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  • AT-1030 Wien
  • 01/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-175339)

Neubau Future Art Lab


  • 1. Rang Gewinner

    kein Bild vorhanden
    Akustikplaner
    Müller-BBM GmbH, Planegg/München (DE), Berlin (DE), Dresden (DE), Frankfurt (DE), Gelsenkirchen (DE), Hamburg (DE), Karlsruhe (DE), Köln (DE), Nürnberg (DE), Reutlingen (DE), Stuttgart (DE), Weimar (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Pichler & Traupmann Architekten, Wien (AT)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    1. Rang = Wettbewerbssieger
    Städtebaulich gelingt es dem Projekt in sehr angemessener Weise das Thema „Campus“
    sowohl in der Baukörperausformung als auch in der Materialität aufzugreifen, zu komplettieren und der Nutzung entsprechend semantisch zu akzentuieren.
    Städtebaulich geht das Projekt in besonderer Form auch auf die landschaftliche Qualität des
    Außenraumes ein, indem dieser nach oben perspektivisch fortgesetzt, für die Nutzer zusätzliche Aufenthaltsqualitäten auf kurzem Weg ins Freie anbietet.
    Die Funktionen entfalten sich wie selbstverständlich entlang großzügiger Verkehrsflächen,
    die gleichzeitig Aufenthalts- und Begegnungsqualitäten anbieten. Gleichzeitig wird durch die
    Erschließung innerhalb der Geschosse und dreidimensional im Gebäude ausgezeichnete
    Orientierbarkeit gewährleistet.
    Große Akzeptanz erreicht das Projekt hinsichtlich seiner Funktionalität einhellig von allen
    Nutzergruppen.
    Alle Sonderräume sind als Raum-in-Raum Bauweise vorgesehen. Bei Klangtheater, Aufnahmesaal und Konzertsaal ist auch die innere Struktur massiv ausgeformt. Bei den Sonderräumen im Untergeschoss ist zusätzlich die Bodenplatte getrennt. Der interessante akustische Ansatz, die Lasten des Konzertsaales mit einer getrennten Tragstruktur durch das Gebäude hindurch in die Fundamente abzuleiten, ist in den Plänen (noch) nicht vollständig umgesetzt.
    Alle Räume mit hohen akustischen Anforderungen sind durch entsprechend starke
    Wände in Massivbauweise voneinander getrennt. Bezüglich Raumakustik sind Diffusität, fixe
    Raumbedämpfung und variable Akustik beschrieben und konzeptuell sauber durchdacht. Auf
    Grundlage dieses Konzeptes können hochwertige akustische Räume entwickelt werden.
    Das Projekt liegt im geforderten Budgetrahmen, dennoch kann durch die außerordentlich
    hohe Komplexität an funktionellen, akustisch sowie haustechnisch sowohl hohen als auch
    differenzierten Anforderungen eine letzte Kostenschärfe nicht erreicht sein. Die Jury spricht
    diesem Projekt jedoch das Potential differenzierter Optimierung zu, ohne Qualitätsverluste zu
    antizipieren. Dies betrifft die Optimierung von Volumen gleichermaßen wie die Ausdifferenzierung von Raumanforderungen im Detail. Positiv gesehen wird das bewusste Ansprechen all dieser Themenbereiche im Wettbewerbsstadium.
    Entsprechend der Gebäudekomplexität wird auch hinsichtlich Ökologie ein sehr ausdifferenzierter, vielseitig wirksamer Katalog verschiedener Maßnahmen angeboten, welche eine überdurchschnittliche Steigerung der energetischen Effizienz erwarten lassen.