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  • DE-93055 Regensburg, DE-93047 Regensburg
  • 02/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-178048)

Neubau und Erweiterung der Hauptfeuerwache


  • 4. Preis

    Modell - modellwerk weimar

    Modellbauer
    modellwerk weimar | Architekturmodelle, Modellbau, Frässervice, Laserservice, Weimar (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Planungsgruppe Gestering | Knipping, Bremen (DE), Düsseldorf (DE), Stuttgart (DE)
    Landschaftsarchitekten: LAND Germany GmbH, Düsseldorf (DE), Mailand (IT)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das städtebauliche Konzept einer orthogonalen Struktur, die dem erhaltenen Gebäude der ILS folgt und durch die Grundstücksränder beschnitten wird, erzeugt eine eingängige Großform. Diese ist jedoch in der weiteren Baukörpergliederung an vielen Stellen nicht stark genug, die beiden unterschiedlichen Geometrien in Einklang zu bringen. Die Differenzierung der Baukörper wirkt insbesondere an den beiden Übergangsstellen Übungsbereich und ILS zu unruhig und inhomogen. Zudem ist der große Flächenverbrauch der Gesamtanlage kritisch zu sehen.

    Die Zufahrten ermöglichen eine sehr gute Erschließung des Hofes. Der große Vorbereich entlang der Greflingerstraße ist zu wenig gestaltet und wirkt zu großmaßstäblich. Der Haupteingang wirkt dort etwas verloren. Aufgrund des hohen Flächenverbrauchs verbleiben kaum unversiegelte Flächen, was dazu führt, dass die Grünstreifen entlang der Grundstücksgrenzen eher als Restflächen wirken, die keine Übergänge zu den umgebenden Bereichen bilden können. Die Lage der Tiefgarageneinfahrt am nordwestlichen Rand erzeugt einen wenig schönen Außenraum im Übergang zur Wohnbebauung.

    Der Entwurf weist eine sehr gute Funktionalität auf. Abgesehen von wenigen Mängeln wie beispielsweise der zu knappen Dimension der Stellplatzausfahrten im Bereich der Hauptzufahrt oder der nicht optimalen Anordnung der Lagerflächen in der Westhalle wird er den Ansprüchen der Feuerwehr in vielen Belangen gerecht. Für die Umsetzung werden zwar drei Bauabschnitte benötigt, diese sind aber sehr geschickt aufgeteilt, so dass Zwischenlösungen reduziert werden können.

    Die Architektur macht das Gebäude als Feuerwehr ablesbar. Allerdings werden wie schon bei der Baukörpergliederung zu viele Gestaltungselemente eingesetzt. Insbesondere die Vielfalt der Fensterarten und -öffnungen erzeugt ein unruhiges Erscheinungsbild.
    Im Innern bildet ein großzügiger Eingangsbereich den Zugang zum Gebäude, von dort setzt es sich leider fort in viele dunkle Flure ohne große Aufenthaltsqualität.

    Der BRI liegt über dem Durchschnitt der Arbeiten, auch ohne Anrechnung der Tiefgarage. Dies lässt höhere Aufwendungen in Bau und Betrieb erwarten, auch wenn die Konstruktion einfach konzipiert ist. Die vorgeschlagene Wärmedämmverbundsystemfassade lässt Zweifel an der Robustheit und Langlebigkeit aufkommen.