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  • DE-72622 Nürtingen
  • 03/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-184692)

Westlicher Neckar


  • ein 4. Preis

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    Architekten, Stadtplaner
    Kiderlen Architektur Städtebau, Stuttgart (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Jörg Stötzer Landschaftsarchitektur, Stuttgart (DE)

    Preisgeld
    5.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf strukturiert das Areal westlich der Bundesstraße mit drei deutlichen Setzungen. Dabei wird neben dem Greinerareal das Autohaus um ein Gründerzentrum, das Hallenbad um ein Parkhaus und ein Gesundheitszentrum erweitert. Beide Vorschläge zur baulichen Erweiterung können nicht restlos überzeugen. Der Vorbereich des Hallenbades erfährt als schnöder Parkplatz keine Attraktivitätssteigerung. Hier werden Optionen, die der Entwurfsansatz ermöglichen würde, nicht genutzt. Interessant ist die Idee, dass Greinerareal baulich behutsam weiterzuentwickeln und neue Nutzungen wie das KKB und Loftwohnungen in den Bestand einzubauen, bez. auf die Dächer zu setzen. Nachvollziehbar werden die drei ausformulierten Areale mit einem von Säuleneichen akzentuierten Weg verbunden, der auf schöne Weise den Fuß des Galgenberges akzentuiert. Das westlich anschließende Wohngebiet wird nur mit wenigen neuen Gebäuden nachverdichtet und behält so seinen suburbanen Charakter.
    Der Entwurf respektiert in großem Umfang den historischen Bestand in der Neckarvorstadt. Lediglich der nicht zwingend notwendige Abbruch des denkmalgeschützten Pförtnerhauses (Neckarstraße 14/2) fällt negativ auf, wäre aber vermeidbar. Einer Baumallee wird auch an der Bundesstraße vorgeschlagen. Ob es an dieser stark befahrenen Straße einer solchen Geste Bedarf, wird kontrovers diskutiert. Die Auenlandschaft längs des Neckars wird baulich nicht weiterentwickelt. Vielmehr wird hier ein attraktiver Landschaftsraum vorgeschlagen, dessen Aufenthaltsqualität allerdings durch den Verkehrslärm der Bundesstraße eingeschränkt wird. Auf der Stadtseite des Flusses schlagen die Verfasser den Bau von zwei sog. Stadttor- Gebäuden vor. Da sie relativ weit vom Kreisverkehr entfernt liegen, wird ihre Sinnhaftigkeit bezweifelt. Eine Umsetzungsfähigkeit ist speziell für das Greiner-Areal. Angesicht des behutsamen Umgangs mit dem Bestand in besonderer Weise gegeben. Da nur wenig Neubebauung vorgeschlagen wird, liegt die Wirtschaftlichkeit eher im unteren Bereich.

    Insgesamt eine Arbeit, die mehr in Einzelaspekten als im Gesamtkonzept überzeugen kann.


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