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  • DE-80809 München
  • 03/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-175932)

Neubau Sport Campus der TUM im Olympiapark


  • 1. Preis

    kein Bild vorhanden
    Tragwerksplaner
    merz kley partner, Dornbirn (AT), Altenrhein (CH) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Dietrich | Untertrifaller Architekten ZT GmbH, Bregenz (AT), Wien (AT), St. Gallen (CH), Paris (FR), München (DE)
    Landschaftsarchitekten: Balliana Schubert Landschaftsarchitekten AG, Zürich (CH)
    TGA-Fachplaner: GMI - Ing. Peter Messner GmbH, Dornbirn (AT)
    Brandschutzplaner: IBS Institut für Brandschutztechnik und Sicherheitsforschung
    Modellbauer: Architektur-Modellbau Edgar Neugebauer, Bregenz (AT)

    Preisgeld
    96.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Ein sehr klarer ruhiger Baukörper wird präzise in den Landschaftsraum gesetzt. Die Höhenentwicklung des Gebäudes ist gut gewählt. Es liegt angemessen in der Sportplatzebene, tritt aber auch als architektonischer Baukörper richtig in Erscheinung.

    Die PKW-Erschließung erfolgt eindeutig von Süden. Die Stellplätze sind in einer Tiefgarage und auf Stellplätzen im Süden vor den Hallen ausgewiesen. Die starke Begrünung der Stadtplätze wird im Preisgericht kritisch gesehen. Der Fahrradverkehr erfolgt auch von Westen. Die Zahl der ausgewiesenen Fahrradstellplätze ist nicht ausreichend.

    Die Nord Süd Achse begrenzt die Sportfakultät nach Westen, bindet den großen Sportplatz gut ein und definiert so die zentrale Mitte des Campus. Die orthogonale Struktur der Aufteilung der Sportflächen entspricht dem Grundgedanken der damaligen Planung. Man würde sich eine Differenzierung der langen Nord-Süd-Achse wünschen. Die Sportflächen sind sehr präzise um das Gebäude herum mit einem wohltuenden Abstand zu den Wällen angeordnet. Die Vegetationsstrukturen betonen die
    gewünschte Präzisierung zwischen den landschaftlichen Wällen und der geometrischen Innenzone.

    Der richtig gewählte Raum zwischen Wall und Gebäude wird von einem Steg überspannt, der ganz selbstverständlich von Osten zum Haupteingang im Obergeschoss in die zentrale Erschließungsachse führt, von der aus alle Funktionsbereiche erreichbar sind. Dieses Herz der Anlage ist der Kommunikationsort von dem es Einblicke in alle Sporthallen gibt, an dem alle Seminarräume und Hörsäle liegen und im Westen in überzeugender Weise Mensa und Bibliothek einen Überblick über das gesamte Gelände ermöglichen. In der unteren Ebene der zentralen Achse liegen sehr gut die Umkleiden zu den Hallen. Die Flächen sind angemessen dimensioniert und sind sowohl für den täglichen Betrieb als auch für eine Konferenznutzung gut geeignet. Die gewünschten Laborflächen können sehr gut im 3. Bauabschnitt an den Sporthallen angeordnet werden. Die Institutsräume sind optimal in den Sportbetrieb eingebunden.

    Die Fassadengestaltung mit den Elementen Holz und Glas ist wie der gesamte Entwurf sehr überlegt und feinsinnig durchgebildet.

    Die Konstruktion aus Stahlbeton und Holz ist möglich. Das weit auskragende Tribünendach wird in Frage gestellt, schön ist die Geste, aber ob dieses Dach tatsächlich das bauliche Volumen Richtung Westen ausdehnen soll, wird hinterfragt. Die technische Umsetzung müsste weiter untersucht werden. Positiv wird die Nachhaltigkeit des Gesamtkonzeptes gesehen. Die Räume für die Gebäudetechnik sind gut gewählt, einschließlich guter senkrechter Verteilungswege, aber insgesamt etwas zu klein.

    Die Wirtschaftlichkeits-Vergleichswerte bewegen sich im durchschnittlichen Bereich.
    Eine wirtschaftliche Errichtung des Gebäudes ist möglich, wenn die Konstruktion weiterentwickelt wird. Die Durchführung in zwei Bauabschnitten ist möglich.

    Die Arbeit besticht durch eine große Klarheit sowohl in der Landschaftsgestaltung wie in der Durcharbeitung des Gebäudeentwurfs. Die Vorstellungen der TUM zur Vernetzung Forschung und Sport werden sehr gut umgesetzt.


INFO-BOX

Angelegt am 07.04.2015, 14:15
Zuletzt aktualisiert 20.10.2016, 15:13
Beitrags-ID 4-101282
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