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  • DE-72488 Sigmaringen
  • 03/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-185364)

Umgestaltung Karlsplatz


  • 2. Preis


    Landschaftsarchitekten
    faktorgruen, Freiburg im Breisgau (DE), Rottweil (DE), Heidelberg (DE), Stuttgart (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Ricardo Patings, Elena Tzoulakis, Michał Herl

    In Zusammenarbeit mit:
    Verkehrsplaner: Fichtner Water & Transportation GmbH, Stuttgart (DE), Leipzig (DE), Freiburg (DE), Essen (DE), Berlin (DE)

    Preisgeld
    5.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf formuliert auf unaufgeregte Weise eine angemessene Verbindung zwischen Innenstadt und Bahnlinie über einen angenehm dimensionierten Platz, der eine hohe Aufenthaltsqualität erwarten lässt. Die wichtigen Sichtachsen sind freigehalten.
    Die Topographie verbleibt im gesamten Plangebiet weitgehend unverändert, Wegeführungen für Fußgänger und Radfahrer sind dadurch uneingeschränkt barrierefrei gewährleistet.
    Der Prinzengarten findet eine gelungene Verbindung zum Hofgarten, das verbindende Baumpaket auf einem dezenten Podium im Osten des Karlsplatzes überzeugt. Die Parkierung für Busse und PKW wird am angestammten Platz zurückhaltend neu geordnet und funktioniert gut, braucht dafür allerdings recht viel Verkehrsfläche. Die Einbindung des Kreismedienzentrums ist ungelöst. Das Dreieck zwischen Straße und Parkplätzen erscheint mit den vorgeschlagenen Rasenstufen überinstrumentiert und wenig überzeugend. Die Verbreiterung des östlichen Stadteingangs in den Vorbereich des Schlosses hinein ist eine überlegenswerte Idee, ihre liegenschaftliche Umsetzbarkeit bleibt allerdings offen.
    Das Preisgericht hält das unmittelbare Vorfeld des Marstall-Erdgeschosses für zu knapp dimensioniert. Hingegen erscheint die Abgrenzung der Straße zur Platzfläche durch lineare Sitzpodeste angemessen und attraktiv. Die Fontänenfelder könnten einen hohen Reiz insbesondere für Kinder bieten, erscheinen aber in der vorgeschlagenen Größe übertrieben. Das (nur im Text beschriebene) Lichtkonzept ist einfach und überzeugend.
    Der Knoten der Fürst-Wilhelm-/Bahnhofstraße ist unnötig flächig und lässt eine klare Hierarchie vermissen. Die Fußgänger-Querung von der Fürst-Wilhelm-Straße auf den Platz lässt in der angegebenen Dimension verkehrliche Konflikte erwarten. Dennoch bietet die Arbeit eine funktionierende Abwicklung der Verkehrsrelationen. Durch den zurückhaltenden Umgang mit der Topographie dürfte die Wirtschaftlichkeit in Erstellung und Betrieb gut sein.
    Insgesamt stellt der Entwurf eine zurückhaltende Lösung der gestellten Aufgabe dar, die die Qualität des Orts in angemessener Weise weiterentwickelt und mit geringfügigen Änderungen problemlos umsetzbar wäre.