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  • DE-80809 München
  • 03/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-175932)

Neubau Sport Campus der TUM im Olympiapark


  • 2. Preis

    kein Bild vorhanden
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    Modellbauer
    wup Modellbau Wiens + Partner GmbH, Hamburg (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Gerber Architekten GmbH, Dortmund (DE), Hamburg (DE), Berlin (DE), Shanghai (CN), Riad (SA)
    Tragwerksplaner: Bollinger + Grohmann Ingenieure, Frankfurt am Main (DE), Berlin (DE), München (DE), Wien (AT), Paris (FR), Oslo (NO), Melbourne (AU), Rom (IT)
    Bauingenieure: Transsolar Energietechnik GmbH, Stuttgart (DE), München (DE), New York, NY (US), Paris (FR)

    Preisgeld
    75.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit zeichnet sich durch einen besonders ausdrucksstarken, architektonischen Ansatz und eine einmalige Adressbildung aus. Dabei greifen die Verfasser den ursprünglichen Gedanken der landschaftsintegrierten Bebauung von Behnisch und Grzimek für die Olympiaparkplanung auf und entwickeln ihn weiter. Die Verfasser platzieren die Gebäude des „Campus im Olympiapark“ der TU unter begehbaren Gründächern, die das Motiv der umgebenden Dämme aufnehmen und für sich adaptieren.
    Dadurch entsteht eine eigenständige „5. Fassade“, die u. a. vom Olympiaturm oder den anliegenden Wohnungen des Olympiadorfes gut wahrgenommen werden kann. Die gelungene Adressbildung wird durch das Preisgericht positiv gewürdigt.

    Die Zugänge zu den Gebäuden werden durch Plätze im Norden und Süden definiert. Sie sind gut situiert und schließen gut an die innere Halle an. Die Verbindung zur weiter oben liegenden Ebene der umgebenden Dämme ist aber nur ungenügend gegeben und bedarf noch weiterer Planung. Der in der Auslobung geforderte Westzugang zum Gelände ist nicht nachgewiesen. Darüber hinaus wird eine Zufahrtsmöglichkeit zum Gelände über die Connollystraße, außer für Rettungsdienste ausgeschlossen. Vor diesem Hintergrund ist die Lage der Stellplätze für Patienten und Behinderte am nördlichen Zugangsplatz nicht richtig gewählt.

    Die vorgeschlagenen Bauten gliedern sich im Inneren in einen abgesenkten Baukörper im Osten des Baufeldes, der die Sport- und Hallennutzungen sowie die geforderten Labore aufnimmt. Im Südwesten der Anlage befindet sich der Bau mit den Hörsaal- und Institutsnutzungen. Unter diesem Bauteil ist auch die Tiefgarage angeordnet. Verbunden werden beide Baukörper durch eine zentrale, in Nord-Süd-Richtung verlaufende zentrale Magistrale. Diese Eingangszone wirkt eher introvertiert, öffnet die sich dann aber geschickt zu einer zentralen Halle mit Hörsälen und Cafeteria und leitet gut zu den Freisportflächen hinter einer großzügigen Westfassade über. Die Lage der Ostfassade des Hallengebäudes
    wird in seiner Lage zu den Dämmen kontrovers diskutiert. Auch über eine Integration des Gebäudes in den Wall wird nachgedacht. Die Baukörper weisen eine sehr freie Grundrissgestaltung auf, die als gelungen bewertet wird und interessante Raumfolgen bietet.

    Die Funktionszuordnungen der Raumbereiche und Nutzungen zueinander sind sehr gut gelöst. Das Preisgericht lobt insbesondere die gute Situierung und räumliche Gestaltung der zentralen Nutzungseinheiten. Kritisch gesehen wird der Zugang zu den Hallenbereichen von der Magistrale aus, der mit seinen zwei Treppen eng wirkt und große, gleichzeitige Besucherströme (z. B. im Rahmen des Hochschulsports) nicht aufnehmen kann.

    Eine Realisierbarkeit der Anlage in Bauabschnitten ist schwierig, da das Gebäudeensemble mit seinen dann nur teilweise begehbaren Dächern einen Torso bildet.

    Die vorgeschlagene Lösung stellt insgesamt einen sehr eigenständigen Beitrag mit großen inneren und äußeren Stärken dar. Die Wirtschaftlichkeit bei der Umsetzung wird wegen der hohen Kubatur und den aufwändigen Details kritisch gesehen.


INFO-BOX

Angelegt am 10.04.2015, 16:29
Zuletzt aktualisiert Nie
Beitrags-ID 4-101475
Seitenaufrufe 56

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