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  • DE-10179 Berlin, DE-10178 Berlin
  • 12/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-178581)

Innenraumgestaltung der Parochialkirche


  • Ankauf

    Kirchenraum, © Brenne Architekten (Visualisierung: Nico Mahler)

    Architekten
    Brenne Architekten GmbH, Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Dr. Nils Meyer, Berlin (DE)
    TGA-Fachplaner: Ingenieurbüro Axel C. Rahn GmbH, Berlin (DE), Hamburg (DE)

    Preisgeld
    3.078 EUR

    Erläuterungstext
    Der Innenraum der Parochialkirche ist durch seine aus den Zerstörungen des Bombenkrieges herrührenden roh-ruinösen Anmutung von einer beeindruckenden, ruhigen Schlichtheit. Den Charakter des Verletzten und zugleich Erhabenen zu erhalten ist oberste Leitlinie unseres Entwurfes. Eingriffe in die historische Raumschale schließen sich dadurch aus.

    Unser konzeptioneller Ansatz beruht auf zurückhaltenden, reversiblen Einfügungen und Möblierungen, die, abgerückt von den historischen Wänden, die Nutzung des Raums und der Fläche ermöglichen und erweitern. Einerseits stärken sie den ursprünglichen Charakter der protestantischen Kirche, andererseits ermöglichen sie eine flexible zeitgenössische künstlerische und museale Bespielung des Raumes. Es ergibt sich ein Dialog zwischen Alt und Neu, zwischen Bauwerk und Nutzer. Die sensiblen und zurückhaltenden Eingriffe zielen auf einen Lernprozess mit dem Gebäude, sowohl in Hinsicht auf die Nutzungen als auch auf die energetischen und technischen Ausstattungen.

    Wichtigste gestalterische Elemente sind zwei freistehende Emporen in der nördlichen und südlichen Konche. Die nördliche Empore trägt die Orgel, während die südliche Chor, Orchester aber auch Zuhörer aufnehmen kann.
    Unter den Emporen befinden sich einsehbare und flexibel nutzbare Räume, die insbesondere als (Schau-)Depots sowie für die Präsentation und Vermittlung der sakralen Kunst dienen. Dieser Raum kann seitlich durch eine halbrunde Holzkonstruktion sowie entlang der Stirnseite durch verschiebbare Glasfalttore komplett
    geschlossen werden.

    Der zentrale Bereich zwischen den neuen Emporen und östlicher Konche mit Altar, Kanzel und Taufbecken erlaubt eine flexible Bespielung mittels Bestuhlung, Bänken und Podesten für sakrale und künstlerische Nutzungen.

    Die Winterkirche im unteren, großen Turmsaal ermöglicht die zurückgezogene stille Andacht. Der obere Glöcknerraum dient als Sakristei, als Umkleiden und für den Aufenthalt von Künstlern.

    Klimakonzept
    Eine neue Fußbodenschicht (über dem Bestandsboden) ist für den gesamten Kirchenraum vorgesehen. Sie erlaubt eine Grundtemperierung und entsprechende Installationsmöglichkeiten.
    Um eine Ganzjahresnutzung zu ermöglichen, ist ein transparenter Klimaabschluss aus Doppelstegplatten zum Dachraum über der zweiten Balkenlage geplant. Dieser ermöglicht weiterhin den Blick in den Dachstuhl der Parochialkirche und wird über eine feine seitliche Lamellierung raumakustisch wirksam.

    Beratende Ingenieure:
    Energiekonzept: Volker Huckemann, Prof. Dipl.-Ing., Architektur und Energiekonzepte
    Brandschutzkonzept: Andreas Flock, Dipl.- Ing., Brandkontrolle Andreas Flock
    Tragwerksplanung: Michael Staffa, Prof. Dr.-Ing., ifb frohloff staffa kühl ecker

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.