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  • DE-38444 Wolfsburg-Detmerode
  • Projet réalisé

Wohnanlage Neue Burg / Rückbau, Umbau und Modernisierung


Description du projet:
Städtebaulicher Kontext
Der Wolfsburger Stadtteil Detmerode ist ein typisches Beispiel für die großen Stadterweiterungsprojekte der 1960er/70er Jahre. Damals suchte die „Autostadt“ und ihr Volkswagenwerk Arbeiter, um die steigende Nachfrage nach Automobilen befriedigen zu können.
Detmerode wurde als „Demonstrativbauvorhaben“ des Bundes unter der Leitung von Paul Baumgarten umgesetzt. Dieser folgte dem Leitbild „Urbanität durch Dichte“ und schuf Wohnraum in vielgeschossigen abgetreppten... +
Städtebaulicher Kontext
Der Wolfsburger Stadtteil Detmerode ist ein typisches Beispiel für die großen Stadterweiterungsprojekte der 1960er/70er Jahre. Damals suchte die „Autostadt“ und ihr Volkswagenwerk Arbeiter, um die steigende Nachfrage nach Automobilen befriedigen zu können.
Detmerode wurde als „Demonstrativbauvorhaben“ des Bundes unter der Leitung von Paul Baumgarten umgesetzt. Dieser folgte dem Leitbild „Urbanität durch Dichte“ und schuf Wohnraum in vielgeschossigen abgetreppten Hochhausketten.
Das Image der Siedlung litt zuletzt unter einem hohen Leerstand und wachsendem Anteil sozial schwacher Bewohner.

Nach einer intensiven sozialen und demografischen Untersuchung durch den
Bauherrn verständigte sich das Braunschweiger KSP-Büro mit dem Auftraggeber auf ein Konzept, das sowohl auf der Ebene des Städtebaus ansetzt wie auch bei der einzelnen Wohnung und damit der individuellen Wohnqualität.


Qualität der Gestaltung
Die Gestaltungsqualität liegt einem grundlegenden Imagewandel zugrunde. Um das Erscheinungsbild der Anlage zu verändern, werden die positiven Standortfaktoren gefördert, die Baumasse und deren Gleichförmigkeit reduziert, sowie Maßnahmen zur stärkeren Individualisierung ergriffen.

Im Einzelnen bedeutet dies einen einheitlichen Rückbau der Bebauung auf vier Geschosse. Neue Staffelgeschosse, in welchen sich Penthauswohnungen befinden, ergänzen die Bestandsgebäude. Als hinterlüftete Fassaden mit farbiger Furnierholzverkleidung setzen sie sich in ihrer Materialität zu den Putzfassaden ab und betonen die Staffelung der Gebäudefluchten. Die Rhythmisierung der Fassade sowie Einschnitte erzeugen eine neue Maßstäblichkeit der Wohnbebauung. Zudem tragen Materialität und Farbigkeit zu einem freundlicheren Erscheinungsbild und einer Individualisierung bei.
Gezielte Ergänzungen wie Balkone, Loggien und Terrassen werten die Wohnqualität auf und öffnen die Wohnungen zu privaten Freiräumen. Diese privaten Freiflächen mit Blickbeziehung zum direkt angrenzenden Wald machen das Thema des naturnahen Wohnens erlebbar.

Weitere Maßnahmen der Neugestaltung sind auch die stärkere Orientierung an der demografischen Entwicklung (z.B. altengerechtes Wohnen), die Verbesserung der Erreichbarkeit und die Anpassung der Wohnungsgrößen und Zuschnitte an veränderte Bedürfnisse und Ansprüche der Bewohner.


Funktionalität
Die Veränderungen der Wohnungsgrundrisse wurden auf das Tragwerk der Bestandsgebäude abgestimmt, um den finanziellen und konstruktiven Aufwand in einem vertretbaren Rahmen zu halten. Die Integration des Altenwohnens wird durch den Einbau von alten- bzw. behindertengerechten Sanitäreinrichtungen und Türanlagen sowie durch eine hohe Barrierearmut innerhalb der gesamten Wohnsiedlung gewährleistet.

Die veränderte Erschließung verbessert die Erreichbarkeit der Wohnungen mit dem PKW. Auch Parkmöglichkeiten befinden sich nun jeweils in direkter Nähe.
Durch die Ausbildung eines zusätzlichen Wegeangebots ist ein gefahrenloses Spielen für Kinder auf den Verkehrswegen des Subnetzes, welches im Rahmen der Freiraumplanung in Form von Fußgänger- und Radfahrwegen umgesetzt wurde, möglich.


Nachhaltigkeit
Die Verbesserung der technischen Infrastruktur orientiert sich am Erhaltungszustand und der Wirtschaftlichkeit. Anlagen wie Solarkollektoren zur Brauchwassererwärmung, Photovoltaikelemente etc. zur Energiegewinnung wurden daher nur bei entsprechender Wirtschaftlichkeit installiert. Die Fernwärmeversorgung aus Kraft-Wärme-Kopplung wird weiterhin genutzt um den Heizenergiebedarf weitgehend zu decken. Gleiches gilt für anlagentechnische Vorkehrungen zur Reduzierung des Energie- und Wasserverbrauchs (z.B. kontrollierte Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung, Grauwassernutzung etc.). Das Ziel der energetischen Sanierung erreicht den Standard von Neubauten. Durchschnittlich konnte mit den Maßnahmen ein Primärenergiebedarf von ca. 36 KWh (m²a) erzielt werden, der Endenergiebedarf liegt im Bereich der Staffelgeschosse bei 47 KWh (m²a), im Bereich umgebauter Bestandsgeschosse bei 65 KWh (m²a). -


  • Participants au projet

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  • Données du projet

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    Awards / Prix BDA Preis Niedersachsen 2012 [Prix]
    Zukunft Wohnen 2012 [KATEGORIE 3 – Wohnen im Bestand]
    Début des travaux de construction 10/2008
    Achèvement 02/2011
    Type de bâtiment Logements collectifs (Rénovation, Assainissement)
    Taille du projet
    Superficie brute (SB) 11.100 m2
    Volume brut (VB) 25.000 m3
    Adresse du projet J.- F. Kennedy Allee 37-51
    DE-38444 Wolfsburg-Detmerode
  • Carte

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  • Garantie

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INFOBOX

Publié le 11.07.2012
Actualisé en dernier 29.10.2012
ID du projet 5-48396
Affichages de la page 858

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