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  • Ankauf

    Lageplan, © Frank + Schulz

    Architekten
    Frank + Schulz Freie Architekten BDA, Herrenberg (DE) Büroprofil

    Erläuterungstext
    Das Wettbewerbsgebiet zerfällt in zwei Bereiche:
    Der Bereich Kirchgasse mit Rathaus, Kirche und Gemeindezentrum,
    Pfarramt, Bibliothek. Die Bauten sind Ortsbild prägend, in
    verhältnismäßig gutem Zustand, und die Straße wurde mit einer
    neuen Oberfläche versehen.
    Diesem Straßenraum steht eine Brachfläche und eine sehr
    heterogener Bebauung an der Rathausstraße gegenüber.
    Die Aufgabe besteht also darin, den letztgenannten Bereich
    aufzuwerten und mit der Kirchgasse zu einem Ganzen zu
    verbinden, ohne dort Veränderungen vorzunehmen.
    Ausgehend von der Kirche wird eine Platzwand geschaffen,
    die einen Raum unter Einschluss des unteren Teils der Kirchgasse
    und der Rathausstraße begrenzt. Die anderen Wände dieses
    Platzes werden vom Rathaus und der bestehenden Bebauung
    jenseits der Rathausstraße gebildet. Durch die Ausrichtung der
    neuen Platzwand liegt der Schwerpunkt des neuen Platzes
    unterhalb der Kirchgartenmauer gegenüber dem Rathaus.
    Die vorhandene Blickbeziehung entlang der Kirchgasse nach
    oben wird gesteigert und überhöht.
    Diese Schwerpunktbildung wird unterstützt durch die Platzierung
    eines Pavillons als Sonderelement vor den nördlichen
    Platzwänden. Er muss zwingend eine Nutzung aufnehmen,
    die gleichzeitig auch die Platzfläche selber mitbespielt.
    Es könnte ein gastronomisches Angebot sein, Pizzeria, Café
    oder Eisdiele, das sich nach außen öffnet, denn hier soll sich
    Wimsheim treffen.
    Die besondere Bedeutung dieser Einrichtung muss durch eine
    entsprechende architektonische Gestaltung unterstrichen werden.
    Die neue Platzwand bilden drei giebelständige Baukörper mit
    flexiblen Grundrissen. Die Querstellung erlaubt es, durch
    Höhenstaffelung das starke Gefälle aufzunehmen, was mit
    längsgerichteten Bauten so nicht möglich wäre. Dabei wechseln
    sich die Eingänge der Erdgeschosszonen mit den Zugängen zu
    den Treppenhäusern ab. Eine Wände zwischen den einzelnen
    Bauten schirmen den dahinter liegenden Bereich so ab, dass hier
    sogar Wohnen als Nutzung in Frage käme, wobei jedoch eine
    öffentlich zugängliche Nutzung, Läden, Dienstleistungen oder
    Werkstätten vorzuziehen wäre. Da die Grundrisse flexibel sind,
    können sich auch in den oberen Geschossen Wohnungen mit
    anderen Inhalten abwechseln. Die oberen Geschosse sind
    bewusst nicht mit geneigten Dächern ausgebildet, um die
    Nutzungsmöglichkeiten der unteren Ebenen auch hier
    ausschöpfen können. Alle Ebenen sind barrierefrei zu erreichen,
    wobei allerdings die vorhandene Topographie bereits Steigungen
    über sechs Prozent aufweist.


    

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.