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  • DE-89264 Weißenhorn
  • 03/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-196617)

Umgestaltung des Schlossplatzes


  • 2. Preis Mit der Realisierung beauftragt

    Lageplan

    Landschaftsarchitekten
    Lex Kerfers_Landschaftsarchitekten und Stadtplaner BDLA, Bockhorn bei Erding (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Rita Lex-Kerfers

    Mitarbeit
    Heike Kluge, Hanna Clarén (geb. Kröber)

    Erläuterungstext
    Der baulichen In-Wert-Setzung des Ensembles um den Schlossplatz muss die funktionale und emotionale Einbindung in das städtische Leben folgen: die Wahrnehmung als öffentlicher Raum und Teil des Stadtspaziergangs. Besondere Bedeutung erlangen hierbei die Gestaltung der Zugangssituationen und die Blicklenkung, um die historischen Fassaden angemessen in Szene zu setzen. Diese Integration in das System städtischer Straßen und Plätze bedingt die Öffnung des Schlossplatzes zum Kirchplatz und Wettbach und damit die Beseitigung der Gitter aus den 80er Jahren. Gleichzeitig bleibt der Schlossplatz durch die topografische Gestaltung, v. a. auch der Zugangsbereiche, als eigenständiger Bereich ablesbar.

    Die Materialität der Umgebung wird aufgenommen, es gibt lediglich Unterschiede in Verlegeart und Format sowie Oberflächenbeschaffenheit (alle Oberflächen gesägt, um die notwendige Ebenflächigkeit zu erreichen). „Gehwegbahnen“ aus Platten betonen die Hauptwegerichtungen und lenken den Blick auf die wertvollen historischen Gebäude bzw. Zielpunkte. Der Wechsel zwischen Plattenbelag und Pflasterung bildet eine selbstverständliche Zonierung zwischen der zentralen Bewegungsfläche und den Vorflächen der Gebäude.

    Die Entwässerung des Platzes erfolgt über Schlitzrinnen, die gleichzeitig als Belagstrennung fungieren.

    Die Verbindung der unterschiedlichen Niveaus erfolgt über Stufenrampen (so genanntes „Ochsenklavier“) bzw. Rampen im Bereich der „Gehbahn“. So werden der neue Schlossplatz „markiert“ und gleichzeitig „ebene“ Bestuhlungsflächen für die Gastronomie generiert.

    Zur Freihaltung der wichtigen Blickbeziehungen und Zufahrtsbereiche wird auf die Pflanzung von Bäumen verzichtet. Sitzinseln mit Felsenbirnen als 4-Jahreszeiten-Gehölz mit Unterpflanzung setzen grüne Akzente. Sie sind „mobil“ und damit auf dem Belag frei anordenbar. Die im Umfeld vorhandenen Bäume werden erhalten. Neue Aufenthaltsqualitäten entstehen durch die Pflasterung der Vorflächen und Installierung von „Baumbänken“ an der Wettbachstraße. Platz und Gebäudezugängen werden wo möglich barrierefrei erschlossen, die direkten Zugänge zum Fuggerschloss und Turm erfolgen über Treppen.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 15.04.2015, 17:54
Zuletzt aktualisiert 04.05.2015, 12:33
Beitrags-ID 4-101677
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