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  • DE-80809 München
  • 03/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-175932)

Neubau Sport Campus der TUM im Olympiapark


  • Anerkennung

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    TGA-Fachplaner
    DBS Ingenieure GmbH, Mülheim an der Ruhr (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: JSWD Architekten, Köln (DE)
    Architekten: Chaix & Morel et associés | atelier d'architecture, Paris (FR)
    Landschaftsarchitekten: LAND Germany GmbH, Düsseldorf (DE), Mailand (IT)
    Tragwerksplaner: Bollinger + Grohmann Ingenieure, Frankfurt am Main (DE), Berlin (DE), München (DE), Wien (AT), Paris (FR), Oslo (NO), Melbourne (AU), Rom (IT)
    Brandschutzplaner: Hagen Ingenieurgesellschaft für Brandschutz mbH, Kleve (DE)
    Modellbauer: Modellbau Christoph Leistenschneider GmbH, Köln (DE)
    Verkehrsplaner: BSV Büro für Stadt- und Verkehrsplanung Dr.-Ing. Reinhold Baier GmbH, Aachen (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die strukturgebende Kraft dieser Arbeit liegt in einer freien rasterförmigen Anlage, die aus den orthogonalen Bezügen der Sportanlagen entwickelt wird und über dem Gelände zu schweben scheint. Der Geist des Ortes, der von dem sich gegenseitig belebenden Kontrast aus der freien landschaftlichen Komposition des Olympiaparks und der subtilen Ordnung der versetzten rechtwinkelig Wegebeziehungen lebt, wird interessant interpretiert. Die Großform, die an Entwurfsprinzipien der 60er- und 70er-Jahre erinnert verknüpft mit den auskragenden ‚Röhren’ das Gebäude auf vielfältige Weise mit seiner Umgebung und weiß dabei das BTFS-Gebäude auf selbstverständliche Weise in die Gesamtkomposition zu integrieren.

    Die Verknüpfungen und Anbindungen der Wege sind logisch. Der Hauptzugang erfolgt von Osten, Nebenverbindungen auf das Gelände nach Westen sind berücksichtigt. Gewünscht hätte man sich eine klarere Anbindung an den südwestlichen Übergang über die Landshuter Allee. Der Bahnhof Oberwiesenfeld ist gut eingebunden. Die vorhandenen Elemente wie Kletterfels und Wälle sind erhalten.

    Die Jury ist der Meinung, dass die Großform eine größere Distanz zu dem östlichen Wall verlangt, andererseits hätte der Eingang Ost eine entschiedenere architektonische Anknüpfung verdient. Dies deswegen, weil von hier eine großzügige Verbindung nach Westen zu den Freisportfeldern aufgebaut wird. Die Mensa mit der in den Weg gestellten Ausgabe beeinträchtigt jedoch die wünschenswerte unmittelbare Beziehung zu der großen Freitreppe am Ende dieses Rückgrats. Hallen und großer Hörsaal liegen hier richtig, da sie gleich in der großzügigen Eingangsebene die Atmosphäre des Sportcampus erahnen lassen. Unter der angehobenen Eingangsmagistrale liegt auf Niveau der Freisportanlagen die bereits weniger großzügig ausgebildete Erschließungsachse.

    Von beiden Ebenen werden entsprechend der rasterförmigen Grundkomposition alle anderen Bereiche über zum Teil lange innenliegende Flure erschlossen. Schade, dass die Übergänge teilweise aufgrund der eingestellten Fluchttreppenhäuser schleusenartig und wenig einladend sind. Potenziert werden die Probleme der weiteren Erschließung durch die in der Struktur der kreuzförmigen Anlage liegenden Richtungswechsel. Es wird schwer sein einem ortsfremden zu erklären wie er einen Raum findet, der tiefer im Gebäude liegt. Zudem wird mindestens der östliche Hof als zu eng empfunden. Die Zugänglichkeit der Sporthallen wird aufgrund der linearen Anordnung der Umkleiden und den schmalen langen Fluren den Besucherströmen bei Vollbetrieb nicht gewachsen sein. Die gereihte Anordnung der Sporthallen, die aufgrund der gewählten Gebäudestangen notwendig ist hat spätestens hier seine Schwächen. Hinzu kommt, dass die äußere Anmutung mit angehobener Hauptebene kaum ein Sportzentrum vermuten lässt. Die Untergeschoßebene kann so wie dargestellt nicht überzeugen.

    Das architektonische Augenmerk haben die Verfasser ihrer Entwurfsidee folgend auf die über dem Gelände schwebende obere Ebene gelegt. Die vertikalen Alupaneele haben einen wechselnden Rhythmus der die Längen im Zusammenhang mit den säulenartigen Baumstellungen zu gliedern weiß.

    Die Arbeit ist eine interessante Interpretation der historischen Anlage mit den in der gewählten Struktur immanenten Schwächen in Erschließung, Funktion und äußerem Erscheinungsbild für einen Sport- und Gesundheitscampus.


INFO-BOX

Angelegt am 10.04.2015, 16:38
Zuletzt aktualisiert 18.05.2015, 06:26
Beitrags-ID 4-101487
Seitenaufrufe 57

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