadt ist, neben ihrer kulturellen Blütezeit im 18. Und 19. Jahrhundert, bekannt für ihren weltweit guten Ruf in der Porzellanherstellung.
Das Gebäude der ehemaligen Porzellanmanufaktur Karl Ens KG, heute „Älteste Rudolstädter Porzellanmanufaktur“ genannt, ist bis heute ein wichtiges Identifikationsmerkmal für die Stadt, die diesen Zeitzeugen erhalten und einer neuen Nutzung zuzuführen möchte.
Aufgrund der demographischen Entwicklung in der Region besteht ein zunehmender Bedarf an barrierefreiem, altengerechten Wohnraum mit angeschlossenen Pflege- und Betreuungseinrichtungen. Diese Nutzung sieht der Entwurf auf dem Areal der ehemaligen Porzellanmanufaktur vor unter Einbeziehung der stark sanierungsbedürftigen Gebäude. Die exponierte Lage direkt an der Saale und der „Großen Wiese“ in Kombination mit der fußläufig erreichbaren Innenstadt und seiner attraktiven Umgebung zeichnen den Standort aus.
Das Konzept priorisiert ein selbstständiges Wohnen älterer, aktiver Menschen in einer Wohnanlage, die ihre Bewohner im täglichen Leben zurückhaltend und selbstverständlich unterstützt. Um eine permanente Konfrontation der aktiven Menschen mit dementen oder stark pflegebedürftigen Mitbewohnern zu vermeiden, sind die Funktionen ‚Pflege’ und ‚Wohnen’ klar getrennt.
Der Gebäudekomplex umfasst drei parallel zur Saale positionierte Querriegel, darunter der Altbau, und einen transparenten und offen zugänglichen Längsriegel, der die Verbindung von der Straße bis zum Saale-Ufer schafft. In Längsrichtung wird jeder einzelne der drei Querriegel von einem Band eingefasst, das sich vom Giebel beginnend über das Dach um den orthogonal angrenzenden Längsriegel faltet und somit die Verknüpfung zwischen „privaten“ und „öffentlichen“ Bereichen darstellt.
Typ
Gesundheits- und Wohnungsbau
Gesamtfläche
8.870 m2 (BGF)
Leistungsphasen ( nach HOAI )
1 - 3
Auftraggeber
Öffentlich
Ort
Rudolstadt, Thüringen
Entwurf
René Nachtwey