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  • DE-45896 Gelsenkirchen
  • 03/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-195277)

Neue Zeche Westerholt


  • Engere Wahl

    arbos Freiraumplanung Hamburg, petersen pörksen partner architekten + stadtplaner bda Lübeck | Hamburg, KAplus Eckernförde, STADTart Dortmund, © Perspektive: Wolfram Gothe

    Landschaftsarchitekten
    arbos Freiraumplanung GmbH, Hamburg (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Peter Köster

    Mitarbeit
    Sara Dahlheimer, Simone Kühte

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: ppp architekten + stadtplaner gmbh, Lübeck (DE), Hamburg (DE)
    sonstige Fachplaner: STADTart, Dortmund (DE)
    Energieplaner: KAplus - Ingenieurbüro Vollert, Eckernförde (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Beitrag zeigt bemerkenswerte, positive Merkmale auf. Dazu gehören:
    • die richtige Zonierung des Gesamtgeländes nach Nutzung, Dichte und Maßstäblichkeit
    • die Führung der „Allee des Wandels“ in der Mitte der Gesamtanlage mit der Erlebbarkeit des post‐industriellen Erbes und der neuen Nutzungsschwerpunkte
    • der Umgang mit dem Gebäude „Wagenumlauf“. Schacht 3 steht gut in einer großzügig bemessenen Grünfläche und bildet somit eine große Landmarke für das neue Quartier, seine Nutzung ist zeitgerecht und attraktiv
    • die Struktur der vorgeschlagenen Bebauung eignet sich flexibel für unterschiedliche gewerbliche Nutzungen
    • die angemessene Ausprägung für das Wohnen, vor allem im östlichen Bereich, der Geländeabtrag trägt zur Einbindung in Westerholt bei.

    Die Erschließung ist klar, sinnfällig und wirtschaftlich gelöst. Die beiden Querungen über die Bahn führen zu einer guten Vernetzung mit dem Waldgebiet und den neu entstehendem Quartier auf dem Gelände der ehemaligen Kinderklinik. Die Vorschläge zum Thema Energie sind klar und nachvollziehbar. Mit dem Energieturm wurde auch inhaltlich ein großes Zeichen gesetzt, welches jedoch nicht unrealistisch ist. Die Vorschläge zur Regenwassersammlung und ‐entsorgung über die große Rigole sind gut durchdacht. Auch die Vorschläge zu Zwischennutzungen sind im Kontext der vorgesehenen Entwicklung im Hassel gut nachvollziehbar.

    Weniger positiv werden die Übergänge des zentralen Grünen Bandes im Westen und Osten beurteilt: Es läuft im Westen ins Leere und endet im Osten auf einem Parkplatz. Die „Allee des Wandels“ hat zwischen dem Gelenkpunkt und der Bahnhofstraße eine recht triviale Ausprägung. Die vorgeschlagene Bebauung an der Grünstraße auf der Höhe des jetzigen Plateaus würde die angrenzende Wohnbebauung empfindlich stören. Auch die städtebauliche Ausformulierung der Egonstraße insbesondere im östlichen Bereich ‐ wird hinsichtlich der Raumbildung einer Stadtstraße kritisch diskutiert.

    Insgesamt ein Beitrag von hoher Qualität mit einigen Schwächen.